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Zwei Frauen halten ein Schild gegen Abtreibung.

Bündnis kündigt Widerstand gegen Mahnwachen an

Bereits zum dritten Mal halten Abtreibungsgegner tägliche Mahnwachen in Frankfurt ab, nun formiert sich Widerstand. Ein neu gegründetes „Bündnis für Frauenrechte” will ab kommender Woche

Bereits zum dritten Mal halten Abtreibungsgegner tägliche Mahnwachen in Frankfurt ab, nun formiert sich Widerstand. Ein neu gegründetes „Bündnis für Frauenrechte” will ab kommender Woche dagegen halten, wie die Frankfurter Grünen am Donnerstag mitteilten. Die Abtreibungsgegner stehen seit Aschermittwoch täglich von 9 bis 15 Uhr vor der Zentrale von Pro Familia in Frankfurt. Ihr Protest richtet sich gegen die Schwangerschaftskonfliktberatung, die die Organisation in gesetzlichem Auftrag durchführt. Die Mahnwachen finden nach Angaben von Pro Familia auch in Wiesbaden, Pforzheim und München statt, Vorbild seien ähnliche Aktionen in den USA.

Bereits im Herbst und im Vorjahr fanden die Mahnwachen in Frankfurt statt und dauerten jeweils 40 Tage, wie die Geschäftsführerin von Pro Familia Hessen, Brigitte Ott, berichtete. Sie forderte sowohl das Frankfurter als auch das Wiesbadener Ordnungsamt auf, die Demonstrationen vor den Geschäftsstellen zu verbieten und sie an einen anderen Ort zu verlagern.

Die Beratungen vor einem Schwangerschaftsabbruch sollen nach den gesetzlichen Vorgaben anonym, druckfrei und ergebnisoffen sein, sagte Ott. Dies könne nicht gewährleistet werden, wenn die Frauen durch ein Spalier von Menschen mit Plakaten gehen müssten, die sich gegen Abtreibung aussprächen. Die Gegen-Aktionen sollen nach Angaben der Grünen am Donnerstag, 8. März, beginnen, dem Internationalen Frauentag. Sie sollen den Planungen zufolge ebenfalls täglich vor der Pro-Familia-Zentrale stattfinden.

(dpa)

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