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BUND prophezeit: Versenkung der Kalilauge wird fortgesetzt

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Für völlig unzureichend hält der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den jüngsten Plan der sieben Anrainer-Länder zur Reduzierung der Salzbelastung in Werra und Weser.

Für völlig unzureichend hält der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den jüngsten Plan der sieben Anrainer-Länder zur Reduzierung der Salzbelastung in Werra und Weser. Ohne deutliche Nachbesserungen beim Bewirtschaftungsplan werde die Versenkung der Kalilauge weitergehen, erklärte der Vorsitzende des Verbands, Hubert Weiger, am Dienstag in Kassel laut Mitteilung.

Nach dem Plan von Mitte März werden dem Kasseler Kali-Konzern K+S Vorgaben gemacht, die Salzbelastung in den Flüssen bis 2027 deutlicher als bislang geplant zu senken. Eine rechtliche Vereinbarung mit dem Unternehmen über die konkreten Schritte soll aber erst erfolgen, wenn grünes Licht aus Brüssel vorliegt. Wegen des Verstoßes gegen europäisches Wasserrecht hat die EU ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet; Grund ist die Verschmutzung der Werra durch Salzabwässer von K+S.

Hessen habe sich gegen die übrigen Anrainer durchgesetzt und wolle seinen „Vier-Phasen-Plan” umsetzen, kritisierte Weiger. Dies erlaube K+S, seine rücksichtslose Abbautechnik fortzusetzen. Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hatte im vergangenen Jahr mit dem Unternehmen vereinbart, die Einleitung von Salzabwässern in Werra und Weser in vier Phasen bis 2075 weitgehend abzubauen.

(dpa)

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