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BUND sieht keine Alternative zum kommunalen Wald

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Wald
Bäume sind von unten zu sehen. © Jens Büttner/dpa/Symbolbild

Wälder im Besitz von Städten und Gemeinden sind nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Hessen wichtiger als je zuvor. „Die Bedeutung kommunaler Wälder ist größer als früher“, sagte BUND-Naturschutzreferent Thomas Norgall der Deutschen Presse-Agentur. So sei gerade im Bereich der Naherholung der Wald unverzichtbar geworden:

Frankfurt/Main - „Man merkt doch, dass mehr Leute in den Wald gehen, gerade wenn die Sommer sehr heiß sind.“ Es bewegten sich Menschenmassen durch die stadtnahen Wälder - auch wenn sich der Andrang verteile.

Wald in kommunaler Hand ist in Hessen sehr verbreitet: Nur acht hessische Gemeinden besitzen laut Umweltministerium keinen Wald. Eine Alternative zu dieser Struktur gibt es laut dem BUND nicht: „Das Land würde gar nicht den Kapitalbedarf aufbringen können, um diese Werte zu kaufen“, erklärte Norgall. Die Flächen müssten unbedingt in öffentlicher Hand bleiben. Denn diese könne unabhängig entscheiden, dass nicht der Wirtschaftswald die größte Bedeutung habe, sondern Erholung und Naturschutz. So sei in kommunalen Wäldern früher der Übergang zu naturfreundlichen Bewirtschaftungen oder der komplette Verzicht auf eine Holzentnahme erfolgt.

In diesem Jahr feiert einer der größten innerstädtischen Wälder Deutschlands Jubiläum: Der Frankfurter Stadtwald besteht seit 650 Jahren. Allerdings liegt der Jubilar auf dem Krankenbett. Fast alle Bäume sind laut Waldzustandsbericht krank oder zumindest vorgeschädigt. Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben der grünen Lunge am Südrand der Bankenmetropole schwer zugesetzt. Mit diesem Problem ist die Stadt nicht allein. dpa

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