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Neubau des Paul-Ehrlich-Instituts: Bundesinstitut bleibt in Langen

Neubau des Paul-Ehrlich-Instituts

Bundesinstitut bleibt in Langen - die Stadt weiß offiziell von nichts

Die Standortentscheidung für den Neubau des Paul-Ehrlich-Instituts scheint gefallen zu sein: Das PEI bleibe in Langen, teilte gestern der CDU-Bundestagsabgeordnete Björn Simon in einer Pressemitteilung mit.

Langen – Dies habe ihm Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) „persönlich mitgeteilt“. Unter anderem hatte sich auch die Stadt Hanau Hoffnungen gemacht, zudem war ein Umzug nach Frankfurt im Gespräch gewesen. Bis ins PEI mit seinen 800 Mitarbeitern hat sich diese „endgültige“ Entscheidung Spahns allerdings noch nicht herumgesprochen. „Ich kann dazu nichts sagen“, erklärte PEI-Sprecherin Dr. Susanne Stöcker auf Anfrage. Auch bei der Stadt Langen weiß man offiziell von nichts.

Abgezeichnet hatte sich der Verbleib in Langen bereits seit Wochen. Die Stadt ist dabei, für den Kronenhof (eine Reitsportanlage neben dem aktuellen Institut) einen Bebauungsplan aufzustellen. Neben dem PEI will dort ein internationales Unternehmen seine Europazentrale bauen. „Wir sind allerdings gebeten worden, Stillschweigen zu wahren, so lange die Verkaufsverhandlungen über das Areal laufen“, erklärte Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD). Ob diese nun beendet seien, entziehe sich seiner Kenntnis. Sollte das PEI in Langen bleiben, sei das natürlich sehr erfreulich.

Paul-Ehrlich-Institut: Jetziges Gebäude technisch veraltet

Erforderlich ist der Neubau, weil das knapp 30 Jahre alte jetzige Gebäude des „Bundesinstituts für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel“ technisch veraltet ist. Eine Sanierung im Bestand ist laut Gutachten noch teurer als ein Ersatzbau. Dieser wird auf etwa 400 bis 500 Millionen Euro taxiert. Als Bauzeit wird mit etwa sieben Jahren gerechnet.

VON MARKUS SCHAIBLE

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