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Bundesweite Chemie-Tarifgespräche gehen in zweite Runde

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Mitarbeiter eines Pharmaunternehmens
Mitarbeiter eines Pharmaunternehmens arbeiten in einem Reinraum an einer Gelmischanlage. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Tarifverhandlungen für rund 580.000 Beschäftigte in der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie gehen heute in Wiesbaden in die zweite Runde. Es geht um den ersten großen Flächentarifabschluss dieses Jahres. Bei den Gesprächen zwischen der Gewerkschaft IG BCE und dem Arbeitgeberverband BAVC könnte es wegen der hohen Inflation und des Ukraine-Kriegs zunächst nur einen Teilabschluss geben mit ersten Lohnsteigerungen oder Einmalzahlungen.

Wiesbaden - Im Herbst könnten dann Änderungen möglich sein.

Die IG BCE hatte ursprünglich eine Steigerung der Löhne und Gehälter oberhalb der Inflationsrate in Deutschland gefordert. Damals war die Teuerung noch niedriger gewesen. Zuletzt lag die Inflationsrate bei 5,1 Prozent im Februar und 7,3 Prozent im März. Die Zuschläge für Nachtschichten sollten zudem auf 25 Prozent steigen, verlangte die Gewerkschaft. Die Chemie-Tarifverträge sind Ende März ausgelaufen.

Mit dem Krieg in der Ukraine sind die Preise für Öl und Gas rasant gestiegen, was die energieintensive Chemie- und Pharmabranche besonders trifft. Sie fürchtet zudem einen Stopp russischer Energielieferungen. Die Arbeitgeber warnten vor einer Überlastung bei den Kosten und einer verzerrten Inflationsrate, die keine Grundlage für dauerhafte Erhöhungen der Tabellenentgelte sein könne. Die IG BCE verwies dagegen auf die guten Geschäfte der Chemie- und Pharmabranche, die laut dem Branchenverband VCI einen Rekordumsatz von 225 Milliarden Euro im vergangenen Jahr erzielte. dpa

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