So hat es in Clubs vor Corona ausgesehen. Bis es wieder soweit ist, müssen sich Partygänger noch gedulden.
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So hat es in Clubs vor Corona ausgesehen. Bis es wieder soweit ist, müssen sich Partygänger noch gedulden.

Partyszene

Clubs und Diskotheken in Hessen: Wann darf wieder ohne Abstand getanzt werden?

  • Erik Scharf
    VonErik Scharf
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Clubs und Diskotheken in Hessen sind weiterhin in der Corona-Warteschleife. Die Lockerungen reichen nicht aus. Wann sind Tanzen und Feiern wieder ohne Einschränkungen möglich?

Frankfurt – Es ist eines der letzten Puzzleteile auf dem Weg zurück zur Normalität. Wann darf in Clubs und Diskotheken wieder uneingeschränkt getanzt werden? Wie viele andere Freizeitvergnügen auch, ist das Partyleben während der Corona*-Pandemie in den großen Städten wie Frankfurt*, Offenbach, Darmstadt, Kassel oder Gießen auf ein Minimum gesunken.

Als Mitte Mai die Bundesnotbremse zur Eindämmung der Corona-Infektionen allmählich in ganz Hessen gelockert wurde, öffneten auch Clubs und Diskotheken wieder ihre Türen. Laut den Corona-Lockerungen in Hessen durften die Betreiber in Stufe 1 immerhin die Außenbereiche öffnen, in Stufe 2 durften auch im Innenbereich Gäste empfangen werden.

Lockerungen in Frankfurt: Clubbetreiber fühlen sich vernachlässigt

Doch insbesondere in Frankfurt ist die Stimmung trotz der Lockerungen gedrückt. Im bekannten Club Gibson auf der Zeil* sorgen Tische und Stühle eher für eine loungige Atmosphäre als für wilde Party-Nächte. „Aber wir können das, weil wir das Publikum dafür haben. Ich schätze, die meisten Clubs werden geschlossen bleiben, trotz der Lockerungen“, sagte Clubbetreiber Madjid Djamegari. Zumal die Einnahmen aus der Gastronomie nur einen Bruchteil von den üblichen Umsätzen ausmachen. Viele Clubbetreiber fühlen sich von der Landespolitik vernachlässigt.

Und so verlagert sich die Partyszene momentan auf die Straßen und in die Parks. Die Polizei in Frankfurt musste zuletzt häufiger Zusammenkünfte in der Innenstadt auflösen*, weil sich die Massen nicht an die Corona-Regeln hielten. Für Clubbetreiber ist es ein doppelter Schlag ins Gesicht, denn viele der Partywütigen würden unter normalen Umständen wohl in den Lokalen unterwegs sein.

Derzeit gilt laut der Coronavirus-Schutzverordnung in Hessen:

  • Der Betrieb von Tanzlokalen, Diskotheken, Clubs und ähnlichen Einrichtungen ist im Freien zulässig, wenn
  • 1. nur Gäste mit einem Negativnachweis eingelassen werden,
  • 2. eine Kontaktdatenerfassung erfolgt,
  • 3. nur eine Person je 10 Quadratmeter Verkehrsfläche, maximal 250 Personen eingelassen werden und
  • 4. ein Abstands- und Hygienekonzept vorliegt und umgesetzt wird.

Clubs und Diskotheken in Hessen: Abhängig von der Abstandsregelung

In Innenräumen dürfen Clubs und Diskotheken nur unter gastronomischen Zwecken und unter Einhaltung eines Abstands- und Hygienekonzept öffnen. Ausgelassenes Tanzen ist also weiterhin nur mit ausreichend Abstand zu anderen Menschen möglich. Manch einer sehnt sich angesichts dieser Regelung dann doch die proppenvollen Tanzflächen mit minimaler Bewegungsfreiheit zurück.

Partygänger in Hessen sind also noch ein gutes Stück davon entfernt, in vollgepackten Clubs und Diskotheken die Nacht zum Tag machen zu dürfen. Daran soll sich auch in den kommenden Wochen nichts ändern. „Das weitere Infektionsgeschehen, insbesondere auch vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Delta-Variante, bleibt hier abzuwarten. Über Verordnungsänderungen wird vor diesem Hintergrund entschieden“, teilt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration mit. Heißt: Solange die Abstandsregelungen gelten, gibt es keine Rückkehr zu gefüllten Tanzflächen. (esa) fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Nach drei Jahren Abstinenz hat im Juni 2021 mit Pik Dame der älteste Nachtclub in Frankfurt wieder geöffnet.

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