„Corona-Aussöhnung“: Gesellschafts-Spaltung entgegenwirken

Ein interdisziplinäres Autorenkollektiv möchte dem durch die Corona-Pandemie entstandenen Riss durch die Gesellschaft entgegenwirken. Die Initiative „Corona-Aussöhnung“ will „Alternativen zu Lockdown und Laufenlassen“ aufzeigen. Mitgeschrieben haben unter anderem Ökonomen und Psychologen, Juristen und Soziologen, Mediziner und Mathematiker aus Deutschland und Österreich.

Berlin/Mainz/Frankfurt - Die Autoren wollen nach eigenen Angaben „einen Beitrag zur Überwindung des aktuellen gesellschaftlichen Gegeneinanders erbringen“. In ihrem Positionspapier listen sie „Unverhältnismäßigkeiten“ in der Corona-Politik auf und stellen sie „Kollateralschäden“ der Corona-Maßnahmen gegenüber. Am Ende werden zehn Empfehlungen ausgesprochen, die darauf abzielen, Corona „ins Verhältnis zu setzen“.

Zu den Autoren gehören der Gesundheitspolitiker Ellis E. Huber und die Mainzer Anwältin Jessica Hamed. „Man darf nicht nur mit dem Brennglas auf Covid-19 sehen“, sagte Hamed der Deutschen Presse-Agentur. Statt die Gefahr durch das Corona-Virus isoliert zu betrachten, müsse diese zu anderen Risiken ins Verhältnis gesetzt werden - einerseits zu den Risiken durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, andererseits zu anderen Gesundheitsrisiken wie etwa multiresistenten Keimen, sonstigen Erkrankungen oder Schäden durch den Klimawandel.

Auch bei der derzeit niedrigen Inzidenzen würden viele Menschen „in einer Art kollektiver Angststarre verharren“, sagte Hamed. „Das verhindert die Kommunikation darüber, wie wir zukünftig mit solchen Krisen umgehen wollen.“ Statt den Menschen Angst zu machen, sollte der Staat sie unterstützen, „das Leben mit dem Virus weitestgehend eigenverantwortlich zu meistern“. dpa

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