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Corona in Hessen: Zahl der Todesfälle drastisch gestiegen - Erneut über 1.000 Neuinfektionen

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  • Lukas Rogalla
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Hessen hat weiter mit der Corona-Pandemie zu kämpfen. Das Robert Koch-Institut meldet die aktuellen Fallzahlen. Besonders ein Wert sticht heraus.

  • Die Corona*-Inzidenz in Hessen ist nach wie vor im ganzen Land hoch.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet eine hohe Zahl an Todesfällen.
  • Eine Analyse der hessenschau gibt an, dass die Beschränkungen nicht ausreichen könnten. Alle weiteren Informationen finden sie in unserem bisherigen Ticker zu Corona in Hessen.

Update vom Dienstag, 10.11.2020, 06.55 Uhr: Erneut kamen in Hessen binnen 24 Stunden über 1.000 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus dazu. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 1.702 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl auf nun 55.744 (Stand 10.11.2020, 0 Uhr).

Besonders besorgniserregend ist die hohe Zahl der Todesfälle. Laut RKI sind 28 Menschen innerhalb eines Tages mit oder an Covid-19 gestorben. Die Zahl steigt damit auf nun 786. Unter den kreisfreien Städten und Landkreisen in Hessen liegt die Stadt Offenbach mit einer 7-Tage-Inzidenz von 298,6 erneut an der Spitze. Danach folgt Frankfurt (280,5) und der Kreis Groß-Gerau (220,9).

Corona in Hessen: Biontech erzielt Durchbruch bei Impfstoff

+++ 17.09 Uhr: Das Biopharma-Unternehmen Biontech aus Mainz hat zusammen mit dem US-Konzern Pfizer Inc. einen Durchbruch bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus vermeldet. Das Unternehmen veröffentlichte seine Daten zu den Ergebnissen der Phase 3 der Testreihe, die für die mögliche Zulassung obligatorisch ist.

Corona-Krise: Wirkstoff von Biontech erzielt in 7 Tagen eine Wirksamkeit von 90 Prozent

Laut den Daten erzielt der Wirkstoff von dem Mainzer Unternehmen innerhalb von sieben Tagen eine Wirksamkeitsrate von mehr als 90 Prozent. Ein Schutz vor dem Coronavirus sei damit nach etwa 28 Tagen erreicht. Verabreicht werden soll das Vakzin in zwei Dosen zu je 30 Mikrogramm. Wie lange der Impfstoff mit der Bezeichnung BNT162b2 vor einer Ansteckung schütze, ist bisher noch nicht klar.

Biontech und Pfizer möchten nach eigenen Angaben nun eine Notfallzulassung bei der Arzneimittelbehörde der USA (FDA) beantragen. Man hoffe auf eine solche Zulassung frühestens ab dem 16. November, so das Unternehmen. Auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) beschäftigt sich bereits mit einer Zulassung des Impfstoffs.

Corona könnte saisonale Depressionen verschärfen

+++ 13.58 Uhr: Um in den nächsten Wochen gut durch den Teil-Lockdown und die Corona-Pandemie zu kommen, raten Psychologen zu Selbstfürsorge und einer realistischen Betrachtung der Situation. Da die Corona-Pandemie mittlerweile schon sehr lange andauere, könnten gerade in der dunklen und kalten Jahreszeit saisonale Depressionen verstärkt auftreten.

Corona in Hessen: Psychologin rät zur Selbstfürsorge im Teil-Lockdown

„Natürlich ist es sehr herausfordernd, dass es vielleicht noch Wochen und Monate so weitergeht. Aber es ist langfristig einfacher, sich darauf einzustellen, als sich von einem Wunschdenken leiten zu lassen und enttäuscht zu werden“, sagt Jana Volkert vom Institut für Psychologie der Universität Kassel. Daher rät sie für den Teil-Lockdown: „Alles, was einem guttut, gilt es jetzt voranstellen. Jeder sollte jetzt besonders auf sich selbst achten und natürlich auf seine Nächsten, die einem wichtig sind.“

Die Expertin betont aber auch, dass sich Menschen professionelle Hilfe suchen sollten, wenn sie das Gefühl hätten, mit der aktuellen Situation der Corona-Pandemie überfordert zu sein. Verglichen mit dem ersten Lockdown im Frühjahr gibt es nach Ansicht von Volkert sowohl Vor- als auch Nachteile. Damals habe eine deutlich größere Verunsicherung geherrscht, „das war eine extreme Situation, wo eine große Anpassungsleistung vonnöten war“. Inzwischen seien die Menschen jedoch erfahrener im Umgang mit der Corona-Pandemie und hätten sich an Masken, Abstand oder Home Office gewöhnt.

Gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit kann die Zeit im Teil-Lockdown Depressionen verstärken (Symbolbild).

Corona-Infektionen in Hessen steigen weiter: Ärztlicher Bereitschaftsdienst mit Appell an die Bürger

+++ 12.20 Uhr: Die Corona-Pandemie wütet weiter in Hessen und Deutschland und bringt Gesundheitsämter, Ärzte und Ärztinnen und Pfleger und Pflegerinnen immer mehr an ihre Grenzen. Da nun auch die Erkältungssaison langsam an Fahrt aufnimmt, hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) eine Kampagne mit einer wichtigen Botschaft gestartet: Patienten mit Erkältungssymptomen wie Husten, Schnupfen oder Fieber sollen keinesfalls einfach in die Zentralen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) gehen, sondern immer zuerst die 116117 anrufen.

Corona in Hessen: Mit Erkältungssymptomen zuerst die 116117 anrufen

„Bei Erkältungssymptomen müssen wir derzeit immer auch eine Corona-Infektion in Betracht ziehen“, erklären die Vorstandsvorsitzenden der KVH, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, die Kampagne. Nur wenn sie sich vorher über die 116117 melden, kann es gelingen, Patienten, die möglicherweise mit SARS-CoV-2 infiziert sind, aus dem Normalbetrieb der Bereitschaftsdienstzentralen herauszuhalten. So soll verhindert werden, dass die Zentralen der KV Hessen zu Infektions-Hotspots werden.

Vor dem Hintergrund der derzeit hohen Anzahl an Anrufen bei der 116117 – in der vergangenen Woche waren es mehr als 41.000 – weist die KV Hessen außerdem darauf hin, dass die 116117 im Zusammenhang mit der Pandemie „nur“ dazu da sei, Patienten zu beraten und nach vordefinierten Fragen zu ermitteln, ob und wo ein Test durchgeführt werden sollte. Die Nummer sei nicht dazu da, allgemeine Fragen zum Virus zu beantworten. Neben den vielen Anrufen, die die Pandemie betreffen, solle die Hotline schließlich auch weiterhin bei akuten gesundheitlichen Beschwerden schnell zu erreichen sein.

Corona in Hessen: Zahl der Infektionen steigt weiter deutlich an

Update vom Montag, 9.11.2020, 7.37 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für Hessen veröffentlicht. Im Vergleich zu Sonntag wurden 883, im Vergleich zu Samstag 2.605 Neuinfektionen mit dem Coronavirus vermeldet (Stand 09.11.2020, 0 Uhr). Damit gibt es in Hessen nun 54.043 bestätigte Infektionen. Es gab fünf weitere Todesfälle. Insgesamt sind 758 Personen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 164,23. Rund 900 weitere Personen (32.100 insgesamt) gelten als genesen.

In Frankfurt wurden 291 Neuinfektionen bestätigt. Die Zahl der Infizierten liegt bei 10.699. Eine weitere Person (insgesamt 123) ist an den Folgen von Covid-19 gestorben. Hier beträgt die 7-Tage-Inzidenz 291,6.

In Hessen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter stark an.

Corona in Hessen: Analyse zum Teil-Lockdown veröffentlicht

+++ 16:46 Uhr: Die hessenschau hat eine Analyse zu den Erfolgen des Teil-Lockdown veröffentlicht. Darin ist ersichtlich, dass die verschärften Corona-Regeln zumindest ein langsameres Wachstum der Infektionszahlen bewirkten, als Prognosen vom 28.10.2020 für die Entwicklung ohne Lockdown vorhersagten. Zwar würden die tatsächlichen Effekte des „Lockdown light“ erst in ein paar Tagen sichtbar werden, aber allein die Ankündigung der Beschränkungen hätte einen Erfolg bringen können. Dies sei auch schon beim ersten Teil-Lockdown im Frühjahr zu beobachten gewesen.

Corona-Zahlen in Hessen steigen: Anzahl der Besucher in Fußgängerzonen verringert sich nur wenig

Die Anzahl der Passanten in den Fußgängerzonen habe sich dagegen weniger deutlich verringert als noch im März. Während beim ersten Teil-Lockdown 77,4% weniger Passanten in den Fußgängerzonen aufhielten, sei der Rückgang Anfang November nur um 21,7% weniger geworden. Als Ausgangszahl wurde die Kalenderwoche 38 Mitte September genommen.

Nach einer Woche Lockdown können erste Erkenntnisse in Hessen gezogen werden.

Corona in Hessen: Mobilität ging zurück – Lockdown möglicherweise zu kurz

Generell sei der Rückgang nicht mit dem ersten Teil-Lockdown vergleichbar. Während im Frühjahr das öffentliche Leben weitgehend zum Stillstand kam, sei es durch den zweiten Lockdown nur verlangsamt worden. Um diese Aussage zu begründen, nimmt die hessenschau Handydaten zur Hand. Die zeigen, dass sich vor allem in den stark betroffenen Gebieten im Rhein-Main-Gebiet und den Großstädten die Mobilität verringert habe. Insgesamt sei sie aber nur leicht zurückgegangen.

Die Prognose zeigt noch ein Ergebnis: Vermutlich werden die vier Wochen Lockdown im November nicht ausreichen, um die Kurve der Corona-Neuinfektionen nachhaltig abzuflachen. Eine Simulation anhand des R-Wertes zeigt, dass der Lockdown zu kurz angesetzt wurde. Es sei fraglich, ob durch diesen Lockdown die Inzidenzen wieder unter die Marke von 50 Fallen könnten.

Corona in Hessen: Zahlen steigen weiter – Knapp 2.000 Neuinfektionen

Update vom Sonntag, 08.11.2020, 08.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Stadt Frankfurt steigt* weiter stark an. Im Vergleich zum Vortag haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) (Stand Sonntag, 08.11.2020, 0 Uhr) erneut 427 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die ohnehin sehr hohe 7-Tage-Inzidenz steigt damit auf 289,1. Schon am Samstag hatte es dort fast 600 Neuinfektionen gegeben.

Corona in Hessen: Fast 2.000 Neuinfektionen – Erschreckende Zahlen vor allem in Frankfurt

In der Stadt Offenbach liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 268,7, dort gibt es seit Samstag 94 Neuinfektionen. Aber auch der Kreis Offenbach vermeldet erneut zahlreiche neue Corona-Fälle: Seit Samstag (07.11.2020) haben sich demnach weitere 155 Menschen mit Covid-19 angesteckt, sodass die Inzidenz nun 218,1 beträgt.

Trotz verschärfter Corona-Regeln steigt die Inzidenz in Hessen weiter an.

Im Kreis Marburg-Biedenkopf haben sich seit Samstag 128 Menschen neu infiziert, die 7-Tage-Inzidenz beträgt 233,5. In der Landeshauptstadt Wiesbaden liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 203,3 mit 65 Corona-Neuinfektionen seit dem Vortag. Ebenfalls sehr hohe Zahlen verzeichnet der Main-Kinzig-Kreis. Mit 122 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag steigt die Zahl der bisher mit Covid-19 infizierten Personen hier auf insgesamt 3.540. Die 7-Tage-Inzidenz hat dort einen Wert von 162,4. Im Kreis Groß-Gerau beträgt sie 183,9. Hier haben sich bislang 2.982 Personen mit dem neuartigen Virus infiziert. Insgesamt meldet das RKI seit Samstag 1.723 Corona-Neuinfektionen in Hessen, die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 164,79.

Mehr als 50.000 Corona-Fälle in Hessen

+++ 14.35 Uhr: Das hessische Ministerium für Soziales und Integration hat am Samstag (07.11.2020) die neuen Corona-Zahlen veröffentlicht. Demnach steigen vor allem im Landkreis Bergstraße die Neuinfektionen mit dem Coronavirus an. Lag die 7-Tage-Inzidenz hier am Vortag noch bei 97,6, liegt sie nun bei 123,9. Auch in Frankfurt ist die ohnehin sehr hohe Inzidenz erneut angestiegen. Sie liegt nun bei 262,9. Seit Freitag haben sich dort 587 Menschen mit Corona infiziert.

Todesfälle, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion stehen, meldet das hessische Ministerium aus dem Kreis Offenbach, dem Mainz-Kinzig-Kreis, dem Kreis Marburg-Biedenkopf und dem Main-Taunus-Kreis. Der Kreis Marburg-Biedenkopf ist mit vier Todesfällen seit Freitag (06.11.2020) am stärksten betroffen.

Corona in Hessen: Innenminister Peter Beuth (CDU) ist in Quarantäne

+++ 13.03 Uhr: Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) ist nach einer Corona-Infektion in seinem persönlichen Umfeld in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Ministeriums war der erste Corona-Test jedoch negativ. „Dem Innenminister geht es gut, bisher zeigen sich keine Symptome“, teilte ein Sprecher am Samstag (07.11.2020) in Wiesbaden mit. Seine Amtsgeschäfte führe Beuth zu Hause aus.

Zuvor musste sich auch Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in die häusliche Quarantäne begeben. Seine Quarantäne-Zeit laufe in der kommenden Woche ab. Die Amtsgeschäfte in der Wiesbadener Staatskanzlei könne er dann wieder aufnehmen.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (l.) und Innenminister Peter Beuth.

Corona in Hessen: Immer mehr Schülerinnen und Schüler infiziert

+++ 11.17 Uhr: Die tägliche Quote von Lehrer:innen und Schüler:innen in Hessen in Corona-Quarantäne ist mit den steigenden Infektionszahlen gewachsen. Zuletzt mussten rund drei Prozent der Schülerinnen und Schüler und knapp vier Prozent der Lehrkräfte wegen behördlicher Anordnungen zu Hause bleiben (Stand: 04.11.2020). Beide Werte hätten noch bis zu den Herbstferien dauerhaft unter einem Prozent gelegen, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Wiesbaden. Die Kommunen entscheiden selbst, wer alles nach einem positiven Test in der Schulgemeinschaft in Quarantäne muss.

Zuletzt mussten in Hessen rund drei Prozent der Schülerinnen und Schüler und knapp vier Prozent der Lehrkräfte wegen Corona zu Hause bleiben. (Symbolbild)

Hessen knackt Marke von 50.000 Corona-Infektionen

Update vom Samstag, 07.11.2020, 09.40 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen knackt eine weitere Marke: Erstmals liegt die Gesamtzahl der Infizierten bei mehr als 50.000. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldet, haben sich im Vergleich zum Vortag 2.111 weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Hessen seit Beginn der Pandemie auf 51.438. Die 7-Tages-Inzidenz, die landesweit am Freitag (06.11.2020) bei 154,2 lag, ist weiter gestiegen und beträgt nun 160,3.

Trotz der hohen Inzidenz lockert Hessen die Corona-Beschränkungen teilweise: So können etwa Musik- und Kunstschulen sowie Sportanlagen unter bestimmten Auflagen wieder öffnen. In der Stadt Offenbach sollen die Maskenpflicht jedoch verschärft* werden, berichtet op-online.de. Ab Montag (09.11.2020) wird sie in der Innenstadt und einigen Gebieten darüber hinaus gelten.

Die Infektionen mit Corona in Hessen steigen weiter stark an.

Corona in Hessen: Land lockert jetzt Beschränkungen

+++ 15.49 Uhr: Hessische Polizisten haben bis Ende Oktober rund 8000 Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen des Landes festgestellt und deshalb Bußgelder verhängt. Alleine im Monat April seien rund 5000 Ordnungswidrigkeiten gezählt worden, teilte das hessische Innenministerium am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Bußgeldkatalog für Verstöße gegen Corona-Regeln in Hessen gilt seit dem 3. April - insgesamt leben in dem Bundesland mehr als sechs Millionen Menschen.

Auch im Mai hätten Polizeibeamte noch 1200 Verstöße registriert, seitdem gehe die Zahl der registrierten Verstöße deutlich zurück. Dies zeige, „dass die notwendig gewordenen Corona-Regeln immer routinierter von den Bürgerinnen und Bürgern gelebt werden“, erklärte das Ministerium.

Für die Polizei steht bei festgestellten Verstößen der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern im Vordergrund.

Hessisches Innenministerium

Eigentlich zuständig für die Überwachung der Corona-Maßnahmen sind jedoch die Ordnungsbehörden von Kreisen und kreisfreien Städten. Die von ihnen erfassten Bußgeldverstöße sind daher in der Polizeistatistik nicht enthalten. „Bei gemeinsamen Einsatzmaßnahmen beispielsweise mit der Stadtpolizei erfolgt die Sachbearbeitung in der Regel durch die Ordnungsämter der Kommunen“, erläuterte das Ministerium. Die Polizei greife im Zuge der Amtshilfe ein. Die Bilanz sei daher nur bedingt repräsentativ, was die Akzeptanz für die Maßnahmen der Landesregierung angehe.

Corona in Hessen: Bußgeld bei Verstoß der Regeln

„Für die Polizei steht bei festgestellten Verstößen der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern im Vordergrund“, teilte das Ministerium weiter mit. So werde erst dann mit Bußgeldern durchgegriffen, wenn ein bewusster oder wiederholter, willentlicher Verstoß festgestellt werde.

+++ 12.37 Uhr: Das Land Hessen lockert an zwei Stellen die Corona-Beschränkungen für den Teil-Lockdown. So dürfen ab sofort die aktuell geschlossenen Musik- und Kunstschulen wieder öffnen. Außerdem können Sportanlagen wieder für Amateur- und Freizeitsportler aufgemacht werden, wenn sie dort alleine oder maximal zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Haushalts trainieren. Das teilten Sportminister Peter Beuth (CDU) und Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) am Freitag (06.11.2020) in Wiesbaden mit. Hessen orientiere sich damit an der Linie anderer Bundesländer.

„Es ist aber wichtig, dass Sportlerinnen und Sportler sich an die Regeln halten. Oberstes Ziel bleibt es, Kontakte auf ein Mindestmaß zu beschränken, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, so Beuth. Auch Individualsportarten wie Joggen, Radfahren, Wandern, Reiten, Rudern oder Segeln seien weiterhin im öffentlichen Raum möglich. „Die Hessinnen und Hessen sollen trotz Pandemie die Möglichkeit haben, sich fit zu halten und auch gemeinsam sportlich aktiv zu sein“, sagte der Sportminister.

Kunstministerin Dorn wies ebenfalls darauf hin, dass in den Musik- und Kunstschulen Abstands- und Hygieneregeln beachtet werden müssten. Die neuen Regelungen zum Sport sowie den Kunst- und Musikschulen seien mit den kommunalen Spitzenverbänden besprochen worden, sodass die Einrichtungen und Sportanlagen unter den bestimmten Voraussetzungen öffnen könnten.

Corona: 1.851 Neuinfektionen in Hessen

Update vom Freitag, 06.11.2020, 07.50 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen ist binnen 24 Stunden um 1.851 Fälle gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilt (06.11.2020, Stand 0 Uhr), gab es außerdem 19 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Damit sind in Hessen insgesamt 729 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Deutschlandweit ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals über 20.000 gestiegen. Das RKI registriert am Freitag 21.506 neu bestätigte Corona-Infektionen.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz in Hessen weist am Freitag die Stadt Frankfurt auf. Der Wert liegt bei 235,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Danach folgt die Stadt Offenbach mit einer Inzidenz von 227,2. Im Kreis Marburg-Biedenkopf sank die Inzidenz ein wenig auf 212,9 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen. Der Kreis führte die Negativ-Liste der hohen Inzidenzen in den letzten Tagen immer mal wieder an. Landesweit liegt die Inzidenz am Freitag bei 154,02 Neuinfektionen.

Corona in Hessen: Mehr als 1600 Neuinfektionen – Erste Krankenhäuser verschieben OPs

Erstmeldung vom 05.11.2020: Frankfurt – In Hessen sind seit Mittwoch (04.11.2020) 1.658 neue Corona-Infektionen registriert worden. Elf weitere Menschen sind an einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (05.11.2020, Stand 0 Uhr). Damit steigt die Zahl der insgesamt Infizierten in Hessen auf 47.477, die Zahl der Verstorbenen auf 710.

Die Corona-Pandemie kommt zunehmend auch wieder in den Krankenhäusern in Hessen an.

Weiterhin hohe Corona-Inzidenzen in ganz Hessen

Die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Region in Hessen ist die Stadt Offenbach. Dort liegt die 7-Tage-Inzidenz, also die Neuinfektionen pro 100.000 Personen in den vergangenen sieben Tagen, am Donnerstag (05.11.2020) bei 251,8. An zweiter Stelle steht der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit einer 7-Tage-Inzidenz von 235,1, gefolgt von Frankfurt mit einem Wert von 230,2.

Der Landkreis in Hessen mit den wenigsten Corona-Neuinfektionen ist der Vogelsbergkreis. Dort liegt die 7-Tage-Inzidenz laut RKI am Donnerstag bei 61,5. Auf das ganze Land Hessen gerechnet liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 151,92. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration bereitet derweil die Verteilung eines künftigen Corona-Impfstoffs vor.

Kliniken in Hessen müssen wegen Corona-Welle Operationen verschieben

Aufgrund der hohen Zahl der Infektionen macht Corona zunehmend auch den Kliniken in Hessen zu schaffen. Denn dort müssen immer mehr Intensivpatienten betreut werden. Noch seien die Kapazitäten ausreichend, erklärt der Geschäftsführende Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Professor Steffen Gamminger gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sei abzusehen, was auf die Krankenhäuser zukomme.

Denn dort macht sich die Corona-Welle rund zwölf bis 14 Tage später bemerkbar. Das ist die Zeit, die es von einer Infektion mit dem Coronavirus bis zur Einlieferung in eine Intensivstation gewöhnlich braucht. Inzwischen verschieben auch erste Kliniken planbare Operationen aufgrund der zunehmenden Corona-Fälle. Gamminger erklärte, ihm seien mehrere Kliniken bekannt, die versuchen, „sich dadurch etwas Luft zu verschaffen“. Allerdings gehe es dabei derzeit nur um Operationen, bei denen eine Verschiebung medizinisch vertretbar sei.

Personal in Kliniken in Hessen soll für Corona-Fälle geschont werden

Eine der Kliniken in Hessen, die begonnen hat, Operationen wegen der Corona-Pandemie zu verschieben*, ist das Sana Klinikum in Offenbach. Dort werden auch Behandlungen verschoben, um Pflegepersonal und Ärzte zu entlasten. „Dieser Schritt fällt uns nicht leicht, wir übernehmen aber damit Verantwortung für unser Versorgungsgebiet und auch für unsere Beschäftigten“, erklärte Klinik-Geschäftsführer Sascha John. (Marcel Richters mit dpa) *fnp.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Laurent Gillieron/dpa

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