1. Startseite
  2. Hessen

„Corona-Effekt“: Stickstoffdioxid sinkt unter Grenzwert

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Grenzwerte für Stickstoffdioxid
Zahlreiche Autos fahren im Berufsverkehr über eine Straße. © Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

In Hessen sind im vergangenen Jahr die Obergrenzen für das gesundheitsschädliche Stickstoffdioxid (NO2) an nahezu allen Messstationen eingehalten worden. Nach Angaben des Umweltministeriums gibt es somit vorerst weder in Limburg noch in Frankfurt am Main entsprechende Fahrverbote.

Wiesbaden - Nach Angaben des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) sind die Werte zurückgegangen, da wegen der Pandemie-Beschränkungen weniger Autofahrer unterwegs waren. HLNUG-Präsident Thomas Schmid sprach am Mittwoch in Wiesbaden von einem „Corona-Effekt“. Nach Ansicht von Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) haben hingegen die „Luftreinhaltepläne mit den beschlossenen Maßnahmen“ ihre Wirkung gezeigt.

Lediglich an einer Station in Darmstadt (Hügelstraße I) wurde 2021 der HLNUG-Langzeitgrenzwert von 40 Mikrogramm im Jahresmittel mit 40,2 knapp überschritten. Allerdings hat Darmstadt - wie einige andere Städte auch - in seinem Luftreinhalteplan einen eigenen Höchstwert festgelegt, der höher liegt. Zudem ist das Messergebnis noch vorläufig.

Die Luftreinhaltepläne für Frankfurt/Main und Limburg sehen etwa Fahrverbote für bestimmte Straßen vor, wenn der Mittelwert der vergangenen zwölf Monate über 41 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt. Am entscheidenden Messstandort in Limburg (Schiede I) betrug die mittlere Konzentration im vergangenen Jahr 39,9 Mikrogramm, an der Mainzer Landstraße in Frankfurt/Main 38,8 Mikrogramm.

Das HLNUG überwacht landesweit mit mehr als 70 Messstellen die Einhaltung der Werte. Aktuell gibt es in Hessen laut Ministerium nur an zwei Orten in Darmstadt Fahrverbote. dpa

Auch interessant

Kommentare