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Corona-Fall verzögert Prozess gegen Umweltaktivistin

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Gericht
Prozessakten liegen in einem Gerichtssaal. © Thomas Frey/dpa/Symbolbild

Die Fortsetzung des Berufungsprozesses gegen eine Umweltaktivistin vor dem Landgericht Gießen verschiebt sich pandemiebedingt. Der für den 10. März geplante Sitzungstermin könne wegen der Corona-Infektion eines Kammermitglieds nicht stattfinden, teilte das Gericht am Dienstag mit. Der nächste Prozesstag sei nun für den 23. März geplant. Hintergrund des Verfahrens sind die Proteste gegen die Waldrodungen für den Ausbau der Autobahn 49 in Mittelhessen.

Gießen - Die Angeklagte soll im Herbst 2020 bei der Räumung eines Protestcamps im Dannenröder Forst in rund 15 Metern Höhe einen Polizisten mehrfach ins Gesicht und einmal gegen den Kopf getreten sowie einem weiteren Beamten ihr Knie ins Gesicht gestoßen haben. Die Frau, deren Identität weiter unbekannt ist und die allgemein „Ella“ genannt wird, sitzt in Untersuchungshaft.

Der Prozess war zuletzt ins Stocken geraten: Bei der Verhandlung vor gut einer Woche wurde anders als erwartet doch nicht plädiert. Die Verteidigung stellte einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter. Nach der Sitzung habe diese ein weiteres Ablehnungsgesuch gestellt, teilte ein Gerichtssprecher am Dienstag mit. Über die beiden Anträge sei noch nicht entschieden worden.

In erster Instanz hatte das Amtsgericht Alsfeld die Angeklagte unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Dagegen legten die Frau und auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein. dpa

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