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Hessen im Corona-Lockdown: Dutzende Todesfälle – Intensivstationen an Belastungsgrenze

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  • Delia Friess
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    Isabel Wetzel
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    Marcel Richters

Hessen startet in den harten Lockdown. Die Fallzahlen im Land sind immer noch zu hoch – wieder gab es dutzende Todesfälle. Alle Infos im News-Ticker.

  • Die zweite Welle der Corona*-Krise hält Hessen fest im Griff.
  • In vielen Regionen in Hessen liegt die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile über 200.
  • An manchen Kliniken sind die Intensivstationen bereits ausgelastet.

+++ 10.25 Uhr: Die Krankenhäuser schlagen Alarm. Es besteht die Gefahr, dass nicht mehr ausreichend Intensivbetten zur Verfügung stehen. Auf der Corona-Intensivstation in Hanau sind 13 von 22 Intensivbetten mit Corona-Patienten* belegt (Stand 16.12.2020). Neun Personen, die kein Corona haben, nehmen die übrigen Intensivbetten ein. In Hanau ist die Intensivstation damit ausgelastet, berichtet hanauer.de. Am Freitag (11.12.2020) musste die zweite Intensivstation für Corona-Patienten geöffnet werden. Neben der Auslastung der Intensivbetten ist der Mangel an Pflegekräften das größte Problem am Klinikum in Hanau.

In den Krankenhäusern in Gießen sieht die Corona-Lage ähnlich angespannt* aus: Immer mehr Betten auf Corona- und Intensivstationen sind belegt, hinzu kommt ein Mangel an Fachpersonal. „Wir sind an der Belastungsgrenze angelangt. Wir rechnen aber mit weiteren Patienten“, sagte beispielsweise Sebastian Polag, der Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses (EV), wie giessener-allgemeine.de berichtet.

Einige Corona-Intensivstationen in Hessen sind bereits an der Belastungsgrenze. (Symbolbild)

Beginn des Lockdowns in Hessen: 1699 Corona-Neuinfektionen

Update vom Mittwoch, 16.12.2020, 07.55 Uhr: Ab heute gilt in Hessen der harte Lockdown. Die bisherigen Maßnahmen haben leider nicht die erwartete Wirkung gezeigt und die Corona-Fallzahlen in Hessen sind noch immer zu hoch. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden kamen im Land 1.699 Neuinfektionen mit Corona dazu, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (14.12.2020, Stand 0 Uhr) mitteilt. Im selben Zeitraum starben 72 Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Land erhöhte sich damit auf 1.906. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen liegt bei 181,6.

Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist der Odenwaldkreis die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die Inzident liegt hier am Mittwoch bei 289,5. Danach folgen der Main-Kinzig-Kreis (247,5), der Kreis (238,9) und die Offenbach (236,4), die Kreise Wetterau (234,2) und Gießen (233,1) sowie der Kreis Limburg-Weilburg (211,2). Die Stadt Frankfurt hat aktuell eine Inzidenz von 150,3.

Corona in Hessen: Angst vor Lockdown im Einzelhandel und bei Friseuren

+++ 16.02 Uhr: Viele Gewerbetreibende haben vor dem harten Corona-Lockdown in Hessen und Deutschland Angst*, es geht um die Existenz. Stefan Becker, Vorsitzender des Offenbacher Gewerbevereins, sagte op-online.de: „Der Handel möchte dieselbe Unterstützung haben wie die Gastronomie.“ Die Resultate des Lockdowns seien für ihn die gleichen. „Es ist eine sehr lange Phase, und wir brauchen Hilfe. Denn selbst, wenn man uns die gesamten Fixkosten erstattet, hilft das dem Einzelhandel nur bedingt.“

Auch in Frankfurt trifft der zweite Corona-Lockdown* viele unvorbereitet. Vor allem Einzelhändler und Friseure ärgern sich, berichtet fnp.de.

Corona in Hessen: Auch der Einzelhandel muss wegen des zweiten Lockdowns wieder schließen.

Corona in Hessen: Etliche Region mit Inzidenz über 200

+++ 15.01 Uhr: In Hessen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb der vergangenen 24 Stunden um 1.418 angestiegen (Stand 15.12.2020, 0 Uhr). Das meldet das hessische Sozialministerium. Insgesamt haben sich in Hessen damit bislang 109.374 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Montag gab es zudem 79 weitere Todesfälle. Damit sind in Hessen nun insgesamt 1.834 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Unter den Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen weist der Odenwaldkreis die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 281,4. Danach folgen der Kreis Gießen (251,6), der Main-Kinzig-Kreis (251,5), der Wetteraukreis (238,9), der Kreis Offenbach (234,3) und der Kreis Fulda (221,5). Über dem Wert von 200 liegen außerdem die Kreise Groß-Gerau, Limburg-Weilburg, Rheingau-Taunus und der Vogelsberg. Die Stadt Frankfurt hat aktuell eine Inzidenz von 144,6.

  • Kreis Bergstraße: Neuinfektionen 61, Neue Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 150,5
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Neuinfektionen 37, Neue Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 163,7
  • Kreis Fulda: Neuinfektionen 26, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 221,8
  • Kreis Gießen: Neuinfektionen 228, Neue Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 251,6
  • Kreis Groß-Gerau: Neuinfektionen 104, Neue Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz 206,8
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Neuinfektionen 8, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 199,8
  • Hochtaunuskreis: Neuinfektionen 11, Neue Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz 132,0
  • Kreis Kassel: Neuinfektionen 24, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 148,3
  • Lahn-Dill-Kreis: Neuinfektionen 75, Neue Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz 109,7
  • Kreis Limburg-Weilburg: Neuinfektionen 14, Neue Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz 213,7
  • Main-Kinzig-Kreis: Neuinfektionen 239, Neue Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz 251,5
  • Main-Taunus-Kreis: Neuinfektionen 114, Neue Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 135,3
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Neuinfektionen 31, Neue Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 176,9
  • Odenwaldkreis: Neuinfektionen 34, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 281,4
  • Kreis Offenbach: Neuinfektionen 59, Neue Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 234,3
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Neuinfektionen 15, Neue Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 206,7
  • Schwalm-Eder-Kreis: Neuinfektionen 40, Neue Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 194,2
  • Vogelsbergkreis: Neuinfektionen 9, Neue Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 203,5
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Neuinfektionen 0, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 156,7
  • Werra-Meißner-Kreis: Neuinfektionen 10, Neue Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz 95,7
  • Wetteraukreis: Neuinfektionen 67, Neue Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz 238,9
  • Stadt Darmstadt: Neuinfektionen 25, Neue Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 134,5
  • Stadt Frankfurt: Neuinfektionen 50, Neue Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz 144,6
  • Stadt Kassel: Neuinfektionen 19, Neue Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz 179,4
  • Stadt Offenbach: Neuinfektionen 27, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 247,3
  • Stadt Wiesbaden: Neuinfektionen 91, Neue Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 147,2
  • Von Kommunen und Landkreisen selbst gemeldete Werte können von den Zahlen des Sozialministeriums abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen und Landkreise selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des Sozialministeriums.

Corona in Hessen: Viele Regionen mit Corona-Warnstufe „schwarz“ – Impfzentrum startbereit

+++ 13.47 Uhr: In immer mehr Städten und Kreisen in Hessen sind aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus Ausgangssperren geplant oder in Kraft. Das Land Hessen hatte veranlasst, dass Städte, Kreise und Gemeinden, die eine Corona-Inzidenz von mehr als 200 aufweisen, Allgemeinverfügungen erlassen müssen, um nächtliche Ausgangssperren einzuführen. Diese Ausgangssperren gelten jeweils von 21 bis 5 Uhr. Außerdem gibt es in den betroffenen Gebieten ein ganztägiges Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Am Dienstag (13.12.2020) sind in Hessen 13 Städte und Kreise von Ausgangssperren oder einer stark erhöhten Corona-Inzidenz betroffen.

Offenbach bietet Einblick in Corona-Impfzentrum

+++ 12.05 Uhr: Das Gesundheitsamt Offenbach hat Einblicke in den Ablauf einer Corona-Impfung im Impfzentrum* in der Stadthalle gewährt. Dort können sich Personen impfen lassen, sobald ein Impfstoff zugelassen ist. Die Impfung gegen Corona ist freiwillig. Die Impfzentren bieten auch die Möglichkeit einer ärztlichen Beratung vor der Corona-Impfung. Eine Einladung der jeweiligen Stadt oder des Kreises sind nötig. Personen, die sich impfen lassen, müssen außerdem ihren Impfpass und Ausweis mitbringen.

Corona in Hessen: 11 Regionen mit schwarzer Corona-Warnstufe

Update vom Dienstag, 15.12.2020, 06.30 Uhr: In Hessen wurden erneut viele Neuinfektionen gemeldet. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) kamen 1.418 Fälle dazu (Stand 15.12.2020, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Infektionen liegt damit nun bei 109.734. Auch die Zahl der Todesfälle stieg mit 79 stark an. In Hessen sind seit der Pandemie 1.834 Menschen mit oder an Corona verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 183,6.

Unter den kreisfreien Städten und Landkreisen ist der Odenwaldkreis mit einem Inzidenzwert von 281,3 derzeit an der Spitze in Hessen. Danach folgt der Main-Kinzig Kreis (251,8), der Landkreis Gießen (251,6), die Stadt Offenbach (247,9) und der Wetteraukreis (239,3), in dem ab dem heutigen Dienstag eine Ausgangssperre* gilt. Eine 7-Tage-Inzidenz von über 200 haben außerdem der Kreis Offenbach, der Landkreis Fulda, der Kreis Limburg-Weilburg, der Kreis Groß-Gerau und der Rheingau-Taunus-Kreis sowie der Vogelsbergkreis. In Hessen liegen damit 11 Regionen in der schwarzen Stufe des Eskalationskonzepts. Frankfurt rangiert bei 144,8.

Hessen: Sozialministerium meldet sechs weitere Todesfälle

+++ 15.48 Uhr: In Hessen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb der vergangenen 24 Stunden um 955 angestiegen (Stand 14.12.2020, 0 Uhr). Das meldet das hessische Sozialministerium. Insgesamt haben sich in Hessen damit bislang 108.316 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Sonntag gibt es zudem sechs weitere Todesfälle. Damit sind in Hessen nun insgesamt 1.755 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Unter den Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen weist der Wetteraukreis die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die Inzident liegt bei 274,6. Danach folgen die Stadt Offenbach (253,4), der Odenwaldkreis (252,5), der Main-Kinzig-Kreis (246,7), der Kreis Limburg-Weilburg (239,3) und der Kreis Offenbach (233,2). Über dem Wert von 200 liegen außerdem die Kreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Rheingau-Taunus. Die Stadt Frankfurt hat aktuell eine Inzidenz von 148,4. Am Montag sind die veröffentlichten Zahlen meist niedriger als an Wochentagen, da am Wochenende weniger getestet wird und nicht alle Kreise neue Fälle melden. Aus dem Main-Kinzig-Kreis wurde eine negative Zahl neuer Coronafälle gemeldet. Vermutlich handelt es sich dabei um falsch-positive Fälle. Wir bemühen uns um Aufklärung.

Währenddessen hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit einer neuen Allgemeinverfügung auf die steigenden Zahlen im Kreisgebiet reagiert. Wie die Hessische Niedersächsische Allgemeine berichtet*, gilt ab Mittwoch (16.12.2020) zwischen 21 Uhr abends und fünf Uhr morgens eine nächtliche Ausgangssperre sowie ein Alkoholverbot.

Angesichts weiterhin hoher Corona-Fallzahlen kontrolliert die Polizei die Einhaltung der Maskenpflicht (Symbolbild).

Corona in Hessen: Neun Regionen über Inzidenz von 200 – RKI mit aktuellen Zahlen

+++ 10.46 Uhr: Das Land Hessen stellt ab sofort ein Antigentest-Kontingent für Alten- und Pflegeheime bereit. „Es stehen pro Woche 500.000 PoC-Antigentests zur Verfügung“, sagte Sozialminister Kai Klose (Die Grünen) in einer Mitteilung vom Montag (14.12.2020). Die Einrichtungen könnten die Corona-Tests nun einfach und unkompliziert direkt über den Dienstleister bestellen.

Mit dem Verfahren sollen die Einrichtungen in Hessen davon entlastet werden, den Markt selbst nach Testangeboten zu durchforsten. Ebenfalls müssten sie sich nicht mehr mit dem Vergleich von Preisen und der Logistik auseinandersetzen. „Sie können sich auf ihre wichtige Arbeit konzentrieren“, so Klose. Ein sogenannter Antigentest weist Eiweißstrukturen von Sars-CoV-2 nach. Er liefert schnellere Ergebnisse als beispielsweise ein PCR-Test, ist aber nicht so genau. Dafür ist er einfach in der Anwendung, ähnlich simpel wie ein Schwangerschaftstest.

Das Land Hessen stellt Alten- und Pflegeeinrichtungen ein Kontingent an Corona-Antigentests zur Verfügung. (Symbolbild)

Corona-Kabinett beschließt Maßnahmen für Hessen: Bouffier äußert sich im Anschluss

+++ 08.17 Uhr: Ab Mittwoch (16.12.2020) gilt in Hessen wie bundesweit ein harter Lockdown. Unter anderem machen Geschäfte, die nicht Dinge des täglichen Bedarfs anbieten, bis zum 10. Januar zu. Die Präsenzpflicht für Kinder und Jugendliche an den hessischen Schulen wird außerdem ab Mittwoch aufgehoben. Wie genau das im Detail aussehen wird, will das Corona-Kabinett der schwarz-grünen Landesregierung am heutigen Montag beschließen.

Bei dem Treffen in Wiesbaden geht es darum, die in der Bund-Länder-Schalte beschlossenen Maßnahmen mit einer Verordnung für Hessen zu fixieren. Die geplanten Einschränkungen werden im Anschluss von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vorgestellt und erklärt.

Das hessische Corona-Kabinett wird die Regelungen zum Lockdown heute in einer Verordnung festzurren. Ministerpräsident Volker Bouffier äußert sich im Anschluss.

Corona in Hessen: Neun Regionen mit Inzidenz über 200

Update vom Montag, 14.12.2020, 06.34 Uhr: In Hessen sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden 955 Neuinfektionen mit Corona dazugekommen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag, 14.12.2020 mitteilte (Stand 0 Uhr). Damit liegt die Zahl der bisher bestätigten Fälle nun bei 108.316. Sechs weitere Personen sind zudem an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Seit Beginn der Pandemie wurden damit nun insgesamt 1.755 Todesfälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen liegt bei 181,3.

Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist der Wetteraukreis die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf. Die Inzident liegt bei 275,0. Danach folgen Offenbach (254,1), der Odenwaldkreis (252,3), der Main-Kinzig-Kreis (247,1), der Kreis Limburg-Weilburg (239,7) und der Kreis Offenbach (233,3). Über dem Wert von 200 liegen außerdem die Kreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Rheingau-Taunus. Die Stadt Frankfurt hat aktuell eine Inzidenz von 148,5. Die Zahlen vom Montag sind meist niedriger als an Wochentagen, da am Wochenende weniger getestet wird und nicht alle Kreise neue Fälle melden.

Corona in Hessen: Aktuelle Fallzahlen – Lockdown-Entscheidung trifft Wirtschaft hart

+++ 14.29 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für alle Kreise und Städte gemeldet. Landesweit gibt es seit Samstag 1.427 neue Corona-Infektionen (Stand: 13.12.2020, 0 Uhr). Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Infizierten mit dem Coronavirus in Hessen auf 107.361. Die Zahl der Todesfälle in Hessen stieg um weitere 33 auf nun 1.749.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz weist aktuell der Wetteraukreis mit einem Wert von 249,6 auf, der Kreis Offenbach und der Main-Kinzig-Kreis folgen unmittelbar dahinter. Allein im Kreis Fulda gibt es 13 neue Todesfälle zu beklagen. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg wurden mit 142 ungewöhnlich viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Corona in Hessen: Das sagt der Handel zum harten Lockdown

+++ 13.08 Uhr: Auch Hessen kehrt zurück zum harten Lockdown. Bitter für den Einzelhandel, doch der zeigt sogar Verständnis: „Die Entscheidungen treffen Hessens Wirtschaft hart. Das bedeutet gravierende Einschnitte, nach anderen Gewerben nun auch für den Einzelhandel im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Doch angesichts der Infektionszahlen nimmt Hessens Wirtschaft die Entscheidungen verantwortungsbewusst hin. Jetzt gilt es, wirtschaftliche Existenzen zu bewahren und die Überforderung der Staates zu vermeiden. Eine komplexe Aufgabe, die wir nur gemeinsam lösen können“, sagt Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

Corona in Hessen: Auch der Einzelhandel muss wegen des zweiten Lockdowns wieder schließen.

Die Existenzen der jetzt betroffenen Einzelhändler gelte es zielgenau zu schützen: „Ihr Überleben muss gesichert werden“. Notwendige Hilfen sollten schnell fließen. Die Politik bemühe sich redlich um Schadensbegrenzung. Doch das lange Warten auf die November- und Dezemberhilfen zehre an den Reserven der Betroffenen. „Wir erhoffen uns, dass der harte Lockdown das Infektionsgeschehen erheblich senkt. Und Wirtschaften schnell wieder für jetzt geschlossene Betriebe möglich wird“, so Flammer.

Corona in Hessen: Wenige Verstöße gegen Ausgangssperren

+++ 12.07 Uhr: Seit Freitag (11.12.2020) gelten in Corona-Hotspots in Hessen nächtliche Ausgangssperren. Es gab in der Nacht zum Sonntag (13.12.2020) nur wenige Verstöße gegen sie, wie die Polizeipräsidien mitteilen. „Wir haben im Kreis Groß-Gerau mehrere Dutzend Menschen kontrolliert“, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. „Etwa 20 Verstöße haben wir dabei festgestellt.“ Diese Menschen erwarte eine Strafe von 200 Euro.

Ein Polizeisprecher aus dem Kreis Fulda berichtete, es sei alles in Ordnung gewesen. „Die Leute haben sich überwiegend daran gehalten.“ Auch aus Offenbach hieß es: „Alles ruhig.“ Im Kreis Gießen, wo die nächtliche Ausgangsbeschränkung seit Mitternacht gilt, berichtete ein Polizeisprecher von drei Einsätzen wegen Verstößen. „Das ist jetzt die Anfangszeit, in der noch nicht jeder informiert ist“, teilte der Sprecher am Sonntagmorgen mit.

In einigen Gebieten in Hessen gelten wegen hoher Inzidenzen nächtliche Ausgangssperren. Die Polizei meldet nur wenige Verstöße.

Corona in Hessen: Eskalationsstufe schwarz in vielen Städten und Kreisen - Aktuelle Zahl der Neuinfektionen

+++ Sonntag, 13.12.2020, 09:01 Uhr: Hessen zählt am Sonntag 1.427 weitere Corona-Neuinfektionen - weniger als am Vortag, da waren es 3.116. Das liegt auch daran, dass nicht alle Gesundheitsämter am Sonntag besetzt sind und so Daten auch einigen Regionen fehlen. Laut Robert Koch-Institut (Stand: 13.12.2020, 0.00 Uhr) wurden damit seit Beginn der Pandemie 107.361 Fälle in Hessen registriert. Aktiv sind derzeit etwa 27.800 Fälle. Zudem sind 33 weitere Menschen mit dem Coronavirus gestorben, was die Zahl der Todesfälle auf 1.749 steigen lässt. Die 7-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen und liegt bei 176,8.

Im Wetteraukreis ist die 7-Tage-Inzidenz weiter gestiegen. Lag sie am Samstag noch bei 235,4, meldet das RKI am Sonntag 250 Fälle auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Knapp dahinter liegt der Kreis Offenbach mit einer Inzidenz von 248,7, die Stadt Offenbach mit 247,2 Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen und der Main-Kinzig-Kreis mit einer Inzidenz von 247,3. Damit liegen sie weiterhin über der kritischen Schwelle von 200 und in Stufe Schwarz. In Frankfurt wurden im Vergleich zum Vortag 116 neue Corona-Infektionen registriert. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt etwas von 151,2 auf 146,6. Ein Todesfall kam in Frankfurt dazu.

Offenbach ist weiterhin einer der Corona-Hotspots in Hessen.

Corona-Krise in Hessen: Erneut viele Tote – Intensiv-Pflegekräfte „fix und fertig“

+++ 19.59 Uhr: Die Situation in Frankfurts Kliniken spitzt sich aufgrund hoher Corona-Infektionszahlen zu. „Das Personal auf den Intensivstationen ist fix und fertig. Sie sind erschöpft“, sagte Hilke Sauthof-Schäfer, Verdi-Gewerkschaftssekretärin, der „Frankfurter Neuen Presse“. Am Freitag (11.12.2020) waren in Frankfurt 261 von 295 Intensivbetten belegt. 28 Prozent der Betten waren von Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, belegt.

Corona-Krise in Hessen: intensiv-Pflegkräfte arbeiten am Limit

„Die Kollegen wissen nicht, wie sie das noch länger durchhalten sollen. Und sie haben Angst vor dem Januar, wenn sich die Zahl der Neuinfektionen nicht bald ändert“, so Sauthof-Schäfer. Dass Menschen sterben, das würde das Pflegepersonal kennen, aber nicht in dieser Häufigkeit, unter diesen Bedingungen. Normalerweise sterbe, wenn überhaupt, ein Patient in einer Woche. Jetzt müsse man mit einem Patienten und mehr pro Schicht rechnen. „Das belastet extrem.“

Bei vielen Intensiv-Pflegekräften in Frankfurt gehe zusätzlich zur Arbeitsbelastung die ständige Angst um, sich selbst mit dem Coronavirus anzustecken.

Immer mehr Regionen in Hessen erreichen schwarze Corona-Stufe

+++ 17.10 Uhr: Das Hessische Sozialministerium hat die aktuellen Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Insgesamt gab es im Land 3.117 Corona-Neuinfektionen, 57 Menschen sind in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Immer mehr Städte und Kreise erreichen die neue Alarmstufe schwarz des hessischen Eskalationskonzeptes.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Samstag (12.12.2020) in neun Stadt- und Landkreisen über dem kritischen Wert von 200. Damit drohen in diesen Kreisen verschärfte Regeln, unter anderem mit einer Ausgangssperre. Corona-Hotspots mit den höchsten Inzidenzwerten sind weiterhin die Stadt Offenbach (244,3) und der Main-Kinzig-Kreis (243,9). Die Kreise Limburg-Weilburg (192,2) und der Vogelsbergkreis (188,4) liegen nur knapp unter dem Schwellenwert zur höchsten Warnstufe.

Corona in Hessen: 360 Neuinfektionen in Frankfurt, Zehn Todesfälle im Kreis Offenbach

Die meisten neuen Corona-Fälle wurden in Frankfurt gemeldet. Dort gibt es am Samstag 360 Neuinfektionen, im Wetteraukreis sind es 278. Im Kreis Gießen wurden 134 weitere Personen positiv auf Corona getestet und im Main-Kinzig-Kreis 233.

Die Corona-Pandemie hat Hessen weiter fest im Griff. Die Zahlen steigen weiterhin deutlich zu schnell.

Corona in Hessen: Bouffier erwartet harten Lockdown ‒ Frankfurt entsetzt mit Werbe-Aktion

+++ 15.00 Uhr: Die Stadt Frankfurt hat am Freitag eine Werbe-Aktion angekündigt: Unter dem Motto „Am 12.12. sind wir alle Kinder“, sollten alle zum vergünstigten Preis mit Bus und Bahn unterwegs sein können. Auch Erwachsene sollen sich also einfach Kindertickets kaufen können. Durch die günstigen RMV-Preise in Frankfurt sollen die Fahrgäste günstiger nach zu den Läden und Geschäften in der Stadt kommen, um ihre Weihnachtseinkäufe, zum Beispiel auf der Zeil, tätigen zu können. Für den angeschlagenen Handel erstmal keine schlechte Idee, sogar eine sehr gut gemeinte Aktion, wäre da nicht die Corona-Pandemie.

Die Aktion sorgt in der aktuellen Situation für Unverständnis und Kritik. Besonders die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ist entsetzt von der Kinderticket-Aktion* in ihrer Stadt. Sie teilte auf Twitter einen Tweet, in dem ein sofortiger Lockdown gefordert wird. „Währenddessen werden die Frankfurter morgen zum Weihnachts-Shoppen aufgefordert - und können sogar extra preiswert den ÖPNV nutzen. Ist heute der 1. April?“, fragt sie. OB Feldmann hat sich am Samstag (12.12.2020) für die Aktion entschuldigt. Sie sei vor mehreren Monaten geplant worden, schrieb er auf Twitter.

Corona in Hessen: Mehr als 3.000 Neuinfektionen – Bouffier erwartet harten Lockdown

Update vom Samstag, 12.12.2020, 8.45 Uhr: In Hessen werden im Vergleich zum Vortag 3.116 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen. Demnach liegt die Gesamtzahl der Infizierten mittlerweile bei 105.934. Davon gelten rund 27.200 Fälle als „aktiv“. Zudem gab es 57 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19. In Hessen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 1.716 Todesfälle vermeldet. Die 7-Tage-Inzidenz des Landes liegt aktuell bei 173,5.

Corona-Hotspots in Hessen bleiben die Stadt Offenbach mit einer 7-Tage-Inzidenz von 244,9 und der Main-Kinzig-Kreis mit 244,2. Dicht dahinter der Wetteraukreis mit einem Wert von 235,8 und der Kreis Offenbach mit 232,4. Auch die Werte der Landkreise Fulda und Gießen mit 219,1 und 215,7 sowie der Kreis Groß-Gerau (219,8) und der Rheingau-Taunus-Kreis (209,4) befinden sich über der höchsten Warnstufe, die bei einer Inzidenz von 200 gilt. In Frankfurt wurden 360 Corona-Neuinfektionen registriert. Vier weitere Personen starben. Die Inzidenz liegt bei 151,2.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen steigt Mitte Dezember erneut an.

Corona in Hessen: Inzidenz im Odenwaldkreis steigt

+++ 21.00 Uhr: Der Kreissausschuss des Odenwaldkreises hat bekannt gegeben, dass die Inzidenz auf 224,4 gestiegen ist. Der Wert sei auf eigene Berechnungen zurückzuführen. In den letzten sieben Tagen haben sich im Odenwaldkreis 217 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, teilte der Kreisausschuss außerdem mit. In Hessen werden, wenn drei Tage hintereinander der Inzidenzwert überschritten wird, Maßnahmen wie eine nächtliche Ausgangssperre oder Alkoholverbot in der Öffentlichkeit eingeleitet. Dies betrifft den Odenwaldkreis jedoch bisher noch nicht.

+++ 15.00 Uhr: Nicht nur für ganz Deutschland wurde diese Woche ein Höchststand an Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages verzeichnet. Auch im Odenwaldkreis wurde ein Rekord an Neuinfektionen bei den Gesundheitsämtern registriert: Laut dem Kreisausschuss Odenwald sind am Donnerstag (10.12.2020) 49 Personen im Odenwaldkreis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Infektionssaldo liegt im Odenwaldkreis aktuell bei 301 (Stand: Donnerstag, 11.12.2020). Dabei handelt es sich um die höchsten an einem Tag erfassten Werte.

Während die Zahl der Corona-Infektionen und der Todesfälle weiter steigen, sendet Frankfurt ein Zeichen der Hoffnung für Hessen.

Odenwaldkreis: Höchststand an Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Odenwaldkreis

Insgesamt sind aktuell 1604 Personen mit dem Coronavirus infiziert. 1222 haben eine Corona-Infektion überstanden. 33 Personen aus dem Odenwaldkreis befinden sich momentan infolge einer Corona-Infektion im Krankenhaus, davon werden sechs intensivmedizinisch betreut. Weitere Tote wurden jedoch nicht gemeldet.

Infektionszahlen für den Odenwaldkreis (Stand 11.12.2020):

Erbach 29
Michelstadt57
Höchst 23
Lützelbach20
Breuberg15
Bad König 25
Brombachtal5
Oberzent8
Mossautal3
Brensbach4
Reichelsheim1
Fränkisch-Crumbach1

+++ 14.09 Uhr: Offenbach und Frankfurt setzen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine gemeinsame Strategie. Unter dem Motto „Willste – Musste“ sollen laut den beiden Städten „die Sorgen der Bevölkerung aufgegriffen“ und das Verständnis für die AHA-L-Regeln in Hessen erhöht werden.

Die Kampagne richtet sich spezielle an jüngere Menschen und soll „ohne erhobenen Zeigefinger“ auskommen. Wöchentlich sollen die Protagonistinnen und Protagonisten Ata Macias (DJ), Evren Gezer (Radiomoderatorin), Younes Zarou (Influencer), Heidi Jung (Gärtnerin) und Benne Schröder (Radiomoderator) in kurzen Filme über die Corona-Lage im Süden von Hessen aufklären. Die dafür produzierten Videos erscheinen auf den Websites des beiden Städte und in den Social-Media-Kanälen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Bouffier warnt vor zu rigorosen Corona-Verschärfungen

+++ 13.58 Uhr: Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier warnt am Freitag (11.12.2020) im Landtag vor zu rigorosen Corona-Maßnahmen. Bouffier erwartet spätestens nach Weihnachten eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Es sei aber insbesondere für ältere Menschen und Bewohner von Pflegeheimen sehr wichtig, gerade an Weihnachten der Kontakt zur Familie haben zu können. Es müsse sehr genau überlegt werden, ob es menschlich vertretbar ist, wenn diese gerade an Weihnachten überhaupt keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie haben, so Bouffier.

Corona in Hessen: Bouffier setzt auf bundesweit einheitliche Corona-Regeln

Der Ministerpräsident rief eindringlich dazu auf bundesweit einheitlichen Corona-Regelung zu treffen, sobald ein harter Lockdown beschlossen wird. Dabei gehe es vor allem um die mögliche Schließung von Schulen und Geschäften sowie die Kontakte an Weihnachten. Die Bevölkerung brauche eine entschlossene Antwort der Länder und der Bundesregierung auf offene Fragen zu den Wirtschaftshilfen, für die Schulen und die Kontaktregeln, betonte der Ministerpräsident von Hessen.

Auch wegen des Weihnachtsgeschäfts, das der angeschlagene Handel dringend braucht, seien die Beratungen noch nicht abgeschlossen, wann es zu dem harten Lockdown in Hessen und Deutschland kommen kann. Sei er bereits ab dem 20. Dezember geplant, gehe ein großer Teil dieses Geschäfts verloren. Nach Angaben von Bouffier steht noch nicht sicher fest, ob es an diesem Sonntag (13.12.2020) eine Bund-Länder-Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel geben wird.

Fast 60 neue Corona-Todesfälle in Hessen - Sieben Kreise auf Warnstufe „schwarz“

Update vom Freitag, 11.12.2020, 6.37 Uhr: In Hessen wurden seit dem Vortag 1.917 neue Corona-Infektionen registriert. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem täglichen Lagebericht. Damit haben sich insgesamt in Hessen 102.817 Menschen mit dem Virus infiziert. Aktuell sind laut RKI im Bundesland rund 25.400 Fälle aktiv. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hessen stieg um 58 weitere Verstorbene. Damit steigt die Gesamtzahl der Toten auf 1.659. Die Inzidenz in Hessen beträgt laut RKI am Freitag 152,2.

Die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Region ist nach wie vor die Stadt Offenbach. Dort liegt die Inzidenz bei 253,3 und damit weiterhin auf Warnstufe „schwarz“, welche das Land Hessen für eine Inzidenz von mehr als 200 definiert hat. Dahinter folgt weiterhin der Main-Kinzig-Kreis mit einem Wert von 233,7. Auch die Kreise Groß-Gerau (212,9), Limburg-Weilburg (207,7), Offenbach (206,6) und Rheingau-Taunus (205,2) liegen über der höchsten Warnstufe. Die niedrigste Corona-Inzidenz in Hessen weist nach wie vor der Werra-Meißner-Kreis auf, dort liegt der Wert bei 88,4.

Während die Zahl der Corona-Infektionen und der Todesfälle weiter steigen, sendet Frankfurt ein Zeichen der Hoffnung für Hessen.

Schulen sollen trotz vieler Corona-Neuinfektionen offen bleiben

+++ 17.10 Uhr: Das hessische Kultusministerium hat am Donnerstag (10.12.2020) einen neuen Corona-Beschluss verabschiedet. Nach Angaben der Deutschen Presse Agentur sollen die Schulen in Hessen trotz regional anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen nicht flächendeckend geschlossen werden. Eine Schließung wird demnach jeweils im Einzelfall geprüft.

Zuvor hatte das Land Hessen das mehrstufige Corona-Eskalationskonzept des Landes Hessen um eine Stufe erweitert. Die neue Stufe gilt, wenn der kritische Wert von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen an mindestens drei Tagen in Folge erreicht wird. Beispielsweise der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Offenbach am Main haben diese Marke inzwischen überschritten.

In einem neuen Corona-Beschluss hielt das Kultusministerium fest, was mit Schulen in diesen Corona-Hotspot-Regionen passieren soll. Neben einer flächendeckenden Schließung der Schulen distanzierte sich das Ministerium in Hessen auch von Homeschooling per Videoschalte. Möglich sei unter anderem, dass Klassen ab der Stufe 8 in Gruppen aufgeteilt und wechselweise unterrichtet werden. Ausgenommen sind Abschlussklassen.

Neue Corona-Fallzahlen für Hessen veröffentlicht

+++ 15.20 Uhr: Auch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat neue Corona-Zahlen veröffentlicht. Die Stadt Offenbach ist weiterhin ein Corona-Hotspot in Hessen. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt in Offenbach bei 258. Im benachbarten Main-Kinzig-Kreis ist die Inzidenz ebenfalls sehr hoch. Sie liegt bei 234,4.

Corona hält Hessen in Bann: 160 Neuinfektionen in Frankfurt, Sechs Todesfälle in Gießen

Die meisten neuen Corona-Fälle wurden in Frankfurt gemeldet. Dort gibt es 160 Neuinfektionen. Im Rheingau-Taunus-Kreis wurden 134 weitere Personen positiv auf Corona getestet. Im Main-Kinzig-Kreis wurden 129 Neuinfektionen mit Corona gemeldet. Der Main-Taunus-Kreis, der Schwalm-Eder-Kreis, der Wetteraukreis und der Landkreis Marburg-Biedenkopf haben heute keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

In Hessen gibt es so viele Corona-Infizierte wie noch nie

Im Kreis Gießen wurden heute sechs Todesfälle gemeldet. Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gibt es in Wiesbaden (4), im Rheingau-Taunus-Kreis (4), Frankfurt (3), Hochtaunus (2), Limburg-Weilburg (1), Landkreis Offenbach (1), Kreis Bergstraße (1), Werra-Meißner-Kreis (1) und im Kreis Groß-Gerau (1).

Hessischer Kampf gegen Corona: Impfzentren startklar

+++ 11.30 Uhr: Die Corona-Impfzentren in Hessen stehen in den Startlöchern. Wie das hessische Innenministerium am Donnerstagmorgen (10.12.2020) mitteilt, liegen die Kommunen beim Aufbau der Stationen für die geplanten Impfungen gegen Covid-19 im Zeitplan. Die Städte und Landkreise in Hessen sollen bis zum morgigen Freitag (11.12.2020) ihre Impfzentren fertig haben, so sieht es der Einsatzbefehl des Landes an die Kommunen vor. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte gegenüber hessenschau.de, das würden voraussichtlich auch alle schaffen. Insgesamt sollen im Land 28 Corona-Impfzentren eingerichtet werden. Die meisten davon seien so gut wie fertig.

Der hessische Innenminister Peter Beuth erklärt am Donnerstag im Landtag außerdem, dass der Bund die Kosten für den Impfstoff tragen wird. Die Kosten für den Betrieb der 28 Impfzentren im Land sei mit 170 Millionen Euro für die ersten Monate gedeckt. Zur Terminvereinbarung für die Corona-Impfungen wird es ein Online-Portal und eine Hotline geben, so Beuth. Die Bundesregierung arbeite derzeit an einer einheitlichen Lösung.

Überall in Europa sterben vor allem Ältere an Covid-19. Hier ein Bild aus einem Leichenhaus in Spanien.

Corona in Hessen: Erstmals mehr als 100.000 Infizierte

Update vom Donnerstag, 10.12.2020, 6.45 Uhr: Von Mittwoch auf Donnerstag sind in Hessen 1.340 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Gesamtzahl der registrierten Erkrankungen steigt damit auf 100.900 und überschreitet erstmals die Schwelle von 100.000 in diesem Bundesland. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI) in seiner täglichen Statistik. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hessen stieg um 23 weitere auf nun 1.601. Die Inzidenz im Bundesland beträgt 151,4. Im bundesweiten Vergleich liegt Hessen damit im Mittelfeld. Die höchste Inzidenz weist Sachsen mit einem Wert von 309,6 auf. Der niedrigste Wert ist mit 58,7 in Schleswig-Holstein zu finden.

Nach wie vor ist die Stadt Offenbach die Region in Hessen mit der höchsten Inzidenz. Dort liegt der Wert bei 258,7. An zweiter Stelle folgt der Main-Kinzig-Kreis mit einem Wert von 234,7. Die niedrigste Corona-Inzidenz in Hessen hat der Werra-Meißner-Kreis. Im dortigen Kreis im Norden von Hessen liegt der Wert mit 77,5 nur noch leicht über der höchsten Warnstufe des Landes von 75. Die Inzidenz gibt an, wie viele Personen sich in den vergangenen sieben Tagen in einem bestimmten Gebiet auf 100.000 Einwohner neu mit dem Coronavirus infiziert haben und entsprechend registriert wurden.

Skisprung-Weltcup in Willingen ohne Zuschauer

Update vom Mittwoch, 09.12.2020, 20.18 Uhr: Nachdem zunächst noch Hoffnung bestanden hatte, folgte nun der Dämpfer. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird der Skisprung-Weltcup im hessischen Willingen vom 29. bis 31. Januar 2021 ohne Zuschauer ausgetragen.

Aufgrund der derzeitigen Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie sei auch kein kleines Publikum möglich, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. „Ich bin sehr enttäuscht, dass bei beiden Skispringen keine Fans an der Mühlenkopfschanze sein können, aber die Gesundheit für alle hat Vorrang in diesen für alle schweren Zeiten“, sagte Ski-Club-Präsident Jürgen Hensel* laut hna.de. Zuvor war der für Heiligabend geplante Gottesdienst auf der Skisprungschanze in Willingen wegen der Pandemie-Lage abgesagt worden.

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Fünf Regionen über Inzidenz von 200 - Aktuelle Fallzahlen 

Erstmeldung vom 09.12.2020: Frankfurt – Nach wie vor hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen kaum verändert. Am Mittwoch (09.12.2020) meldet das Robert Koch-Institut (RKI) 1.658 neu registrierte Corona-Fälle für das Bundesland. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag bei 157,8. Die Zahl der in Zusammenhang mit dem Virus Verstorbenen lag innerhalb der letzten 24 Stunden bei 49.

Insgesamt haben sich laut RKI in den letzten sieben Tagen 9.890 Menschen in Hessen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der registrierten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Bundesland auf 99.560. Verstorben sind gemäß RKI in Hessen insgesamt 1.578 mit oder an dem Coronavirus. Aktiv mit dem Coronavirus infiziert sind in Hessen derzeit etwa 25.600 Menschen. Rund 72.300 sind seit Beginn der Ansteckungen wieder genesen.

Noch immer ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen hoch. Gleich mehreren Regionen drohen Ausgangssperren.

Neue Maßnahmen für Corona-Hotspots in Hessen

Um die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu senken, hat die Landesregierung am Dienstag (08.12.2020) bekannt gegeben, dass in den hessischen „Hotspots“, in denen die Inzidenz langfristig über einem Wert von 200 liegt, nächtliche Ausgangssperren eingeführt werden. So soll es in diesen Städten und Kreisen zwischen 21 und 5 Uhr nicht erlaubt sein, sich „ohne triftigen Grund“ in der Öffentlichkeit aufzuhalten. Als triftige Gründe wurden dabei unter anderem medizinische Versorgung, berufliche Verpflichtungen und die Begleitung von Sterbenden definiert. Gelten sollen die neuen Beschränkungen vorerst bis zum 10. Januar.

Corona in Hessen: In fünf Regionen drohen Ausgangssperren

Derzeit gibt es fünf dieser sogenannten Corona-Hotspots in Hessen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt derzeit in der Stadt Offenbach sowie in den Kreisen Groß-Gerau, Limburg-Weilburg, Main-Kinzig und Offenbach über dem kritischen Wert von 200. Die Neuinfektionen verteilen sich wie folgt auf di Städte und Kreise in Hessen:

Begleitet werden die Ausgangssperren für Hotspots von weiteren Maßnahmen. So darf in der Öffentlichkeit in den betroffenen Gebieten den gesamten Tag über kein Alkohol konsumiert werden. Außerdem empfiehlt das Land Hessen, dass auch „schulspezifische Maßnahmen“ zur Eindämmung des Coronavirus getroffen werden können. Wie genau diese aussehen, wurde noch nicht festgelegt, als Beispiel wird jedoch Wechselunterricht ab der Jahrgangsstufe 8 genannt.

Hessen will bald mit Corona-Impfungen beginnen

Am Mittwoch liegt die Inzidenz in fünf Kreisen in Hessen über dem Schwellwert von 200. Am höchsten ist der Wert in der Stadt Offenbach mit 253,3, gefolgt vom Main-Kinzig-Kreis mit 245,6. Im Kreis Limburg-Weilburg liegt die Corona-Inzidenz am Mittwoch bei 211,7, im Kreis Offenbach bei 209,4 und im Kreis Groß-Gerau bei 203,8.

Um der Corona-Pandemie beizukommen, will das Land Hessen schon bald mit den Impfungen beginnen. Wie das Land mitteilt, sind derzeit 28 Impfzentren im Aufbau. Diese sollen von 7 bis 22 Uhr geöffnet sein und von Montag bis Sonntag jeweils 1000 Menschen pro Tag versorgen können. (Marcel Richters) *fnp.de, giessener-allgemeine.de, hanauer.de, hna.de, op-online.de und wetterauer-zeitung.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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