Eine Mitarbeiterin eines mobilen Impfteams bereitet den Arm einer zu impfenden Bewohnerin eines Alten- und Pflegeheims auf die Injektion der Impfstoff-Dosis vor.
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So ging die Impfkampagne in den Alten- und Pflegeheimen los: Mit mobilen Impfteams. In Hessen infizierten sich zum Teil auch nach einer Schutzimpfung noch Bewohner solcher Einrichtungen.

Schutz vor Corona

Corona in Hessen: Nach Impfung infiziert – Landesregierung nennt Zahlen für Alten- und Pflegeheime

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
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In Hessen haben sich Bewohner in zahlreichen Alten- und Pflegeheimen mit dem Coronavirus infiziert – obwohl dort zuvor Impfungen verabreicht worden waren.

Wiesbaden – In Hessen wurden in knapp 60 Alten- oder Pflegeheimen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen, wo bereits Impfungen verabreicht worden waren. Das berichtet die hessische Landesregierung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Rolf Kahnt, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Die Zahl beruht laut der Antwort auf Daten, die bis zum 31. März dieses Jahres erhoben wurden, wobei Erst- als auch Zweitimpfungen in die Auswertung einflossen.

Das Sozialministerium Hessens erklärt den Wert über einen Verweis auf die Schutzwirkung der verwendeten Impfstoffe: Keiner der verwendeten Vakzine sorge für einen 100-prozentigen Schutz vor einer Coronainfektion. Wichtig seien die Impfungen trotzdem gewesen, denn der Schutz falle immer noch hoch aus, und bewahre Geimpfte außerdem vor schwereren Krankheitsverläufen und vermindere die Todesfälle, so das Ministerium.

Impfungen in Altenheimen in Hessen: Aktive Infektion zum Teil erst nach Impfung entdeckt

Auch verweist das Ministerium darauf, dass man Infektionen, die vor der Impfung auftraten, in bestimmten Fällen auch erst nach der Impfung festgestellt habe. Mittlerweile hätten „nahezu“ alle Bewohner der Alten- und Pflegeheime in Hessen eine Impfung erhalten. Die Impfbereitschaft sei ingesamt hoch gewesen, berichtet das Ministerium.

Forschern aus Frankfurt ist es derweil offenbar gelungen, die Ursache selten auftretender Sinusthrombosen nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca bzw. Johnson & Johnson zu identifizieren. Die Wissenschaftler sind auf Grundlage ihrer vorab veröffentlichten (und damit bisher noch nicht von Fachkollegen geprüften) Studie zuversichtlich, einen Weg gefunden zu haben, die Impfstoffe entsprechend anpassen und sicherer machen zu können.(mp)

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