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Corona in Hessen: RKI meldet aktuelle Fallzahlen – weitere Neuinfektionen und Todesfälle

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  • Isabel Wetzel
    Isabel Wetzel
  • Sebastian Richter
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    Marcel Richters

In Hessen wütet die Corona-Krise, doch die Zahlen des RKI lassen ein wenig hoffen. Die Neuinfektionen sinken am zweiten Tag in Folge. Die Inzidenz eines Kreises fällt unter die Marke von 300. Der News-Ticker.

  • Auch im Dezember steigt die Zahl der Corona*-Fälle in Hessen weiter an.
  • Bei den aktuell hohen Inzidenzen liegen die Hoffnungen vielerorts auf dem Corona-Lockdown.
  • Das RKI verkündet die aktuellen Fallzahlen für Hessen.

Update von Dienstag, 22.12.2020, 6.40 Uhr: Noch immer hat die Corona-Pandemie Hessen im Griff, das zeigen die aktuellen Fallzahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Doch auch am heutigen Dienstag kamen wieder weniger Neuinfektionen hinzu als am Montag (21.12.2020). Das RKI verzeichnete innerhalb der letzten 24 Stunden einen Anstieg von 676 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (Stand 22.12.2020, 0 Uhr). Am Vortag waren es noch 1.246 und am Sonntag (20.12.2020) betrug die Zahl der Neuinfektionen 2.019. Weiterhin meldet das RKI 53 weitere Todesfälle.

Noch immer sind die Inzidenzen in Hessen hoch, doch die Neuinfektionen sinken am zweiten Tag in Folge (Symbolbild).

Corona in Hessen: RKI meldet aktuelle Zahlen – Main-Kinzig-Kreis unter der Marke 300

Noch immer ist die Inzidenz im Odenwaldkreis hoch, sie ist jedoch im Vergleich zum Vortag etwas gesunken und liegt jetzt bei 328,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Danach folgen der Kreis Limburg-Weilburg (311,8) und der Landkreis Waldeck-Frankenberg (306,3). Die Inzidenz im Vogelsbergkreis liegt bei 286,8 und Kreis Hersfeld-Rotenburg bei 296,6. Im Main-Kinzig-Kreis ist die Inzidenz wieder unter die Marke von 300 gefallen und liegt aktuell bei 271,1, meldet das RKI. Auch in Frankfurt ist die Inzidenz etwas gefallen und liegt bei 163,9.

Von Kommunen selbst gemeldete Werte können von den RKI-Zahlen abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI.

Corona in Hessen: 14 Städte und Kreise überschreiten Warnstufe schwarz – aktuelle Fallzahlen

+++ 17.15 Uhr: Das Hessische Sozialministerium hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für Hessen veröffentlicht. Nach Angaben des Ministeriums gab es in den vergangenen 24 Stunden in Hessen 1.246 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (Stand 21.12.2020, 0 Uhr). Im selben Zeitraum sind 26 Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Das Land Hessen erreicht mittlerweile eine 7-Tage-Inzidenz von 209,1 und liegt damit auch im Gesamtwert im schwarzen Bereich des hessischen Eskalationskonzepts.

Der Kreis Gießen vermeldet am Montag (21.12.2020) die meisten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. 243 Menschen wurden innerhalb der letzten 24 Stunden positiv auf das Corona-Virus getestet. Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche verzeichnet dagegen der Odenwaldkreis. Die Inzidenz im Kreis liegt nach Angaben des Sozialministeriums bei 357. Danach folgen die Kreise Waldeck-Frankfenberg (313,4), der Kreis Limburg-Weilburg (307,2) und der Main-Kinzig-Kreis (306,6). Insgesamt 14 von 26 Städten und Kreisen in Hessen liegen am Montag über einer Inzidenz von 200 und überschreiten damit die Warnstufe schwarz.

  • Kreis Bergstraße: Neuinfektionen 55, Neue Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz 209,7
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Neuinfektionen 41, Neue Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz 213,4
  • Kreis Fulda: Neuinfektionen 49, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 238,1
  • Kreis Gießen: Neuinfektionen 243, Neue Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz 271,2
  • Kreis Groß-Gerau: Neuinfektionen 27, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 195,6
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Neuinfektionen 77, Neue Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz 286,8
  • Hochtaunuskreis: Neuinfektionen 17, Neue Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz 108
  • Kreis Kassel: Neuinfektionen 96, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 191,8
  • Lahn-Dill-Kreis: Neuinfektionen 68, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 169,3
  • Kreis Limburg-Weilburg: Neuinfektionen 141, Neue Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz 307,2
  • Main-Kinzig-Kreis: Neuinfektionen 0, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 306,6
  • Main-Taunus-Kreis: Neuinfektionen 0, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 111,4
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Neuinfektionen 0, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 192,3
  • Odenwaldkreis: Neuinfektionen 13, Neue Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz 357
  • Kreis Offenbach: Neuinfektionen 47, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 218
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Neuinfektionen 29, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 172
  • Schwalm-Eder-Kreis: Neuinfektionen 20, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 254,9
  • Vogelsbergkreis: Neuinfektionen 10, Neue Todesfälle 1, 7-Tage-Inzidenz 285
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Neuinfektionen 64, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 313,4
  • Werra-Meißner-Kreis: Neuinfektionen 7, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 106,6
  • Wetteraukreis: Neuinfektionen 54, Neue Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 213,7
  • Stadt Darmstadt: Neuinfektionen 14, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 145,1
  • Stadt Frankfurt: Neuinfektionen 40, Neue Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 176,1
  • Stadt Kassel: Neuinfektionen 55, Neue Todesfälle 2, 7-Tage-Inzidenz 181,4
  • Stadt Offenbach: Neuinfektionen 0, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 222
  • Stadt Wiesbaden: Neuinfektionen 79, Neue Todesfälle 0, 7-Tage-Inzidenz 144,7
  • Von Kommunen und Landkreisen selbst gemeldete Werte können von den Zahlen des Sozialministeriums abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen und Landkreise selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des Sozialministeriums.

Corona in Hessen: Kurz vor dem Kollaps ‒ Verdi fordert eine „Task Force - Altenpflege“

+++ 14.16 Uhr: Nachdem in jüngster Zeit bereits in zwei hessischen Seniorenheimen ein Großteil des Pflegepersonals wegen Corona-Infektionen ausgefallen war, sieht die Gewerkschaft Verdi nun die Landesregierung in der Verantwortung. „Die stationären Pflegeeinrichtungen dürfen nicht länger mit der Pandemiebewältigung allein gelassen werden“, sagte Georg Schulze, hessischer Fachbereichsleiter für Gesundheit und soziale Dienste. 

Die Corona-Krise treibt nicht nur Krankenhäuser an den Rand des Kollaps: Die Gewerkschaft Verdi fordert jetzt mehr Unterstützung für Pflegeeinrichtungen in Hessen (Symbolbild).

Noch immer seien in nicht allen Pflegeeinrichtungen Corona-Schnelltests einsatzbereit, mancherorts fehle es auch noch an der notwendigen Schutzausrüstung, bemängelt der Gewerkschafter. Obwohl laut Verdi schon vor der Corona-Pandemie in den meisten Einrichtungen ein Mangel an Pflegepersonal geherrscht habe, müsste das vorhandene Personal jetzt auch noch zusätzliche Aufgaben übernehmen. „Wenn dann noch weitere Pflegekräfte durch Krankheit und Quarantäne ausfallen, stehen die Einrichtungen vor dem Kollaps“, so Schulze.

Die Gewerkschaft fordert daher von der Landesregierung, dass auch in Hessen kurzfristig flächendeckende Schutzmaßnahmen für ältere Menschen entsprechend des „Tübinger Modells“ eingeführt werden. Neben regelmäßig durchgeführten Schnelltests in den Pflegeeinrichtungen sollte diesen außerdem zusätzliches Personal für die Durchführung der Corona-Schnelltests zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich fordert Verdi die Einrichtung einer landesweiten Task Force des hessischen Sozialministeriums zur Unterstützung von stationären Einrichtungen mit positiven Corona-Fällen.

Corona-Krise in Hessen: Aktuelle Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI)

Update vom Montag, 21.12.2020, 06.16 Uhr: Die Corona-Fallzahlen in Hessen steigen weiter an. Innerhalb eines Tages kamen laut Robert-Koch-Institut (RKI) 1.246 Neuinfektionen dazu (Stand 21.12.2020, 0 Uhr). Das sind zwar deutlich weniger als noch am Vortag (2.019). An Montagen sind die Zahlen in der Regel jedoch geringer, unter anderem, weil am Wochenende weniger getestet wird.

Mit den neuen Fällen steigt die Gesamtzahl der bisher in Hessen gemeldeten Infektionen auf 121.962. An oder mit Covid-19 verstorben sind binnen 24 Stunden 26 weitere Personen. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf 2.147. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen ist etwas gestiegen und liegt aktuell bei 209,1.

Unter den kreisfreien Städten und Landkreisen ist weiterhin der Odenwaldkreis mit einer Inzidenz von 356,8 an der Spitze. Danach folgt der Landkreis Waldeck-Frankenberg (313,3), der Kreis Limburg-Weilburg (307,7) und der Main-Kinzig-Kreis (307,0). Insgesamt 14 Kreise in Hessen weisen einen Inzidenzwert von über 200 auf und sind deshalb in der Warnstufe schwarz des hessischen Eskalationskonzepts, das nächtliche Ausgangssperren vorsieht. Frankfurt rangiert bei 176,3.

Von Kommunen selbst gemeldete Werte können von den RKI-Zahlen abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI.

Corona in Hessen: Ausgangssperren in zwei weiteren Kreisen

+++ 17.30 Uhr: Die steigenden Corona-Inzidenzen in Hessen bringen auch weitere nächtliche Ausgangssperren in Kreisen und Städten mit sich. So hat jetzt der Kreis Waldeck-Frankenberg eine nächtliche Ausgangssperre ab Montag (21.12.2020) beschlossen. Diese wurde veranlasst, da die Inzidenz im Kreis die Marke von 200 mehrere Tage lang überschritten hatte. Die nächtliche Ausgangssperre im Kreis Waldeck-Frankenberg* gilt vorerst bis einschließlich zum 4. Januar. Auch der Kreis Darmstadt-Dieburg hat eine nächtliche Ausgangssperre veranlasst. Sie wird vom 21. Dezember bis voraussichtlich zum 8. Januar in Kraft sein. Mittlerweile gelten in 17 Städten und Kreisen in Hessen nächtliche Ausgangssperren oder sind in Planung.

Corona-Krise in Hessen: Inzidenzen steigen weiter – die aktuellen Fallzahlen

+++ 14.40 Uhr: Auch weiterhin hat die Corona-Pandemie Hessen fest im Griff. Und die Zahlen des Sozialministeriums sprechen eine deutliche Sprache. Wieder sind in Hessen mehr als 2000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus dazugekommen. Mit Stand 20.12.2020, 00.00 Uhr haben sich 2.019 weitere Menschen mit dem Virus, das die Krankheit Covid-19 auslöst, infiziert. 36 weitere Menschen sind innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Das Land Hessen erreicht mittlerweile eine Gesamtinzidenz von 200,9, liegt damit also selbst im schwarzen Bereich des hessischen Eskalationskonzepts.

Das Sozialministerium hat die aktuellen Fallzahlen der Corona-Pandemie in Hessen veröffentlicht. (Symbolbild)

Corona in Hessen: Inzidenzen steigen weiter stark an – 14 Städte und Kreise auf Warnstufe schwarz

Der stärkste Anstieg an Corona-Neuinfektionen ist in der Stadt Frankfurt zu beobachten. 489 Menschen wurden innerhalb der letzten 24 Stunden positiv auf das Coronavirus getestet. Die höchste Inzidenz muss laut den Zahlen des Ministeriums der Odenwaldkreis verzeichnen. Die Inzidenz im Kreis liegt bei 368,4. Danach folgt der Main-Kinzig-Kreis mit einer Inzidenz von 306,8. 14 Städte und Kreise in Hessen liegen über einer Inzidenz von 200 und damit im schwarzen Bereich des hessischen Eskalationskonzepts.

Corona in Hessen: Bundeswehr soll bis Februar bei Nachverfolgung in Frankfurt helfen

+++ 12.01 Uhr: In vielen hessischen Städten unterstützen Bundeswehrsoldatinnen und Soldaten die Gesundheitsämter. In Frankfurt sollen die zusätzlichen Kräfte nun noch bis mindestens 28. Februar bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionswegen helfen. Nach Angaben der Stadt vom Sonntag stellte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) einen entsprechenden Antrag auf Verlängerung der Amtshilfe.

Die Kontaktnachverfolgung bleibe ein wichtiger Baustein der Frankfurter Corona-Strategie, teilte Feldmann mit. „Ohne die Bundeswehr wäre das kaum zu leisten.“ Die 60 Soldatinnen und Soldaten unterstützen in Hessens größter Stadt seit Mitte Oktober die Mitarbeiter des Gesundheitsamts.

Hessen: Lange Warteschlangen vor Corona-Testzentren

+++ 10.17 Uhr: Viele Menschen in Hessen wollen sich kurz vor Weihnachten auf das Coronavirus testen lassen, um die Feiertage sorgenfrei mit den Verwandten verbringen zu können. Dadurch entstehen an den zahlreichen Corona-Testzentren lange Warteschlangen.

Hessens Sozialminister warnt: Umsicht trotz negativem Corona-Test

Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) warnte die Menschen aber nun davor, sich zu sehr auf Testergebnisse zu verlassen. „Tests sind nur Momentaufnahmen und bringen keine absolute Sicherheit, schon gar nicht für einen Besuch an den Weihnachtstagen“, sagte er. Auch ein negatives Ergebnis entbinde nicht von der Pflicht, die geltenden Hygiene- und Kontaktregeln einzuhalten. „Für dieses Jahr führt an Weihnachten kein Weg an besonderer Umsicht und Verantwortung und damit an Beschränkungen vorbei“, so Klose.

Vor dem Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt bilden sich lange Schlangen.

Die Kassenärztliche Vereinigung bietet in ihren Testzentren in Hessen kostenlose Corona-Tests an. Außerdem gibt es viele kommerzielle Anbieter, bei denen ein Test bezahlt werden muss. Centogene testet beispielsweise nach eigenen Angaben am Flughafen Frankfurt täglich mehr als 4000 Menschen.

Corona in Hessen: Inzidenz liegt bei über 200

Update vom Sonntag, 20.12.2020, 8.17 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die neusten Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Demnach hat die 7-Tage-Inzidenz in Hessen die Schwelle von 200 übertroffen. Sie liegt nun bei 201,0. Binnen 24 Stunden wurden 2.019 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Somit haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie in Hessen 120.716 Personen mit Covid-19 infiziert. Weitere 36 Erkrankte sind an oder mit dem Coronavirus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle hat sich auf 2.121 erhöht.

In Hessen werden immer mehr Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun über dem Wert von 200.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz in Hessen weist weiterhin der Odenwaldkreis auf. Dort ist sie nochmals gestiegen und liegt nun bei 368,1. Pro 100.000 Einwohner haben sich im Main-Kinzig-Kreis in den vergangenen 7 Tagen 307,2 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In insgesamt 14 Landkreisen liegt die Inzidenz bei über 200. In diesen Region gilt deshalb eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr.

Corona: Paar trotz positivem Testergebnis in der Öffentlichkeit unterwegs

+++ 19.39 Uhr: Ein Paar aus Rheinland-Pfalz schien die Corona-Quarantäne nicht ganz so ernst zu nehmen, die es nach positiven Tests auf das Coronavirus eigentlich hätte machen sollen. Vom Gesundheitsamt alarmiert schnappte die Polizei die beiden in der Nähe des Mainzer Bahnhofs. Sie waren offenbar, trotz positivem Corona-Testergebnis, auf dem Weg nach Frankfurt*.

Corona in Hessen: Weitere Regionen in Warnstufe schwarz

+++ 15.52 Uhr: Das hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die aktuellen Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Demnach sind innerhalb eines Tages 3.224 Neuinfektionen in Hessen dazugekommen. Die Gesamtzahl steigt auf 118.697. Mit 81 weiteren Todesfällen sind seit Beginn der Pandemie 2.085 Menschen mit oder an dem Coronavirus verstorben. Über einer Inzidenz von 200 und damit in der Stufe „schwarz“ des hessischen Eskalationskonzepts liegen aktuell 14 Regionen. Den höchsten Wert hat weiterhin der Odenwaldkreis, gefolgt vom Main-Kinzig-Kreis.

Corona in Hessen: Stundenlange Wartezeiten am Testzentrum Flughafen Frankfurt

+++ 12.55 Uhr: Auch zu Corona-Zeiten wollen viele Menschen in Hessen Weihnachten zusammen mit ihren Lieben verbringen und lassen sich deshalb noch vor den Feiertagen auf das Coronavirus in einem Testzentrum testen. Kürzlich bekam das Corona-Testcenter am Flughafen Frankfurt* dies besonders zu spüren. Die Firma „Centogene“ warnte bereits auf ihrer Webseite „Derzeit kann es aufgrund einer erhöhten Nachfrage zu längeren Warteschlangen kommen.“ Dies sei vor allem am Wochenende möglich.

Corona in Hessen: Ansturm auf Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt

Wie die „hessenschau.de“ schreibt, warteten am Freitag (18.12.2020) einige am Flughafen Frankfurt über vier Stunden auf ihren Corona-Test. Bereits eine Stunde nach Öffnung des Corona-Testzentrums am Flughafen sollen hunderte Schlange gestanden haben. Besonders bedenklich dabei, so das Portal, zwar trugen die Menschen eine Maske und hielten Abstand, aber dennoch handelt es sich beim Flughafen Frankfurt um einen geschlossenen Raum.

Leider gibt es auch kaum eine Möglichkeit, diesem Schlangestehen für einen Corona-Test am Flughafen Frankfurt zu umgehen. Denn wie die Firma „Centogene“ ebenfalls auf ihrer Webseite mitteilt, sei eine Terminvereinbarung nicht möglich.

Am Flughafen Frankfurt wollen sich kurz vor Weihnachten immer mehr Menschen auf Corona testen lassen (Archivbild von Juni).

Corona in Hessen: Inzidenzen steigen stark an – Bußgelder wegen Verstoß gegen Ausgangssperre

Update vom Samstag, 19.12.2020, 8.25 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die neusten Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Demnach gab es in Hessen binnen 24 Stunden 3.220 Neuinfektionen. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben sich 118.697 Menschen mit Covid-19 infiziert. Die Zahl der Todesfälle steigt um 81 und liegt nun bei 2.085. Die 7-Tage-Inzidenz ist erneut stark angestiegen. Pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen 7 Tagen 195,8 Personen mit dem Coronavirus angesteckt.

In Hessen werden immer mehr Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. (Symbolbild)

Die höchste Inzidenz in Hessen weist der Odenwaldkreis auf. Sie liegt dort bei 340,2 (Vortag 315,4). Innerhalb der letzten 7 Tage haben sich im Odenwaldkreis 329 mit Covid-19 infiziert. Auch die Inzidenz im Main-Kinzig-Kreis hat sich stark erhöht. Das RKI vermeldet 304,8 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In insgesamt 14 Landkreisen in Hessen gilt derzeit die Corona-Warnstufe schwarz, die 7-Tage-Inzidenz liegt in den Kreisen also bei über 200 und Ausgangssperren wurden verfügt.

Corona-Krise in Hessen: Ausgangssperre in Mörfelden-Waldorf missachtet

+++ 19.11 Uhr: Nach einer nächtlichen Spritztour in Mörfelden-Walldorf drohen fünf jungen Männern Bußgelder wegen des Verstoßes gegen die coronabedingte Ausgangssperre. Wie die Polizei mitteilt, stoppten Beamte in der Nacht zum Freitag (18.12.2020) auf dem Hessenring in Mörfelden-Walldorf gegen 1.30 Uhr ein Auto. Bei der Kontrolle konnte den Beamten allerdings keiner der 16 bis 19-jährigen Männer einen gewichtigen Grund für den Verstoß gegen die Ausgangssperre nennen.

Darüber hinaus fand die Polizei auch noch etwa 20 Gramm Haschisch und Marihuana in dem Auto. Neben den Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die nächtliche Ausgangssperre für alle Insassen des Auto erwarte den 19-jährigen Fahrer laut Mitteilung der Polizei außerdem noch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Ein für Samstag (19.12.2020) von Gegnern der Corona-Politik geplanter Schweigemarsch in Langen* wurde derweil von der Stadt verboten. Wie die Offenbach-Post berichtet, befürchtet die Stadt Langen, dass geltende Corona-Regeln nicht eingehalten werden und infolgedessen weitere Infektionen drohten.

Die nächtliche Ausgangssperre wird von der Polizei kontrolliert.

Corona in Hessen: Sechs Regionen über kritischem Wert – Neues Testzentrum im „MyZeil“

+++ 14.54 Uhr: Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat neue Corona-Zahlen für die Landkreise und Städte in Hessen veröffentlicht (Stand 18.12.2020 0 Uhr). Die meisten Neuinfektionen mit Corona gab es im Main-Kinzig-Kreis. Dort haben sich 239 Personen mit dem Coronavirus infiziert. In Frankfurt gibt es 170 Neuinfektionen. Die Stadt Frankfurt und der Main-Kinzig-Kreis weisen auch die meisten Todesfälle in Hessen innerhalb eines Tages auf. Im Main-Kinzig-Kreis sind 11 Personen im Zusammenhang mit Corona gestorben; in Frankfurt gibt es neun Todesfälle.

Der Odenwaldkreis ist weiterhin ein Corona-Hotspot in Hessen. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 315,6 gestiegen. Sechs Kreise in Hessen sind über dem kritischen Inzidenz-Wert von 200. Neben dem Odenwaldkreis sind das der Vogelsbergkreis (296,3), Hersfeld-Rotenburg (227,1), Fulda (218,4), der Wetteraukreis (212,4) und die Stadt Offenbach (207,5).

Frankfurt: Corona-Testzentrum im Einkaufszentrum „MyZeil“

+++ 12.06 Uhr: Im Einkaufszentrum „MyZeil“ in Frankfurt wird ein neues Corona-Testzentrum eröffnet. Wie die Firma Centogene mitteilt, wird das „Walk-In-Covid-19-Testcenter“ am Samstag (19.12.2020) seinen Betrieb aufnehmen. Centogene betreibt bereits das Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt*.

Das neue Corona-Testzentrum auf der Zeil* in der Innenstadt von Frankfurt hat laut Centogene von Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Es biete derzeit eine Kapazität für bis zu 1.500 PCR-Tests täglich. „Das Angebot richtet sich an Selbstzahler zu einem Preis von 69 Euro“, heißt es weiter, die Registrierung sei online oder vor Ort möglich.

Im Einkaufszentrum „My Zeil“ in Frankfurt eröffnet jetzt ein neues Corona-Testzentrum. (Archivbild)

Corona in Hessen: Zahl der Toten überschreitet Schwelle von 2000

Update vom Freitag, 18.12.2020, 7.30 Uhr: Binnen 24 Stunden wurden in Hessen 1.475 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Das teilt das Robert Koch-Institut am Freitag (Stand 0 Uhr) mit. Damit liegt die Zahl der bisher bestätigten Fälle nun bei 115.473. 40 Menschen sind seit Donnerstag (17.12.2020) an oder mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Die Zahl der Todesopfer in Hessen erhöhte sich damit auf 2.004. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen liegt bei 178,3.

In elf Kreisen in Hessen herrscht aktuell die Warnstufe schwarz, die Inzidenz liegt hier also über 200 und Ausgangssperren wurden verfügt. Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche weist im Land weiterhin der Odenwaldkreis auf. Der Wert liegt hier am Freitag bei 315,4. Dahinter folgen der Vogelsbergkreis (296,3) und der Main-Kinzig-Kreis (283,2). Außerdem liegen in Hessen die Kreise Hersfeld-Rotenburg (227), Fulda (218,2), Wetterau (212,8) und die Stadt Offenbach über dem kritischen Wert von 200. In Frankfurt liegt die Inzidenz am Freitag bei 154,2.

Corona in Hessen: Lehrerverband kritisiert Aufhebung der Präsenzpflicht

+++ 20.19 Uhr: Der Deutsche Lehrerverband Hessen (DLH) kritisiert die Entscheidung der Landesregierung, statt einer gänzlichen Schulschließung lediglich die Präsenzpflicht aufgehoben zu haben. „Die Verantwortung für die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte wurde einfach abgegeben an die Eltern und Schulleitungen“, sagte Annabel Fee, Landesvorsitzende des Verbands in einer Mitteilung. „Der schwarze Peter lag dann bei den Eltern, die Prioritäten setzen mussten, ob sie ihr Kind beschulen oder zu Hause lassen.“

Neben Eltern und Schulleitungen bedeute die Vorgehensweise auch für die Lehrerinnen und Lehrer eine zusätzliche Belastung. „Die Lehrkräfte müssen spontan die doppelte Arbeit leisten. Denn es wollen die Kinder und Jugendlichen beschult werden, die vor Ort sind, aber auch diejenigen, die von zu Hause lernen sollen“, so Fee weiter. Der DLH fordert daher die Hessische Landesregierung auf, die unterrichtsfreie Zeit bis Januar zu nutzen, um zu Beginn des neuen Jahres deutliche Vorgaben zu machen, „wie Schule und Unterricht nach den Ferien ablaufen sollen“.

In Hessen wurde lediglich die Präsenzpflicht an Schulen abgeschafft, jedoch keine Schulschließungen verordnet.

Corona-Ausbruch in hessischem Seniorenheim – Inzidenz in einem Kreis über 300

+++ 15.36 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen für alle Kreise und Städte im Bundesland veröffentlicht. Landesweit haben sich demnach seit Mittwoch 2.565 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit erhöht sich die Zahl der Coronafälle in Hessen insgesamt auf 113.988 (Stand 17.12.2020, 0 Uhr). In den letzten 24 Stunden starben 58 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Die Zahl der Verstorbenen in Hessen beläuft sich damit auf 1.964 Personen.

Besonders viele Todesfälle wurden für den Wetteraukreis (10) sowie die Stadt Frankfurt und den Kreis Fulda (beide 6) gemeldet. Die meisten Neuinfektionen mit dem Coronavirus gab es in Frankfurt (297), im Main-Kinzig-Kreis (236) und im Kreis Gießen (170). Elf Kreise und Städte haben aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von 200 Fällen auf 100.000 Einwohner überschritten. Die höchste Inzidenz in Hessen hat mit einem Wert von 301,1 der Odenwaldkreis zu vermelden.

Corona-Ausbruch in hessischem Seniorenheim: Fast alle Bewohner infiziert

+++ 12.20 Uhr: Dramatische Auswirkungen hat der Ausbruch des Coronavirus auf ein Seniorenheim in Marburg: Fast alle Bewohner sind infiziert. Das Pflegepersonal befindet sich komplett in Quarantäne*. Um die Versorgung der Bewohner zu unterstützen, sind Kräfte des Fachbereichs Gefahrenabwehr aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf vor Ort.

Wie die „Oberhessische Presse“ in Marburg berichtet, waren die Bewohner des Seniorenheims nach dem Corona-Ausbruch zeitweise sogar komplett unbetreut und medizinisch unversorgt. Ein Verstorbener soll über mehrere Tage lang in seinem Bett gelegen haben. „Eine andere Person soll, da kein Notarzt ins Haus kam, ohne palliative Behandlung gestorben sein“, heißt es.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat nach dem massiven Corona-Ausbruch reagiert. Man prüfe weitere Möglichkeiten, um auch weiterhin kurzfristig auf Änderungen der Situation in der Einrichtung zu reagieren. Zudem stehe man im engen Austausch mit der Heimleitung und der Universitätsstadt sowie den zuständigen Stellen des Regierungspräsidiums, teilte der Kreis mit.

In der Pflege herrscht seit geraumer Zeit ein Fachkräftemangel. Der Leiter des Frankfurter Verbandes fordert deshalb nun, dass Bundeswehrsoldaten eingesetzt werden.

Der Heimleiter beklagt einen enormen Personalmangel in Alten- und Pflegeheimen. Nun fordert er einen Bundeswehreinsatz. (Archivfoto)

Update von Donnerstag, 17.12.2020, 6.30 Uhr: In Hessen sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb der vergangenen 24 Stunden 2565 Neuinfektionen mit dem Coronavirus dazugekommen. (Stand 17.12.2020, 00.00 Uhr). Damit liegt die Zahl der bisher bestätigten Fälle nun bei 113.998. 58 weitere Personen sind zudem an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Seit Beginn der Pandemie wurden damit nun insgesamt 1.964 Todesfälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz in Hessen liegt bei 190.

In elf Kreisen in Hessen herrscht aktuell die Warnstufe schwarz, die Inzidenz liegt hier also über 200 und Ausgangssperren wurden verfügt. Die höchste Inzidenz in Hessen gibt es weiterhin im Landkreis Odenwald mit 300,9, danach folgen der Vogelsbergkreis (271,7) und der Main-Kinzig-Kreis (265,1). Außerdem sind die Kreise Gießen (253,1), Wetterau (241,3), Schwalm-Eder (239,9) Offenbach (228,8), Limburg-Weilburg (221), Hersfeld-Rotenburg (214,5), Fulda (213,8) und die Stadt Offenbach (211,9) im Bereich der schwarzen Warnstufe.

Im betroffenen Pflegeheim sind nahezu alle Bewohner infiziert. (Symbolfoto)

Corona in Hessen - viele Neuinfektionen: Droht die Triage?

+++ 15.25 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die Zahl der Neuinfektionen für alle Kreis und Städte bekannt gegeben: Landesweit haben sich seit Dienstag 1.699 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit erhöht sich die Zahl der Coronafälle in Hessen insgesamt auf 11.433 (Stand 16.12.2020, 0 Uhr). In den letzten 24 Stunden starben 72 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Damit sind es in Hessen nun insgesamt 1.906 Corona-Tote.

Besonders viele Todesfälle gibt es seit Dienstag im Lahn-Dill-Kreis, im Main-Kinzig-Kreis und im Wetteraukreis. Eine dreistellige Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurde vom Main-Kinzig-Kreis, dem Kreis Offenbach, dem Wetteraukreis und der Stadt Frankfurt gemeldet. Zwölf Kreise und Städte haben aktuell eine 7-Tage-Inzidenz von 200 Fällen auf 100.000 Einwohner überschritten oder kratzen an dieser Grenze, ab der weitere Beschränkungen notwendig werden.

Corona in Hessen: Gottesdienste sollen unter Auflagen stattfinden dürfen

Unterdessen sollen Gottesdienste zu Weihnachten in Hessen unter strenger Einhaltung der Corona-Hygieneregeln stattfinden dürfen. „Generell bleiben die Gottesdienste möglich, auch Präsenzgottesdienste“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nach einem Gespräch mit hochrangigen Kirchenvertretern. Über die Organisation der Gottesdienste sollen jeweils die Gemeinden vor Ort entscheiden.

Viele Intensivstationen sind aufgrund der Corona-Pandemie stark ausgelastet. (Symbolfoto)

Zu den Hygienevorgaben zählen das Tragen von Masken, 1,50 Meter Abstand und der Verzicht auf gemeinsames Singen - auch draußen. Viele Gemeinden planten digitale Angebote - aber eben auch Gottesdienste in Präsenz. „Dabei gilt auch, dass diejenigen, die an Präsenzgottesdiensten teilnehmen wollen, sich vorher anmelden müssen, damit entsprechend das geplant werden kann“, sagte Bouffier.

Corona in Hessen: Krankenhäuser wegen Pandemie stark belastet

Erstmeldung vom Mittwoch, 16.12.2020, 13.10 Uhr: Frankfurt – Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steigt weiterhin. In Sachsen mussten Ärzte in Krankenhäusern bereits die Entscheidung treffen, wer behandelt wird und wer nicht. Bei schweren Verläufen einer Covid-19-Infektion kann diese Entscheidung den Tod der betroffenen Person nach sich ziehen. Auch in Hessen scheint sich die Lage zunehmend zu verschärfen.

In Gießen haben Krankenhäuser bereits angekündigt, nur noch „absolute Notfälle“ zu behandeln. Der Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses (EV) in Gießen, Sebastian Polag, sagte gegenüber der Gießener Allgemeinen*: „Wir sind an der Belastungsgrenze angelangt. Wir rechnen aber mit weiteren Patienten.“

Eine Entlastung durch den Lockdown erwartet er erst in frühestens ein oder zwei Wochen. Bis dahin wird die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern in Hessen wohl noch steigen. Darauf deutet beispeislweise auch die Situation auf der Intensivstation im Klinikum in Hanau hin.

Jeder fünfte Intensiv-Fall in Hessen durch Corona bedingt

Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind am Mittwoch (16.12.2020) in Hessen noch 12 Prozent der Intensivbetten frei. Von den belegten Intensivbetten entfallen 22 Prozent auf Corona-Fälle. Weiter verschärft wird die Lage durch die Tatsache, dass die intensivmedizinische Behandlung von Corona-Kranken einen hohen Aufwand an spezialisiertem Personal benötigt. Allerdings: „Es ist immer so, dass wegen nicht vermeidbarer Infektionen und wirklicher Erschöpfung Pflegepersonal akut ausfällt“, erklärt der Ärztliche Geschäftsführer des Uniklinikums Gießen, Professor Werner Seeger. Eine Situation, die sich auf Krankenhäuser in weiten Teilen von Hessen übertragen lässt.

Corona-Krise in Hessen: Droht eine Triage in den Krankenhäusern?

Droht also in Hessen eine ähnliche Lage, wie sie bereits in einem Krankenhaus in Sachsen eingetreten ist? Dass Ärzte darüber entscheiden müssen, welche Corona-Patienten überleben und welche nicht? Derzeit scheint das noch unwahrscheinlich, versichern die beiden Experten. Auch ein Blick in die Statistik zeigt: Die Inzidenz in Hessen liegt nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) am Mittwoch bei 181,6, in Sachsen dagegen bei 407,1. Die Hoffnung bleibt, dass der am Mittwoch gestartete Lockdown die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder senkt. Der Effekt wird sich allerdings erst in den nächsten Wochen zeigen. Bis dahin stehen die Kliniken in Hessen weiter an der Belastungsgrenze. (Marcel Richters) *fnp.de, gießener-allgemeine.de, hna.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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