Corona-Lockdown

Bouffier gibt Beschlüsse für Hessen bekannt – eine Lockerung ab April

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  • Jasmin Jakob
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Deutschland erwartet der schärfste Lockdown seit Beginn der Pandemie. Wie sehen die Bestimmungen für Hessen aus?

  • Bund und Länder haben neue Regelungen zur Corona*-Krise in Deutschland beschlossen.
  • Über Ostern werden die Maßnahmen in Hessen verschärft.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz geäußert.

+++ 19.34 Uhr: Hessen zieht die Corona-Notbremse: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) verkündete in einer Pressekonferenz am Abend, welche neuen Regelungen und Beschlüsse ab Montag (29.03.2021) bis zum 18. April gelten. Weitere Lockerungen seien aufgrund von steigenden Corona-Fallzahlen nicht zu rechtfertigen. Im Gegenteil: Die Anfang März beschlossenen Lockerungen werden teilweise rückgängig gemacht. So muss ab Montag beispielsweise der Einzelhandel wieder schließen.

Mit „Ruhetagen“ über Ostern soll das Pandemie-Geschehen zudem eingedämmt werden. Von einer hessenweit geltenden, nächtlichen Ausgangssperre wolle man allerdings Abstand nehmen. Wann sie eingeführt werde, bleibe jeder Kommune selbst überlassen. Über die neuen Corona-Beschlüsse für Hessen berichtet auch fuldaerzeitung.de*.

Alle neuen Corona-Beschlüsse für Hessen finden Sie hier im Überblick:

  • Click and Meet“ wird ab Montag (29.03.2021) wieder rückgängig gemacht: Kunden dürfen dann Waren zwar noch vorbestellen und abholen, aber nicht mehr in den Geschäften stöbern.
  • Ruhepause“ über Ostern: Gründonnerstag und Karsamstag sollen als einmalig als „Ruhetage“ definiert werden: Geschäfte, Betriebe, Schulen und öffentliche Einrichtungen, die an Feiertagen nicht offen haben, müssen an diesen Tagen schließen. Wann Supermärkte öffnen dürfen, ist noch unklar.
  • Test- und Impfzentren sollen über Ostern offen bleiben.
  • Kontaktbeschränkung über Ostern: Maximal fünf Personen aus zwei verschiedenen Haushalten dürfen sich treffen (Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt).
  • Keine hessenweite Ausgangssperre: Kommunen können frei wählen, ob sie ab einer bestimmten Inzidenz eine nächtliche Ausgangssperre verhängen wollen.
  • Sport bleibt erlaubt, Fitnessstudios geöffnet: In Fitnessstudios darf eine Person mit Termin pro 40 Quadratmeter trainieren. Kinder unter 14 Jahren dürfen in unbestimmter Anzahl nur auf Außenflächen Sport betreiben.
  • Hotels und Gaststätten bleiben geschlossen: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kündigt weitere „unbürokratische“ und „schnelle“ finanzielle Hilfen an.
  • Modellprojekt mehr Öffnungen durch Tests: In einigen hessischen Kommunen soll getestet werden, ob Menschen mit negativem Corona-Test wieder mehr Freiheiten genießen könnten.
  • Alten- und Pflegeheime: Ab dem 1. April sollen zwei Personen pro Tag eine Patientin oder einen Patienten besuchen können.

Corona in Hessen: Urlaub in Deutschland berge großes Risiko

+++ 18.10 Uhr: Nun ist die Pressekonferenz tatsächlich beendet. In Kürze lesen Sie an dieser Stelle eine Zusammenfassung dessen, was Ministerpräsident Bouffier gesagt hat.

+++ 18.06 Uhr: Maßnahmen gegenüber Mallorca-Rückkehrer seien schlichtweg „Freiheitsberaubung“, betont der Ministerpräsident. Gleichzeitig betont Bouffier, dass Urlaub in Deutschland weiterhin kritisch gesehen werde. Grund dafür sei, dass „kontaktfreier Urlaub“ nur schwer möglich sei. Angesichts der Inzidenzen in Teilen von Deutschland berge dies ein zu großes Risiko, so Bouffier.

+++ 18.04 Uhr: Als Rechtsgrundlage habe die Politik lediglich die Beurteilung des Infektionsgeschehens im Urlaubsort zur Verfügung. „Mallorca hat eine Inzidenz von 31“, so Bouffier. Man habe lediglich die Möglichkeit Rückkehrende aus Risikogebieten zu testen und in Quarantäne zu schicken.

Corona in Hessen: Bouffier in „Sorge“

+++ 18.00 Uhr: Bouffier gibt zudem zu, dass er „Sorge“ hat, dass das Verständnis in der Bevölkerung abhandenkomme. Ein Beispiel hierfür sei die Debatte um Mallorca-Urlaubsreisende. „Wir sind ein freies Land“, so der Ministerpräsident: „Wenn Sie dahinfahren, sollen wir Sie dann verhaften?“, fragt er.

+++ 17.55 Uhr: „Wir werden keine landesweite Ausgangssperre verhängen“, erklärt Bouffier auf Nachfrage. Der Ministerpräsident betont jedoch, dass man lokal reagieren werde, falls es besonders hohe Inzidenzen gebe. Als Beispiel aus der Vergangenheit nennt Bouffier die Stadt Offenbach. Zudem sei es nicht zwangsläufig so, dass Ausgangssperren an eine Inzidenz geknüpft sei.

Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen, im Interview. (Archivfoto)

+++ 17.52 Uhr: Hintergrund der Corona-Lockerungen in Alten- und Pflegeheimen sei, dass man in diesem Bereich „weitestgehend durchgeimpft“ sei, so Klose.

+++ 17.51 Uhr: Der offizielle Teil der Pressekonferenz ist beendet. Nun folgen Fragen von Journalistinnen und Journalisten.

+++ 17.50 Uhr: Ab dem 1. April soll es Corona-Lockerungen in Alten- und Pflegeheimen geben. Laut Angaben von Klose sei vorgesehen, dass zwei Personen pro Tag eine Patientin oder einen Patienten besuchen könnten.

+++ 17.47 Uhr: Beim Thema Impfen liege Hessen über dem Bundesdurchschnitt, bezüglich wie viele Menschen bereits geimpft worden seien, so der Minister.

Corona in Hessen: Details von Ministerpräsident Bouffier

+++ 17.44 Uhr: Der Gesundheitsminister präsentiert zudem Zahlen aus den hessischen Kliniken. Derzeit liegen demnach 894 erkrankte Menschen auf Normalstationen, 151 erkrankte Menschen auf Intensivstationen. Im Vergleich zur Vorwoche seien auf Normalstationen 42 dazu gekommen, auf Intensivstationen 52. Das zeige ebenfalls die Entwicklung der Corona-Mutante, so Klose.

Gesundheitsminister Klose (l.) und Ministerpräsident Bouffier (r.) auf der Pressekonferenz. (Screenshot)

+++ 17.42 Uhr: Klose betont, dass die Virusvariante B.1.1.7 das eigentliche Coronavirus mittlerweile abgelöst habe. Die Mutante sei „deutlich infektiöser“, was zu schwereren Krankheitsverläufen von Covid-19 führe. Deshalb sei es nun dringend notwendig, nun den Lockdown zeitweise zu verschärfen.

+++ 17.40 Uhr: Nun spricht Gesundheitsminister Klose.

Corona in Hessen – Bouffier stellt Teststrategie in den Vordergrund

+++ 17.38 Uhr: Bouffier nennt eine Perspektive: Man hoffe, dass der zusätzliche Impfstoff bis spätestens Mai eintreffe. Zudem bestehe die Hoffnung, dass bis Ende Juli die Corona-Pandemie eingedämmt werden könne. Er betont allerdings: „Wir können allerdings nicht zaubern.“

+++ 17.35 Uhr: Der Schlüssel in der Pandemie sei die „Teststrategie“, so Bouffier. Zentraler Bestandteil dessen sei das Testangebot in Betrieben, was auf dem Gipfel beschlossen wurden. Durch die Teststrategie wolle man aus dem Rhythmus des Öffnens und Schließens herauskommen.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nimmt seine Maske ab. Er will am Dienstag (23.03.2021) über die neuen Corona-Maßnahmen in Hessen sprechen.

+++ 17.33 Uhr: Die neuen Maßnahmen sollen ab 29. März gelten, bis zum 18. April.

+++ 17.32 Uhr: Im Handel soll es in Hessen kein „Click & Meet“ mehr geben. Stattdessen will man in Zukunft auf „Click & Collect“ setzen. Dies sei ein „besonders bitterer Schritt“, so Bouffier.

+++ 17.31 Uhr: Man wolle weiterhin die beschlossene „Notbremse“ umsetzen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst, wie sie bislang waren.

Corona in Hessen: Volker Bouffier nennt Details zu Pandemie-Beschlüssen

+++ 17.29 Uhr: „Das Ziel ist die dritte Welle zu brechen“, so Bouffier. Lockerungen seien derzeit keine Option, betont der hessische Ministerpräsident.

Bund und Länder haben eine „zusätzliche Beihilfe“ für von der Pandemie geplante Unternehmen beschlossen. Diese soll „unbürokratisch“ geleistet werden.

+++ 17.28 Uhr: Der Ministerpräsident betont, dass beispielsweise am Gründonnerstag Betriebe stillstehen und Schulen geschlossen werden. Dennoch gebe es Ausnahmen, was weiterlaufen müsse – beispielsweise die Impfzentren in Hessen.

+++ 17.27 Uhr: Bouffier geht nun auf die von Kanzlerin Merkel verkündeten „Ruhetage“ ein.

+++ 17.25 Uhr: Der hessische Ministerpräsident betont, dass man „jeden seine Arbeit machen lassen wolle“. Jedoch würden Intensivmediziner immer wieder betonen, dass die Maßnahmen nicht ausreichen würden.

+++ 17.24 Uhr: „Wir schauen was hinter den Zahlen passiert“, so Bouffier.

+++ 17.22 Uhr: Bouffier betont, dass man nicht nur auf Inzidenzen, sondern auch auf den R-Wert, achte. Dieser liege derzeit bei 1,3.

+++ 17.21 Uhr: Er betont, dass es das Ziel sei das Gesundheitssystem zu entlasten. Die Situation sei „dynamisch“. Das zeige sich an der Entwicklung seit Januar 2021. „Damals waren wir auf einer super Linie“, so Bouffier.

+++ 17.20 Uhr: Der hessische Ministerpräsident betont, dass die Details des Corona-Gipfels bekannt seien. Entscheidend sei, wie die Maßnahmen in Hessen umgesetzt würden, so Bouffier.

+++ 17.18 Uhr: Nun spricht Volker Bouffier. „Wir haben sehr lange heute Nacht beraten“, so der Ministerpräsident.

+++ 17.17 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt nun.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier im Interview. (Archivfoto)

+++ 17.10 Uhr: In Kürze will Ministerpräsident Bouffier über die Details des Corona-Gipfels und was diese für das Bundesland Hessen bedeuten, informieren.

+++ 17.00 Uhr: Die Pressekonferenz wurde soeben auf 17.15 Uhr terminiert. Offenbar gibt es Verzögerungen bezüglich der Veranstaltung mit Volker Bouffier.

Corona-Gipfel: Bouffier informiert über Lockdown in Hessen

++++ 16.55 Uhr: In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Volker Bouffier beginnen.

+++ 16.30 Uhr: Die Pressekonferenz mit Volker Bouffier ist für 17.00 Uhr angekündigt. Bislang spricht alles dafür, dass die Veranstaltung pünktlich beginnen wird.

Der hessische Ministerpräsident will Details der Beschlüsse des gestrigen Corona-Gipfels nennen und über die neuesten Entwicklungen der Pandemie informieren. Die Pressekonferenz können Sie an dieser Stelle im Live-Ticker verfolgen.

Erstmeldung von Dienstag, 23.03.2021, 10.30 Uhr: Wiesbaden – Die Konferenz zwischen Bund und Ländern über die neuen Corona-Maßnahmen in Deutschland ist vorbei. Das Ergebnis: ein schärferer Lockdown als jemals zuvor. Das öffentliche sowie private Leben soll weitestgehend heruntergefahren werden. Doch wie ist die Lage in Hessen

Corona in Hessen – Ministerpräsident Volker Bouffier will sich äußern

Das Corona-Kabinett der schwarz-grünen Landesregierung wird an diesem Dienstag über die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Schalte beraten und die neuen Regeln für die hessische Bevölkerung festlegen. Anschließend will Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die Beschlüsse bei einer Pressekonferenz vorstellen, sie ist für 17.00 Uhr angesetzt.

Die bei den Beratungen von Bouffier mit den Regierungschefs der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam vereinbarten Schritte müssen in einer neuen und zeitlich befristeten Verordnung für Hessen fixiert werden, heißt es nach Informationen der „Deutschen Presse-Agentur“.

Coronavirus in Hessen – So könnten die Bestimmungen aussehen

Sicher ist, dass die Regelungen für Hessen ähnlich denen sein werden, die während der Bund-Länder-Konferenz über die Corona-Maßnahmen in Deutschland beschlossen wurden. Das bedeutet:

  • Private Zusammenkünfte sollen auf den eigenen Haushalt und einen weiteren Hausstand, maximal aber fünf Personen beschränkt werden. Dabei werden Kinder bis zu 14 Jahre nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Hausstand. 
  • Ansammlungen im öffentlichen Raum werden dem Beschluss von Bund und Ländern zufolge für die Zeit um Ostern untersagt. Falls bereits Außengastronomie geöffnet hat, muss sie für fünf Tage wieder schließen. 
  • Der Gründonnerstag und Karsamstag wurden in dem Papier als „Ruhetage“ definiert, sind aber auch mit Kontaktbeschränkungen verbunden. „Es gilt damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip #WirBleibenZuHause“, so das Beschluss-Papier. Am Karsamstag soll der Lebensmittelhandel geöffnet bleiben. 
  • Corona-Test-Zentren sowie Impfzentren sollen über den Zeitraum geöffnet bleiben. 
  • Gottesdienste sollen in der Zeit um Ostern nur virtuell stattfinden. 

„Die Beschlüsse von gestern Nacht entsprechen dem Geist meiner Regierungserklärung, dass jetzt nicht die Zeit für Lockerungen ist. Deutschland steht vor einer großen Herausforderung, die wir mit entsprechenden Anstrengungen meistern müssen. Wir müssen jetzt so schnell wie möglich weiterimpfen, und wir wollen mit einer intelligenten Teststrategie weitere Möglichkeiten für spätere Öffnungen schaffen“, schrieb Volker Bouffier am Dienstagmorgen (23.03.2021).

Bei der Pressekonferenz gegen 17.00 Uhr will Bouffier sich zu den für Hessen geltenden Maßnahmen äußern. Alle Informationen lesen Sie anschließend live in diesem News-Ticker. (Tobias Utz, Marvin Ziegele) *fnp.de und fuldaerzeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold/dpa

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