Hessische Hausärzte ärgern sich über Bürokratie und Impfstoff-Knappheit. Zumindest Letzteres soll sich ändern: Verimpften die Hessischen Hausärzte in der ersten Woche rund 940 000 Dosen, sollen in der Woche ab 26. April mehr als drei Millionen Dosen geliefert werden.
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Die Corona-Impfkampagne in Hessen zahlt sich aus. Das zeigt eine Analyse der Altersstruktur der Patienten in intensivstationärer Behandlung des hessischen Ministeriums. (Symbolbild)

Coronavirus

Impferfolge sichtbar – Zwei Altersgruppen auf Intensivstationen überrepräsentiert

Das Land Hessen veröffentlicht erste Daten zur Altersstruktur der Corona-Patienten in hessischen Krankenhäusern, an denen die Erfolge der Impfkampagne zu beobachten sind.

Wiesbaden – Die hessenweite Impfkampagne im Kampf gegen das Coronavirus zahlt sich scheinbar aus. Das besagt zumindest eine erste Analyse der Zahlen, die das Hessische Ministerium für Soziales und Integration in einer Pressemitteilung veröffentlichte. Seit dem 20.04.2021 erhebt das Land Hessen, laut eigenen Angaben, Informationen zur Altersstruktur der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung im Vergleich zum Anteil an der Gesamtbevölkerung.

„Die für Hessen vorliegenden Daten machen deutlich sichtbar, dass die Impfkampagne wirkt. Die Zahl der Patientinnen und Patienten mit COVID-19 in intensivmedizinischer Behandlung nähert sich in der Altersgruppe 80+ wieder ihrem Anteil an der Bevölkerung an“, erklärt Gesundheitsminister Klose (Die Grüne/Bündnis 90) die Aussagekraft der erhobenen Daten. Laut Analyse stellten die über 80-Jährigen im Mittel der letzten zehn Tage rund neun Prozent aller Personen in intensivmedizinischer Behandlung, während sie insgesamt sechs Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.

Corona in Hessen: Auch Altersgruppen 35 bis 60 sollen Corona ernst nehmen

Die Altersgruppen zwischen 70 und 80 Jahren (28 %) sowie zwischen 60 und 70 (27 %) seien in Hessen allerdings weiterhin deutlich überrepräsentiert. Bei der Altersgruppe der 35- bis 60-jährigen Corona-Patienten deckt sich der Anteil mit dem an der Gesamtbevölkerung in Hessen, während es bei jüngeren Personen nur wenig Fälle gäbe.

„Ich bin sehr froh, dass wir in Hessen für einen fundierten Überblick über die Altersstruktur in den Intensivstationen gesorgt haben“, sagt Gesundheitsminister Klose. „Diese Informationen helfen uns bei der Bewältigung der Pandemie und erlauben eine zielgerichtete Steuerung. Zugleich machen die Zahlen deutlich, dass auch die Altersgruppe der 35- bis 60-Jährigen COVID-19 ernst nehmen sollte.“ Klose appelliert daher an alle hessischen Bürger, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, sowie die allgemeinen Abstands-, Hygiene- und Maskenregeln zu beachten.

Corona in Hessen: Altersgruppen deutlich überrepräsentiert

Die Erkenntnisse der Analyse decken sich mit den jüngsten Berichten aus Frankfurter Krankenhäusern, in denen es hieß, Corona-Patienten werden immer jünger. (Jan Lucas Frenger)

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