Kontrollen am Frankfurter Flughafen. Nicht nur bei der Einreise aus Corona-Risikogebieten drohen Geldstrafen.
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Kontrollen am Frankfurter Flughafen. Nicht nur bei der Einreise aus Corona-Risikogebieten drohen Geldstrafen.

Bußgeldkatalog

Corona-Regeln in Hessen – Strafen bis zu 5000 Euro möglich

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Hessen setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf strenge Regeln. Bei Nichteinhaltung der geltenden Maßnahmen drohen diese Strafen.

Wiesbaden – Die neuen Corona-Regelungen in Deutschland haben auch Auswirkungen auf Hessen. Insbesondere Bußgelder für unerlaubte Tätigkeiten während der geltenden Corona-Maßnahmen können für Verwirrung sorgen. Was wird also konkret in einem Bußgeld-Katalog in Hessen geahndet? 

Obwohl es in Hessen künftig Erleichterungen für geimpfte Personen geben wird, halten sich die Freiheiten doch in Grenzen. So gilt bei einer vollständigen Impfung keine Quarantäne mehr für Reiserückkehrer, sowie keine Quarantäne für Haushaltsangehörige einer positiv getesteten Person, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mitteilte. Doch auch für Geimpfte gibt es geltende Maßnahmen, die weiter befolgt werden müssen. Bei Nichteinhaltung vieler Corona-Reglungen drohen sowohl für Geimpfte als auch Ungeimpfte hohe Geldstrafen. Wie auf der Website „Bussgeldkatalog.org“ beschrieben wird, ahndet das Land Hessen zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Corona-Beschränkungen mit Bußgeldern von bis zu 5000 Euro. (Stand: 23. April 2021). 

Corona-Regeln in Hessen: Bußgelder drohen bei Verstößen gegen Regelungen

Folgende Verstöße gegen die Corona-Verhaltensregeln werden jeweils mit einem Bußgeld von 200 Euro geahndet: 

  • Verstoß gegen Ausgangsbeschränkungen.
  • Verlassen der Unterkunft bei geltenden Ausgangsbeschränkungen.
  • Empfangen von Besuch in der Quarantäne.
  • Verstoß gegen die Pflicht zum Tragen persönlicher Schutzausstattung nach Einreise aus einem Risikogebiet.
  • Verstoß gegen die Pflicht zur Anzeige der Arbeitsaufnahme nach Einreise aus einem Risikogebiet.
  • Verstoß gegen die Pflicht zur Information des Gesundheitsamtes beim Auftreten von Symptomen.
  • Verstoß gegen die Pflicht zur Vorlage des Testergebnisses beim Gesundheitsamt.
  • Verstoß gegen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.
  • Verstoß gegen die Pflicht, eine von der Einrichtung gestellte oder akzeptierte FFP2- oder KN95- oder vergleichbare Maske ohne Ausatemventil zu tragen.
  • Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum (publikumsträchtige Plätze).
  • Begehen untersagter Verhaltensweisen (Tanzveranstaltung etc.).

Corona in Hessen: Bei Verstößen gegen Maßnahmen drohen hohe Bußgelder

Die folgenden Verstöße werden in Hessen mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet:

  • Verstoß gegen Pflicht zur Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten.
  • Ausstellen unrichtiger Bescheinigungen (200-500 Euro).
  • Verstoß gegen die Pflicht zur Anzeige der Arbeitsaufnahme (Saisonarbeitskräfte, 200-500 Euro).
  • Verstoß gegen das Beförderungsverbot (für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten)

Die letzte Kategorie wird mit Geldstrafen bis zu oder über 1.000 Euro geahndet. Die folgenden Verstöße gegen die geltenden Corona-Regelungen in Hessen fallen darunter:

  • Unterlassen gruppenbezogener betrieblicher Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe (200-1.000 Euro).
  • Verstoß gegen die Pflicht zur Duldung der Testung (250-1000 Euro).
  • Öffnung eines Dienstleistungsbetriebs im Bereich der Körperpflege oder Verstoß gg. Pflicht zur Erfassung von Daten (200-1.000 Euro).
  • Veranstaltung von Sportbetrieb (200-1.000 Euro).
  • Anbieten von Übernachtungen zu nicht notwendigen oder touristischen Zwecken (200-1.000 Euro).
  • Durchführung von Veranstaltungen oder Zusammenkünften ohne Genehmigung, unter Verstoß gg. Abstands- und Hygieneregeln oder ohne Erfassung der Daten (500-1.000 Euro).
  • Verstoß gegen Hygiene- und Abstandsvorgaben für den Betrieb von Verkaufsstätten und ähnlichen Einrichtungen (500-1.000 Euro)
  • Betretenlassen von Einrichtungen trotz Verbotes nach § 2 Abs. 2 Zweite VO durch Beschäftigte (1.000 Euro).
  • Verstoß gegen das Verbot, betroffene Beschäftigte die Einrichtung betreten zu lassen (1.000 Euro)
  • Öffnung von Verkaufsstätten des Einzelhandels (500-5.000 Euro)
  • Öffnung von Bars, Schankwirtschaften, Kneipen (500-5.000 Euro).
  • Verstoß gegen das Verbot des Betriebs von Einrichtungen und Erbringens von Angeboten (500-5.000 Euro).

In Hessen finden bereits strenge Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen statt. Die Polizei kontrolliert landesweit etwa das bundesweite Kontaktverbot in Parks, Spiel- und Sportplätze sowie in Gastronomie-Betrieben. (Marvin Ziegele)

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