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Quarantäne, Tests und öffentliches Leben: Diese Corona-Regeln gelten derzeit in Hessen

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Von: Erik Scharf

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Nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern stellt sich wieder die Frage: Was genau ändert sich bei den Regeln? Ein Überblick über die derzeit geltenden Maßnahmen in Hessen.

Frankfurt – Die Inzidenz in Hessen ist auf einem Rekordhoch. Am Dienstag (25.01.2022) stieg der Durchschnittswert der Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in Hessen erstmals in den vierstelligen Bereich. Hauptursache ist die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante.

Beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Montag (24.01.2022) ging es aber nicht um Verschärfungen der Regeln. Vielmehr wurden aus den Reihen der CDU um Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier Forderungen nach Lockerungen laut. Insbesondere bei Sport- und Kulturveranstaltungen sollten nach Wunsch von Bouffier wieder mehr Zuschauer zugelassen werden. Am Montagabend äußerte sich Bouffier nach den Gesprächen beim Corona-Gipfel zu den weiteren Maßnahmen in Hessen.

Beschlossen wurde letztlich, dass PCR-Test künftig priorisiert für Risikogruppen, zum Beispiel ältere Menschen oder Vorerkrankte, und für Beschäftigte des Gesundheitssektors, zum Beispiel Krankenhauspersonal, in die Labore geschickt werden. Die weiteren Corona-Regeln blieben weitestgehend unangetastet.

Corona in Hessen: Das gilt in Hotspot-Kommunen

Für Hessen gilt: Der bisherige Kurs soll beibehalten werden. Änderungen bei den Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wird erst vorerst nicht geben. Die derzeit gültige Corona-Schutzverordnung bleibt unverändert bis Mitte Februar inkraft.

Für Kommunen mit einer Inzidenz von über 350 an drei aufeinanderfolgenden Tagen werden weiterhin die Hotspot-Regeln angewandt. Derzeit gelten in Hessen alle Regionen als Hotspot. Folgende Beschränkungen gelten dabei:

2G oder 2G+? In der Gastronomie gelten in Hessen derzeit unterschiedliche Regeln für den Innen- und Außenbereich. (Archivfoto)
2G oder 2G+? In der Gastronomie gelten in Hessen derzeit unterschiedliche Regeln für den Innen- und Außenbereich. (Archivfoto) © Frank Rumpenhorst/dpa

Corona in Hessen: Diese Beschränkungen gelten bei Treffen, Veranstaltungen und Gastronomie

Sollte ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt aus der Hotspot-Regelung herausfallen, greifen wieder die allgemeinen Corona-Regeln. Diese sehen beispielsweise ebenfalls Kontaktbeschränkungen vor. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal zehn Menschen treffen. Sobald eine ungeimpfte Person dabei ist, verringert sich die maximale Anzahl auf den eigenen Haushalt plus maximal zwei Menschen eines weiteren Haushalts. Diese Regeln werden auch für Treffen im privaten Raum empfohlen. Ebenso sollte man sich vorher testen lassen.

Bei öffentlichen Veranstaltungen im Innenbereich mit mehr als zehn Personen gilt die 2G-Regelung im Außenbereich, im Innenbreich gilt 2G+. Gleiches gilt für die Gastronomie in Hessen. Doch nicht alle Menschen brauchen einen negativen Test vorzulegen. Folgende Ausnahmen gibt es:

Menschen, die noch keine Booster-Impfung erhalten haben oder lediglich genesen sind, müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, um im Innenbereich einer Gastronomie sitzen zu dürfen.

Ausnahmen gibt es bei 2G+ für Kinder bis zur Einschulung. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre und Personen, die sich nicht impfen lassen können, benötigen einen aktuellen Test oder ein Testheft, bei doppelt geimpften oder genesenen Schülerinnen und Schülern gilt das Testheft.

Clubs, Diskotheken und Tanzlokalen dürfen als Bar oder Kneipe öffnen. Es gilt aber ein Tanzverbot.

Corona in Hessen: Diese Quarantäne-Regeln gelten

Seit 17.01.2022 gelten in Hessen angepasste Regeln bei der Quarantäne. Für mit Corona infizierte Menschen und deren Haushaltsangehörige ist nun eine zehntägige Isolation vorgeschrieben. Nach sieben Tagen können Infizierte sich durch einen Schnelltest bei einer Teststelle oder ein PCR-Test freitesten. Personen, die von der Testpflicht bei 2G+ befreit sind, müssen als Haushaltsangehörige nicht in Quarantäne.

Für Beschäftigte in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen gelten Sonderregeln: Eine Arbeitsaufnahme ist nur nach Freitestung mit einem PCR-Test möglich, und zwar nach sieben Tagen. Voraussetzung dafür ist, dass man mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Schüler und Kleinkinder sich bereits nach fünf Tagen mit einem Test befreien können.

Bei Kontaktperson von infizierten Menschen ordnet das zuständige Gesundheitsamt die Quarantäne an.

Corona in Hessen: Am Arbeitsplatz gilt 3G – in der Schule wird getestet

Grundsätzlich soll Beschäftigen in Hessen nach Möglichkeit Home-Office ermöglicht werden. Ist Präsenz am Arbeitsplatz aber notwendig, so gilt dort die 3G-Regel. Ungeimpfte müssen im Zweifel selbst für Testnachweise an allen Arbeitstagen sorgen.

Schüler in Hessen sind derzeit im Präsenzunterricht. Pro Woche benötigen sie drei Negativ-Nachweise. Im Schulgebäude gilt die Maskenpflicht. Bei einem Coronafall in der Klasse sieht die Corona-Schutzverordnung in Hessen 14 Tage tägliche Tests vor. Das Testangebot gilt auch für geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler.

Corona-Regeln in Hessen: Was für Reiserückkehrer gilt

Für Reiserückkehrer, die beispielsweise über den Flughafen Frankfurt nach Deutschland einreisen, werden die Regeln ebenfalls für Geimpfte und Ungeimpfte unterschieden. Zudem ist entscheidend, ob die Einreise aus einem Hochrisikogebiet oder gar Virusvariantengebiet erfolgt. Folgende Regeln gelten:

Für Geimpfte:

Digitale EinreiseanmeldungCorona-TestQuarantäne
Kein Risikogebietneinneinnein
Hochrisikogebietjaneinnein
Virusvariantengebietjaja, nur PCR14 Tage*

* Ausnahme: Wenn der Impfstoff vor der vorherrschenden Variante schützt oder das Gebiet vor Ablauf der Quarantäne heruntergestuft wird.

Für Ungeimpfte:

Digitale EinreiseanmeldungCorona-TestQuarantäne
Kein Risikogebietneinjanein
Hochrisikogebietjaja10 Tage*
Virusvariantengebietjaja, nur PCR14 Tage

* Freitesten nach fünf Tagen möglich

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