Zwei Teilnehmer einer Demonstration von Gewerbetreibenden.
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Der Handel hat zu kämpfen: Immer häufiger funken Geschäftsleute in der Corona-Krise S.O.S. (Symbolbild)

„Leben von Substanz“

Corona-Hilfen in der Kritik: Viele Unternehmen in Fulda haben das Vertrauen in die Politik komplett verloren

Mit einer Panzerfaust, der Bazooka, wollte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) viel Geld auf das Coronavirus schießen und Unternehmen mit Hilfszahlungen vor der Insolvenz schützen. Den großen Worten folgten nicht die entsprechenden Taten, wie die Fuldaer Zeitung in Beispielen zeigt.

Fulda - Katrin Haben (Inhaberin des Brautmodengeschäfts „The One“ in Fulda*) zeigt sich „unfassbar enttäuscht über die Politik“: Eigentlich wäre gerade Hauptsaison im „The One – Bridal Concept Store“ in der Fuldaer Innenstadt, denn mit dem Ende des Winters starten die klassischen Hochzeitsmonate. Doch nun werden viele Eheschließungen, die fürs Frühjahr geplant waren, wegen Corona* verschoben. Und die, die sich trauen, haben Probleme, ein dem Anlass angemessenes Outfit zu finden. Denn auch die Brautmodengeschäfte sind geschlossen.

„Ich bin unfassbar enttäuscht, wie wenig Gedanken sich die Politik macht“, sagt Inhaberin Katrin Haben. „Einzelhändler ist doch nicht gleich Einzelhändler. Wir sind kein Einkaufstempel mit 3000 Quadratmetern. Wir kennen unsere Kunden. Kontaktverfolgung wäre im Fall der Fälle jederzeit möglich. Man vernichtet Existenzen, die keine Gefahr darstellen“, so die Unternehmerin. Ihrem Ärger hat sie in einer achtminütigen Corona-Wutrede auf Instagram Luft gemacht. Auch andere Einzelhändler in Fulda sind sauer auf die Politik*. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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