Wiesbaden muss als Corona-Hotspot weitere Regeln einführen.
+
Wiesbaden muss als Corona-Hotspot weitere Regeln einführen.

Strengere Maßnahmen

Wiesbaden jetzt Hotspot: Stadt verschärft Corona-Regeln

  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
    schließen

In Wiesbaden liegt die Inzidenz über der 350er-Marke. Die Stadt gilt als Hotspot – und muss zusätzliche Regeln einführen.

Wiesbaden – In Hessen gilt weiter hohe Alarmbereitschaft. Aufgrund der hohen Fallzahlen und Inzidenzen hat das Land im Kampf gegen die Corona-Pandemie Maßnahmen ergriffen, die die Ausbreitung des Virus eindämmen sollen. Die neuen Corona-Regeln in Hessen (seit 28.12.2022) beinhalten Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen für Gastronomie, Veranstaltungen und Dienstleistungen. Besonders betroffene Kommunen müssen darüber hinaus noch weitere Regeln einhalten.

Eine Stadt oder ein Kreis gilt als sogenannter Hotspot, sobald die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegt. Erst wenn die betroffene Kommune diesen Wert fünf Tage lang unterschreitet, können die Regeln wieder zurückgenommen werden. Wiesbaden hat inzwischen diesen Wert überschritten.

Corona-Hotspot Wiesbaden: Diese zusätzlichen Regeln gelten

Als Reaktion darauf hat ein Krisenstab der Stadt am Mittwoch (05.01.2022) über künftige Regelverschärfungen beraten. Wiesbaden führte im Anschluss strengere Regeln ein, die seit Sonntag (09.01.2022) gelten. Zu diesen verschärften Regeln zählt dann unter anderem eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone. Dazu gehört auch die untere Goldgasse, wie die Stadt mitteilt.

Außerdem führt Wiesbaden an belebten Orten und Plätzen ein Alkoholverbot ein. Auch hier können die Kommunen nach eigenem Ermessen bestimmen, welche Gebiete betroffen sind. In Wiesbaden sind es folgende Bereiche:

  • Prinzengässchen
  • Grabenstraße
  • Goldgasse
  • Mühlgasse
  • Häfnergasse
  • Drei-Lilien-Platz
  • Bärenstraße bis zur Ecke der Langgasse
  • Wagemannstraße
  • Kleine Langgasse
  • Alfons-Paquet-Straße
  • Luisenplatz
  • Mauritiusplatz
  • die zusammenhängende Fläche des Kochbrunnenplatzes und des Kranzplatzes
  • Kulturpark
  • Bahnhofsplatz
  • Reisingeranlage einschließlich der Herbert-Anlage
  • die Fläche des Warmen Damm
  • das Bowling Green
  • Blücherplatz mit Ausnahme des dortigen Schulgeländes (wodurch dort der Alkoholkonsum nicht automatisch erlaubt ist, es handelt sich jedoch nicht um einen öffentlichen Platz)
  • Wallufer Platz
  • die Nerotalanlagen
  • die sogenannte „Eleonoren Anlage“
  • die zusammenhängende Fläche des Schlossplatzes, des Marktplatzes und des Dernschen Geländes

Wiesbaden als Corona-Hotspot: Verschärfte Regeln für Ungeimpfte

Auch bei Veranstaltungen gelten in Hotspots neue Regeln, sobald mehr als 10 Menschen teilnehmen. Im Außenbereich gilt 2G, also dürfen nur Geimpfte und Genesene solche Veranstaltungen besuchen. Im Innenbereich wird die Regel auf 2G+ erweitert. Dann müssen sich Geimpfte und Genesene vorher auf Corona testen lassen.

Diese Regel gilt zudem in der Gastronomie, bei Übernachtungen in Hotels und im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich– unabhängig von Personenanzahl. Prostitutionsstätten müssen in Hotspot-Regionen ganz schließen.

Corona in Wiesbaden: Die Hotspot-Regeln im Überblick

  • Maskenpflicht in Fußgängerzonen
  • Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen
  • Veranstaltungen im öffentlichen Bereich ab 11 Menschen: Im Innenbereich 2G-Plus, im Außenbereich 2G. Das betrifft sowohl Sport, als auch Kulturveranstaltungen, Gastronomie sowie touristische Übernachtungen im Gastgewerbe. Die Maskenpflicht bleibt bestehen
  • Prostitutionsstätten werden geschlossen

Die Hotspot-Regeln gelten in Wiesbaden zusätzlich zu den generellen Maßnahmen der allgemeinen Corona-Schutzverordnung. (spr)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare