Eröffnung des Impfzetnrums in den Messehallen von Frankfurt (Oder). Es ist das erste Impfzentrum im OSten Brandenburgs.
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Ende September schließen fast alle Corona-Impfzentren in Hessen. Mobile Impfteams rücken dann in den Fokus der Kampagne. (Archivbild)

Corona-Pandemie

Impfzentren in Hessen vor Schließung – wie es dann weitergeht

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Nach rund 4,6 Millionen verabreichten Corona-Impfungen schließen fast alle hessischen Impfzentren Ende September. Doch wie geht es dann mit dem Impfen weiter?

Frankfurt – Fast acht Millionen Corona-Impfdosen wurden in der vergangenen neun Monaten in Hessen* verabreicht. Gut 62 Prozent der Hessinnen und Hessen haben bereits ihren vollständigen Impfschutz gegen Corona* (Stand: 20.09.2021). Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) hervor. Wie das Hessische Innenministerium ergänzt, wurden rund 4,6 Millionen Dosen der zugelassenen Vakzine durch das Personal der insgesamt 28 Impfzentren in Hessen verimpft.

Dennoch hatte das Innenministerium bereits im Juni die Schließung von fast allen Corona-Impfzentren in Hessen bis Ende September angekündigt. Doch wie geht es ab Oktober mit der Impfkampagne gegen das Coronavirus weiter?

Corona-Impfzentren in Hessen: Monatliche Kosten von mehr als 50 Millionen Euro

Laut dem Ministerium sollen Corona-Impfungen dann überwiegend von mobilen Impfteams sowie von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Hessen übernommen werden. In Frankfurt* werde das Impfzentrum jedoch in kleinerer Form erhalten bleiben, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Peter Tinnemann. An anderen Standorten wie Gießen, Fulda und Darmstadt hingegen werden die Einrichtungen schließen und die Gemeinden künftig insbesondere auf mobile Impfteams setzen, wie Anfragen bei den Städten ergaben.

„Die Impfzentren waren insbesondere zu Beginn der Pandemie eine wichtige Anlaufstelle für den verlässlichen Schutz vor dem Coronavirus“, unterstrich das Innenministerium in Hessen. Das Ziel der hessischen Impfkampagne, möglichst schnell viele Menschen mit einer Corona-Impfung zu versorgen, sei nun allerdings erreicht. Für den Betrieb der 28 Impfzentren sind laut Ministerium Kosten in Höhe von insgesamt 50,4 Millionen Euro pro Monat entstanden.

Begrüßt wird die Entscheidung zur Schließung der Corona-Impfzentren von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), wie Sprecher Karl Matthias Roth mitteilte. Die KV hatte das hessische Impf-Management etwa wegen zu hoher Kosten kritisiert. „Die Impfzentren hatten am Anfang sicher eine gewisse Berechtigung, jetzt werden sie nicht mehr gebraucht“, sagte Roth bereits im Juni nach Bekanntgabe der Entscheidung seitens des Corona-Kabinetts der Hessischen Landesregierung. (yw/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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