Tarek Al-Wazir (Grüne)
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Tarek Al-Wazir (Bündnis90/Die Grünen).

Corona-Kabinett berät über Strategie gegen Pandemie

Die aktuelle Corona-Diskussion dreht sich um mehr Testpflichten, die Aussagekraft der Inzidenzwerte und neue Stiko-Bewertungen zum Impfen ab zwölf Jahren. Das Corona-Kabinett beschließt morgen, wie es in Hessen auch zu diesen Fragen weitergehen soll.

Wiesbaden - Das hessische Corona-Kabinett will am heutigen Dienstag darüber beraten, wie der Kampf gegen die Pandemie weiter geführt werden soll. Über die Ergebnisse informiert im Anschluss (13.30 Uhr) der stellvertretende Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne). Bei einem Bund-Länder-Treffen vergangene Woche hatten die Regierungschefs unter anderem beschlossen, dass sich Nicht-Geimpfte auf mehr Testpflichten im Alltag einstellen müssen. Diese Schnelltests sollen ab 11. Oktober in der Regel auch selbst bezahlt werden müssen.

Bund und Länder hatten sich auch darauf geeinigt, die Corona-Wirtschaftshilfen bis zum Jahresende zu verlängern. Keine Verständigung hatte es dagegen bei der Frage gegeben, welche Parameter - neben der Sieben-Tage-Inzidenz - künftig als Grundlage für neue Einschränkungen oder Lockerungen in der Pandemie dienen könnten.

Für Gesprächsstoff im Corona-Kabinett dürfte auch die jüngste Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sorgen. Das Gremium hatte sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren ausgesprochen. Bisher hatte es die Impfung in der Altersgruppe nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikopatienten empfohlen.

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte das neue Stiko-Votum am Montag begrüßt. „Diese Entscheidung ist ein weiterer wichtiger Baustein unserer vielfältigen Maßnahmen für einen sicheren Schulbetrieb und den angestrebten Präsenzunterricht nach den Sommerferien“, erklärte er mit Blick auf den Start ins neue Schuljahr Ende des Monats.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hatte die Landesregierung diese Woche schon verstärkt an die Hessen appelliert, sich impfen und nach der Urlaubsrückkehr testen zu lassen. Entlang viel befahrener Straßen wurden dazu unter anderem Banner und LED-Tafeln aufgestellt, etwa mit der Botschaft: „Zeig dem Virus die Spritze. Jetzt impfen lassen!"“ oder der Frage: „Schon getestet?“. dpa

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