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Nach Lockerung der Corona-Maßnahmen nehmen auch andere Infektionen zu – etwa ausgelöst durch das Respiratorische Synzytial-Virus.

Infektionskrankheiten

Droht durch die Corona-Lockerungen eine Infektionswelle durch das RS-Virus?

  • Carolin Eberth
    VonCarolin Eberth
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Die Corona-Lockerungen führen nicht nur zu einem Anstieg der Covid-19-Infektionszahlen – sie begünstigen auch die Ausbreitung anderer Infektionskrankheiten, wie dem RS-Virus.

Frankfurt – Nach den Sommerferien, wenn alle Schüler in die Klassen zurückkehren, könnte sich nicht nur das Coronavirus wieder verstärkt verbreiten. Auch andere Infektionskrankheiten, wie das RS-Virus, treten bereits jetzt vermehrt auf.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sei dies in mehreren Staaten, darunter in Teilen der USA, der Schweiz und in Israel, bereits der Fall, dass das Respiratorische Synzytial-Virus (RS-Virus) vermehrt nachgewiesen wird. Der Erkältungserreger geht normalerweise hauptsächlich in den Wintermonaten um, breitete sich nun aber auch in der wärmeren Jahreszeit aus. „Kinder gehen wieder zur Schule, sehen Freunde und haben wieder ein normales Leben, und diese Viren rächen sich“, zitierte die Zeitung „Jerusalem Post“ im Juni einen Mediziner.

RS-Virus ist besonders gefährlich für Neugeborene und Kinder

Auch in Deutschland wurde das RS-Virus in diesem Sommer vermehrt registriert, wie der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Jakob Maske, mitteilte. „Wir sehen das aber relativ gelassen.“ Kinder holten die Infekte nach, die sie in der Corona-Zeit verpasst hätten.

Das RS-Virus sei ein normaler Erkältungserreger, bei dem die Gefährdung nicht vergleichbar mit der durch Corona oder einer Grippe sei. Dennoch ist das Virus gefährlich für Frühgeborene und vorerkrankte Neugeborene, für die aber die Möglichkeit zur Vorbeugung mit einer Antikörper-Gabe bestehe.

Unklar bleibt, ob die steigende Zahl der RSV-Fälle in Zusammenhang mit vermehrten Corona-Tests steht. (Carolin Eberth mit dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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