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Corona: Neue Standorte für Erstaufnahme für Geflüchtete

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In den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Hessen leben derzeit mehr als 4700 geflüchtete Menschen an elf Standorten. In den vergangenen Wochen stieg nicht nur die Zahl der Geflüchteten wieder, der Anstieg der Coronainfektionen im ganzen Land macht nach Angaben des zuständigen Regierungspräsidiums Gießen auch eine gelockerte Belegung nötig - das heißt, dass die ursprüngliche Kapazität der Standorte nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden kann.

Gießen - „Aus diesem Grund hat das Land Hessen fünf Jugendherbergen in Büdingen, Grävenwiesbach, Kassel, Lauterbach und Limburg als zusätzliche Ausweichstandorte angemietet“, sagte ein Sprecher. „Zudem sind zwölf Unterkünfte in Leichtbauweise in der Erstaufnahmeeinrichtung errichtet worden.“ Dabei wird es nicht bleiben: Teile der Kelley-Barracks in Darmstadt, der Ray-Barracks in Friedberg sowie der Fritz-Erler-Anlage in Fuldatal-Rothwesten werden künftig als weitere hessische Standorte betrieben, hieß es.

Wegen der Pandemie müssen die Erstaufnahmeeinrichtungen auch Gebäudekapazitäten für Isolier- und Quarantänebereiche für positiv getestete Bewohner beziehungsweise deren Kontaktpersonen frei halten. Anfang Februar waren 353 Bewohnerinnen und Bewohner Corona-positiv.

Die Impfquote unter den Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen beträgt derzeit rund 64 Prozent. „Die tägliche Impfquote bei der Erstuntersuchung im Ankunftszentrum liegt mit 80 bis 90 Prozent derzeit deutlich höher“, hieß es beim Regierungspräsidium. Jeder Neuankömmling erhalte während der Erstuntersuchung im Ankunftszentrum in Gießen ein entsprechendes Angebot zur Covid-19-Impfung.

Das bestehende Impfkonzept werde derzeit aktualisiert, sagte ein Sprecher der Behörde. „Die aktuellen Ausbruchsgeschehen in der Erstaufnahmeeinrichtung zeigen, dass es bei allen derzeit verwendeten Impfstoffen zu Impfdurchbrüchen in der Bewohnerschaft gekommen ist. Die Betroffenen zeigen jedoch lediglich milde Verläufe oder sind symptomfrei.“ dpa

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