Ausgangssperre in Hessen: Die neuen Corona-Regeln
+
Für Corona-Hotspots Hessen wurde eine nächtliche Ausgangssperre beschlossen. (Symbolfoto)

Regelungen verschärft

Ausgangssperre in Hessen: Das gilt es während des Corona-Lockdowns zu beachten

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
    schließen

Aufgrund der hohen Fallzahlen gelten in vielen Regionen in Hessen strenge Ausgangssperren. Eine Übersicht der aktuellen Regeln.

  • Aufgrund der anhaltenden Coronavirus-Pandemie* beschließt die Landesregierung Ausgangssperren in Hotspots.
  • Zudem gilt in den betroffenen Gebieten in Hessen ein Verbot alkoholischer Getränke.
  • Was Betroffene nun wissen müssen: ein Überblick.

Frankfurt – Die Landesregierung in Hessen um Ministerpräsident Volker Bouffier hat nächtliche Ausgangssperren in Gebieten mit sehr vielen Corona-Neuinfektionen beschlossen. Was müssen Menschen in den Regionen, die von der Ausgangssperre betroffen sind, nun beachten?

Ausgangssperre in Hessen: Bouffier kündigt verschärfte Corona-Regeln an

Die Ausgangssperren gelten in Landkreisen und Städten in Hessen mit einer dauerhaften Inzidenz von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern jeweils von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Die entsprechende Verordnung tritt am Freitag (11.12.2020) in Kraft und gilt zunächst bis zum 10. Januar 2021. Ausnahmen von der Ausgangssperre sind in dieser Zeit nur aus wichtigem Grund erlaubt. Zudem gilt dann nach den Worten des Ministerpräsidenten ein ganztägiges Verbot des Konsums von Alkohol in der Öffentlichkeit.

Zudem hat das hessische Corona-Kabinett das etablierte Eskalationsstufenkonzept erweitert. „Wir müssen feststellen, dass die bisherigen Beschränkungsmaßnahmen nicht in dem Maße greifen, wie das bundesweit erhofft wurde. Vielmehr gibt es Hotspots mit sehr hohen Inzidenzen von über 200 Neuinfektionen binnen sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner“, teilte Anne Janz, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration nach der Sitzung des Corona-Kabinetts mit.

Angespannte Lage: Corona-Kabinett in Hessen führt „Warnstufe schwarz“ ein

Für Hessen hat das Corona-Kabinett die Stufe schwarz eingeführt – ab dieser gilt unter anderem die Ausgangssperre. Die Stufe schwarz greife bei einem „diffusen Infektionsgeschehen“, das nicht auf einen überschaubaren und begrenzten Ausbruchsherd beschränkt sei. Die Maßnahmen könnten erst dann wieder aufgehoben werden, wenn die Inzidenz drei Tage in Folge unter 200 gesunken sei.

Ist die Corona-Warnstufe schwarz erreicht, wird eine nächtliche Ausgangssperre für die Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr verhängt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist während dieser Zeit nur aus folgenden gewichtigen Gründen zugelassen:

  • Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst
  • Inanspruchnahme medizinischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen
  • Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen
  • Begleitung Sterbender
  • Teilnahme an Gottesdiensten zu besonderen religiösen Anlässen
  • Versorgung von Tieren sowie zu Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung und -prävention

Folgende Corona-Maßnahmen gelten zudem:

  • Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum und die Abgabe von Alkohol zum sofortigen Verzehr wird untersagt
  • Die Kontaktbeschränkungen gelten auch in der Zeit von 28. Dezember 2020 bis einschließlich 1. Januar 2021

Corona in Hessen: „Weitergehende Ausgangsbeschränkungen in Betracht zu ziehen“

„Ferner in Betracht zu ziehen ist die schulspezifische Umsetzung weitergehender Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung in den älteren Jahrgängen ab Jahrgangsstufe 8 (außer Abschlussklassen). Weitergehende Ausgangsbeschränkungen sind ebenfalls in Betracht zu ziehen“, heißt es vom Land Hessen. (Tim Vincent Dicke) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare