Welche Corona-Regeln gelten beim Friseurbesuch in Hessen?
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Welche Corona-Regeln gelten beim Friseurbesuch in Hessen?

Pandemie

2G oder 3G Corona-Regeln in Hessen: Das gilt jetzt beim Friseurbesuch

  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
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Die hessische Landesregierung hat auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus reagiert. Ab sofort gelten verschärfte Regeln – auch beim Friseurbesuch.

Frankfurt – Die vierte Welle der Corona-Pandemie trifft Deutschland härter als erwartet. Die Inzidenzen und Fallzahlen in Hessen erreichen täglich neue Höchstwerte. Deshalb hat sich das hessische Corona-Kabinett am Freitag (19.11.2021) dazu entschieden, die landesweiten Maßnahmen ab dem 25. November erneut zu verschärfen. Insbesondere körpernahe Dienstleistungen sind von den neuen Corona-Regeln betroffen. Dazu gehören auch Friseurbesuche.

Bisher war die regionale Sieben-Tage-Inzidenz ausschlaggebend für die beim Friseurtermin geltenden Corona-Maßnahmen. Mittlerweile hat der Inzidenz-Wert an Bedeutung verloren. Da die Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage in fast allen hessischen Landkreisen bei über 200 liegen, hat sich die Landesregierung für eine einheitliche Lösung entschieden.

Corona-Regeln in Hessen: 2G oder 3G? Das gilt beim Friseurbesuch

Prinzipiell unterliegen alle körpernahen Dienstleistungen, also beispielsweise Massagen oder Prostitution, der 2G-Regel beziehungsweise der 2G-Plus-Regel. Sie sind somit nur für geimpfte oder genesene Personen zugänglich. Auch Friseure zählen zu den körpernahen Dienstleistungen, fallen in Hessen jedoch unter die Ausnahme-Dienstleistungen.

In der Verordnung vom 25. November wird festgehalten, dass hygienisch oder medizinisch notwendige Behandlungen von der 2G-Regelung ausgenommen werden. Dort gilt die bekannte 3G-Maßnahme. Wer also einen Besuch beim Friseur plant, der muss mindestens einen Negativnachweis in Form eines PCR- oder Schnelltests vorzeigen. Ein Testheft ist ebenfalls möglich. Anders als bisher müssen nun auch Kinder ab sechs Jahren einen 3G-Nachweis vorlegen. Ein negativer Test im Rahmen eines Schulkonzepts zählt zu diesen gültigen Negativnachweisen.

Um das Infektionsrisiko auch bei körpernahen Dienstleistungen zu minimieren, fordert die hessische Landesregierung von jedem Betrieb ein geeignetes Hygienekonzept mit Lüftung, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen. Vor dem nächsten Friseurtermin sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Anbieter erkundigen, was Sie bei der Einhaltung seines Hygienekonzepts beachten müssen. Eine FFP2-Maskenpflicht ist weiterhin gesetzlich vorgeschrieben.

Corona in Hessen: Keine FFP2-Maske beim Friseur für Kinder

Kundinnen und Kunden über 15 Jahre müssen eine Maske der Standards FFP2, KN95, N95 oder etwas Ähnlichem ohne Ausatemventil tragen. Bei Kindern zwischen sechs und 15 Jahren reicht das Tragen einer medizinischen Maske aus. Das arbeitende Personal muss mindestens eine medizinische Maske tragen.

Die Mund-Nasen-Bedeckung darf zwischenzeitlich abgenommen werden, soweit und solange es für die Behandlung erforderlich ist. Alle dienstleistenden Personen müssen nach den Arbeitsschutzregelungen des Bundes geimpft, genesen oder beim Betreten des Betriebs getestet sein. (aa)

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