Mutter und Kind schlendern bei Sonnenschein über die Uferpromenade des Edersees bei Waldeck.
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Die Urlaubsregionen in Hessen befürchten einen neuen Corona-Lockdown.

Urlaub in Hessen

Tourismusbranche fürchtet sich vor neuem Lockdown – Erste Regeln schon in Kraft

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Mehr Menschen machen wieder Urlaub in Hessen. Trotzdem macht sich die Tourismusbranche Sorgen – wegen steigender Corona Zahlen und eines neuen Lockdowns.

Wiesbaden – Die Tourismusbranche im Bundesland sorgt sich um das Herbstgeschäft und befürchtet strengere Corona*-Regeln. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in den hessischen Tourismusregionen ergab, sorgen die aktuell durchaus guten Buchungszahlen nicht für Entspannung bei den Urlaubsbetrieben. Der Tourismus in Hessen hat mit den Lockerungen der Corona-Regeln im Sommer durchaus wieder Fahrt aufgenommen. Seitdem die Inzidenzen in Hessen wieder steigen, wird jedoch die Angst vor einem weiteren Lockdown laut.

Die Reiselust der Deutschen ist trotz der Delta-Variante hoch*. Im Mai 2021 sind insgesamt 3 Prozent mehr Urlaubsgäste nach Hessen gekommen als noch im Vorjahr, wie das Tourismusnetzwerk Hessen meldete. Bei den Reisen aus dem Ausland hat sich Anzahl sogar fast verdoppelt. „Die Betriebe melden für die Sommerferien eine positive Bilanz und hohe Zufriedenheit“, teilte etwa die Edersee Marketing GmbH der dpa mit. Auch in der Rhön, dem Vogelsberg und dem Rhein-Main-Gebiet ist die Nachfrage nach Urlaubsmöglichkeiten gestiegen. Im Odenwald lag das Buchungsaufkommen für Juli und August sogar auf Rekordniveau, inklusive der Zeit vor der Corona-Pandemie. Eine Sprecherin der Odenwald Tourismus GmbH sagte: „Teilweise haben Familien ihren Jahresurlaub im Odenwald verbracht.“

Urlaubsbetriebe appellieren an Corona-Gipfel: Schon jetzt neue Regeln in Hessen

Trotz der guten Situation sind die Betriebe in Hessen zurückhaltend, was ihren Optimismus für den Rest des Jahres angeht. „Das Buchungsaufkommen für die Monate November und Dezember wird davon abhängen, ob angesichts der vierten Corona-Infektionswelle die beliebten Weihnachtsmärkte stattfinden können“, erläuterte die Sprecherin aus dem Odenwald. Deshalb stellte die Urlaubsbranche immer wieder Forderungen an die Politik.

Vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern im August appellierte ein bundesweiter Zusammenschluss aus Tourismusverbänden an die Ministerpräsidenten, einen weiteren Lockdown zu verhindern. „Einerseits besteht die Hoffnung auf eine fortdauernde Öffnung im Rahmen der 3G-Regel“, teilte der Lahntal Tourismus Verband mit. „Steigende Inzidenzen führen jedoch zu wachsenden Unsicherheiten.“ Die Verbände forderten deshalb ebenfalls, dass die Überbrückungshilfe und der Kurzarbeitsregelungen zur Unterstützung von Unternehmen verlängert werden.

Der letzten Forderung ist die Bund-Länder-Konferenz nachgekommen, wobei ebenfalls als Ziel gesetzt wurde, einen neuen Lockdown abzuwenden. Aufgrund der rasant steigenden Inzidenzen wurden allerdings bereits jetzt neue Corona-Regeln für die Gastronomie in Hessen beschlossen. (vbu) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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