Neue Corona-Variante

Omikron-Variante: Sieben weitere bestätigte Fälle in Hessen

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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Die Corona-Variante Omikron ist in Hessen angekommen. Nun werden weitere bestätigte Fälle bekannt.

Update vom Mittwoch, 01.12.2021, 18.24 Uhr: In Hessen gibt es sieben weitere bestätigte Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus. Das teilte das Institut für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Mittwoch mit. „Die Sequenzierungen haben heute bestätigt, dass es sich bei allen sieben Verdachtsfällen um Infektionen mit der Omikron-Variante handelt“, sagte Institutsdirektorin Sandra Ciesek laut Mitteilung.

Damit stieg die Zahl der bestätigten Omikron-Fälle im Bundesland auf acht. Bereits am Sonntag (28.11.2021) war ein erster Fall nachgewiesen worden. „Es ist gut, dass wir in Hessen die Infrastruktur und Expertise haben, um solche Sequenzierung schnell und zuverlässig durchzuführen. Das hilft uns sehr bei der Bewertung der Lage“, wird Sozialminister Kai Klose (Grüne) zitiert.

Omikron-Variante in Hessen: Immer mehr Verdachtsfälle entdeckt

Update vom Dienstag, 30.11.2021, 10.07 Uhr: Auch am Dienstag (30.11.2021) sind weitere Verdachtsfälle einer Omikron-Infektion bekannt geworden. Das teilte die Virologin Sandra Ciesek auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) bestätigte die Meldung über die möglichen Ansteckungen mit der Corona-Variante ebenfalls via Twitter.

„Alles Reiserückkehrer und mit entsprechenden Auffälligkeiten in der Mutations-PCR. Sequenzierung folgt“, schrieb Ciesek, Leiterin des Instituts für medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die Zahl der Omikron-Verdachtsfälle ist in Hessen damit auf sieben Fälle gestiegen. Ciesek erwarte in den kommenden Tagen weitere Verdachtsfälle, wie sie gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Montag (29.11.2021) sagte.

In Hessen sind weitere Omikron-Verdachtsfälle bekannt geworden. (Symbolbild)

Omikron-Variante in Hessen: Frankfurter Virologin informiert über weitere Verdachtsfälle

Update vom Montag, 29.11.2021, 09.17 Uhr: Vier weitere „hochgradige Verdachtsfälle“ einer Omikron-Infektion werden aktuell am Institut für medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt untersucht, wie Sandra Ciesek, Leiterin des Instituts am Sonntagabend (28.11.2021) via Twitter mitteilte.

Bei den Verdachtsfällen handelt es sich laut der Virologin um Reiserückkehrer mit „entsprechenden Auffälligkeiten in der Mutations-PCR“. Eine Sequenzierung steht allerdings noch aus.

Corona-Variante Omikron in Hessen bestätigt – Ministerium nennt Details

Erstmeldung vom Sonntag, 28.11.2021: Frankfurt – Die neue Corona-Variante Omikron ist in Hessen nachgewiesen worden. Die betreffende Person stammt laut dem hessischen Sozialministerium aus dem Rhein-Main-Gebiet. Zunächst hatte es sich um einen Verdachtsfall gehandelt, der am Sonntag (28.11.2021) dann offiziell bestätigt wurde.

Die Person war aus Südafrika kommend am 21. November am Flughafen Frankfurt angekommen. Zu diesem Zeitpunkt sei Südafrika weder als Hochrisiko- noch als Virusvariantengebiet eingestuft gewesen, so das hessische Sozialministerium.

Neue Corona-Variante in Hessen angekommen: Reiserückkehrer landete am Flughafen Frankfurt

Die Person war den Angaben des Ministeriums zufolge vollständig geimpft, entwickelte jedoch im Laufe der Woche Symptome und ließ sich testen. Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek konnte in dem Fall des Reiserückkehrers aus Südafrika mehrere typische Merkmale der Virusvariante feststellen, wie das Sozialministerium am Samstag (27.11.2021) mitteilte. Der Verdacht hat sich mit den am Sonntag vorliegenden Resultaten der vollständigen Sequenzierung bestätigt. Dies teilte der Gesundheitsminister Kai Klose (Die Grünen) am Sonntag auf Twitter mit. Das Gesundheitsamt Frankfurt steht im direkten Kontakt zu der sich in Isolierung befindenden Person, so die Stadt Frankfurt.

Seit Bekanntwerden der neuen Corona-Virus-Variante B1.1.529 testet das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt derzeit alle Reisenden aus Südafrika und Namibia sofort, nachdem sie am Frankfurter Flughafen ausgestiegen sind. Bei den bisher durchgeführten Testungen am Flughafen Frankfurt sind keine der Reisenden positiv getestet worden, so die Stadt in einer Pressemitteilung vom Sonntag.

Omikron-Variante in Hessen – Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit dem Flughafen Frankfurt

Laut dem Gesundheitsdezernenten Stefan Majer sei es – wie mit den vorherigen Corona-Virus-Varianten auch – nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die Omikron Variante auch in Deutschland ankomme. „Das Gesundheitsamt steht dazu in engem Austausch mit dem Frankfurter Flughafen und mit Professor Sandra Ciesek vom Institut für medizinische Virologie der Goethe-Universität Uniklinik. Die Mitarbeitenden des Gesundheitsamts haben vor Ort sofort alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um schnell zu klären, wer infiziert ist und in Quarantäne muss. Für uns alle bedeutet die neue Variante, dass sämtliche Vorsichtsmaßnahmen – Kontakte minimieren, Maske tragen, Abstand halten – jetzt doppelt und dreifach ernst genommen werden müssen“, so Majer der Stadt Frankfurt zufolge.

„Unsere aktuellen Routineverfahren ermöglichen uns zusammen mit dem Frankfurter Flughafen schnell die notwendigen Kontrollmaßnahmen umzusetzen, um das Risiko einer Verbreitung zu minimieren“, ergänzte Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamtes.

Bei einer Person aus dem Rhein-Main-Gebiet ist die Omikron-Variante nachgewiesen worden. Sie war zuvor aus Südafrika kommend am Flughafen Frankfurt gelandet. (Symbolbild)

Neue Corona-Variante in Deutschland: WHO stuft Omikron als „besorgniserregend“ ein

Südafrika, Namibia und zahlreiche Nachbarländer wurden am Sonntag als Virusvariantengebiete eingestuft. Um eine Verbreitung der neuen Virusvariante in Deutschland zu verhindern, wurde der Flugverkehr mit diesen Ländern in der Nacht zum Samstag (27.11.2021) eingeschränkt. Fluggesellschaften dürfen nun nur noch deutsche Staatsbürger und solche mit Wohnsitz in Deutschland zurück nach Deutschland befördern. Außerdem gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht nach Einreise.

Zum ersten Mal nachgewiesen wurde die Variante B.1.1.529, die von der Weltgesundheitsorganisation die Bezeichnung „Omikron“ erhielt, vor Kurzem in Botswana. Seitdem scheint sie sich vor allem in Südafrika verbreitet zu haben. Besonders viele Fälle wurden in der Provinz Gauteng nachgewiesen. Weitere Fälle gibt es in Hongkong und Israel. Aber auch in Belgien, Italien und Großbritannien konnten schon einzelne Omikron-Fälle nachgewiesen werden. In Deutschland wurden bereits in Bayern zwei Personen positiv auf die neue Corona-Variante getestet, wie die Tagesschau berichtete.

Die Omikron-Variante(B.1.1.529) war zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sie als „besorgniserregend“ ein. (Symbolbild)

Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen hoch ansteckend sein könnte und zudem den Schutz der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC haben Omikron daher als „besorgniserregend“ eingestuft. Die Symptome der mit der Omikron-Variante infizierten Menschen sollen bislang mild, jedoch ungewöhnlich ausgefallen sein. (Anna Charlotte Groos) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © David Tanecek/Imago

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