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Coronainfizierte Frau schickt Tochter in die Schule: Bußgeld

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Weil sie mit dem Coronavirus infiziert war und ihre Tochter trotzdem in die Schule gehen ließ, muss eine Frau eine Geldbuße von 300 Euro zahlen. Das hat das Amtsgericht Bad Hersfeld entschieden. Kurz vor den Sommerferien hatte die Frau sich und ihre Tochter per Schnelltest auf Covid-19 getestet. Bei ihr selbst fiel der Test positiv aus, bei ihrer Tochter aber negativ.

Bad Hersfeld - Daraufhin ließ sie ihre Tochter auch einen PCR-Test machen. Allerdings wartete sie das Ergebnis nicht ab und schickte das Mädchen wieder in die Schule, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Später stellte sich heraus, dass sich auch die Tochter mit dem Virus infiziert hatte.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg hatte ein Bußgeld von 500 Euro gegen die Frau verhängt, gegen das sie Einspruch erhob, deshalb ging der Fall vor Gericht. Das Amtsgericht sah in dem Verhalten der Frau einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz. Angesichts ihres eigenen positiven Tests hätte die Frau ihre Tochter zu Hause behalten müssen, sagte der Sprecher. Vor Gericht habe sich die Frau reumütig und einsichtig gezeigt. Auch deshalb sei das Bußgeld auf 300 Euro reduziert worden. Die Entscheidung des Amtsgerichts ist rechtskräftig. Zuvor hatte der private Radiosender Hit Radio FFH darüber berichtet. dpa

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