Sars-CoV-2-Pandemie in Hessen

Coronavirus-Pandemie in Hessen: Ab Montag kein Unterricht an hessischen Schulen

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Coronavirus: Auch in Hessen werden ab Montag wohl alle Schulen geschlossen bleiben. Am Freitag gab es schon 133 Erkrankungen im Bundesland. 

  • Ab dem 16. März bleiben alle Schulen in Hessen geschlossen
  • 133 Coronavirus-Fälle in Hessen (Stand 13.03.2020, 14.00 Uhr)
  • Krankenhäuser in Frankfurt und Rhein-Main-Gebiet verhängen Besuchsstopp

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+++15.47 Uhr: Ab Montag, den 16. März, bleiben wahrscheinlich alle Schulen in Hessen geschlossen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Kabinett zu einer Sondersitzung zusammenkommen und ein Maßnahmenpaket beschließen.

Der Unterricht könnte dann an allen hessischen Schulen bis zum Ende der Osterferien (19.04.) ausgesetzt werden. 

Sehr geehrte Leser*innen, in einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass die Schließung aller Schulen in Hessen bereits offiziell verkündet wurde. Dies ist bisher nicht der Fall. Das war ein Fehler und wir bitten dies zu entschuldigen.

133 Coronavirus-Fälle in Hessen 

+++ 15.21 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Hessen steigt weiter rasant. Das Hessische Sozialministerium meldet heute in Hessen 133 bestätigte Fälle (Stand Freitag, 13.03.2020, 14.00 Uhr) einer SARS-CoV-2-Infektion. Gestern (12.03.2020) waren es noch 91 Fälle. Die meisten Neuerkrankungen gab es im Rheingau-Taunus-Kreis (9), im Main-Kinzig-Kreis (9) und in der Region Kassel (8).  

Die Anzahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen nach Landkreisen und Städten:

  • Bergstraße: 6
  • Darmstadt (Stadt): 0
  • Darmstadt-Dieburg: 4
  • Frankfurt: 15
  • Fulda: 8
  • Gießen: 5
  • Groß-Gerau: 3
  • Hersfeld-Rotenburg: 6
  • Hochtaunuskreis: 5
  • Region Kassel: 14
  • Lahn-Dill-Kreis: 5
  • Limburg-Weilburg: 0
  • Main-Kinzig-Kreis: 11
  • Main-Taunus-Kreis: 4
  • Marburg-Biedenkopf: 7
  • Odenwaldkreis: 0
  • Offenbach (Landkreis): 6
  • Offenbach (Stadt): 1
  • Rheingau-Taunus-Kreis: 14
  • Schwalm-Eder-Kreis: 4
  • Vogelsbergkreis: 2
  • Waldeck-Frankenberg: 4
  • Werra-Meißner-Kreis: 0
  • Wetteraukreis: 2
  • Wiesbaden (Stadt): 7

Der Vogelsbergkreis meldet kurz nach Veröffentlichung der Zahlen des Sozialministeriums seinen dritten Corona-Fall.  

Erkrankt ist ein 59-jähriger Mann aus dem Ostkreis. Derzeit wird er stationär in einer Klinik behandelt.

Der Mann hatte einen Urlaub in Italien verbracht. Nach seiner Rückkehr hatte er lediglich Kontakt zu einer Person, teilt das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises mit.

Coronavirus-Pandemie in Hessen: Sind auch hier bald alle Schulen zu?

+++ 14.34 Uhr: Aus Regierungskreisen ist zu hören, dass auch in Hessen alle Schulen und Kitas geschlossen werden sollen. Die hessische Landesregierung wird heute Mittag zusammenkommen, um die Entscheidung zu diskutieren. 

+++ 13.01 Uhr: Einige Krankenhäuser und Kliniken erlauben keine Besucher mehr. Damit soll die Ansteckungsgefahr möglichst reduziert werden. Insbesondere in Krankenhäusern soll sich die hochinfektiöse Viruserkrankung nicht ausbreiten. Denn die Patienten sind empfindlicher, geschwächter, nicht so robust wie ihre Besucher - die ohne Krankheitssymptome von einer möglichen eigenen Infektion ja gar nichts wissen können. Betroffen sind Krankenhäuser in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet, wie fnp.de*.

Coronavirus: In Hessen schließen immer mehr Schulen - Auch Opel betroffen

+++ 11.55 Uhr: Wegen eines Corona-Verdachtsfalls sind drei Schulen in Lampertheim geschlossen worden. Vorsorglich wurden auch drei benachbarte Schulen - die Biedensandschule, die Elisabeth-Selbert-Schule und das Lessing-Gymnasium - geschlossen. 

+++ 10.57 Uhr: Ein Mitarbeiter des Opel-Konzerns in Rüsselsheim wurde positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Dies bestätigt Opel am Freitagvormittag. Kollegen, die mit dem Mann zusammengearbeitet haben, werden aktuell auf das Coronavirus getestet. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Die Betroffenen sind im Adam-Opel-Haus angestellt. Deshalb wurden sämtliche Mitarbeiter nun ins Home Office geschickt. Die zum Haus gehörende Kantine sowie das dazugehörige Café wurden vorsorglich auch geschlossen. 

+++ 09.20 Uhr: Das Kultusministerium in Hessen hat eine Liste mit Schulen herausgegeben, die wegen Coronavirus-Verdachts am heutigen Freitag, 13.03.2020, geschlossen bleiben: 

  • Grundschule Dutenhofen, Wetzlar  
  • Fritz-Gansberg-Schule, Wiesbaden
  • Diesterwegschule, Wiesbaden
  • Luise-Schroeder-Schule, Wiesbaden
  • Berufliche Schulen Rheingau, Geisenheim 
  • Goetheschule Limburg 
  • Westerwaldschule, Mengerskirchen 
  • Ludwig-Emil-Grimm-Schule, Fuldatal
  • Montessori-Schule, Wiesbaden

+++ 09.12 Uhr: Die Stadt Offenbach hat angesichts der Ausbreitung des Coronavirus viele Veranstaltungen abgesagt, darunter beispielsweise die Sportgala und ein Auftritt von Pop-Star Avril Lavigne in der Stadthalle. 

+++ 06.52 Uhr: Auch in Fuldatal im Landkreis Kassel (Hessen) bleibt eine Schule wegen des Coronavirus geschlossen, wie hna.de berichtet. Der Vater zweier Schüler an der Ludwig-Emil-Grimm-Grundschule sei mit Sars-CoV-2 infiziert,m teilte das zuständige Gesundheitsamt mit. Wie lange die Kinder daheim bleiben müssen, ist noch unklar.

+++ 06.40 Uhr: Die Handball-Saison in Hessen ist beendet – und das auf allen Ebenen, also in allen Spielklassen. Grund sei die Ausbreitung des Coronavirus, wie der Hessische Handball-Verband (hhv) am Donnerstag, mitteilte. Auch andere Veranstaltungen rund um den Handball werden abgesagt, beispielsweise Weiterbildungen und Lehrgänge. Auf- und Abstiege orientieren sich am Tabellenstand von Freitag, 13.03.2020. Der hhv schrieb, man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber aus Fürsorgepflicht für die Gesundheit aller keinen Weg daran vorbei gesehen. 

+++ Update vom Freitag, 13.03.2020, 06.31 Uhr: In Limburg (Kreis Limburg-Weilburg) schließt eine Schule wegen des Coronavirus*. Die Goetheschule bleibt am Freitag, 13.03.2020, vorsorglich geschlossen, wie fnp.de berichtet*. In der Schulgemeinde gebe es einen Sars-CoV-2-Verdachtsfall, teilte das Staatliche Schulamt am Tag zuvor mit. Einen bestätigten Coro-Fall gibt es im Kreis Limburg-Weilburg in Hessen weiter nicht, allerdings haben benachbarte Landkreise mehrere Fälle zu verzeichnen.

+++ 19.32 Uhr: Die Einschränkungen für die Schulen in Hessen nehmen zu: Das Bundesland stellt seine Abiturienten wegen der immer schnelleren Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 vom Unterricht frei, wie fr.de berichtet*- Die Prüfungen sollen dennoch stattfinden. Die als Vorsichtsmaßnahme gedachte Regelung gilt vom kommenden Montag (16.03.2020) an bis zum Beginn der Osterferien (06.04.2020), wie ein Sprecher des Kultusministeriums am Donnerstag sagte. Am kommenden Donnerstag (19.03.2020) beginnen in Hessen die schriftlichen Abiturprüfungen. Die Abiturienten sollen die Schule nur noch dazu betreten.

Coronavirus in Hessen: Drei neue Fälle in Offenbach 

+++ 18.57 Uhr: Es gibt drei neue Coronavirus-Fälle im Kreis Offenbach. Damit liegt die Zahl aller bestätigten Fälle im Kreis nun bei sieben Fällen.

Ein 47-jähriger Mann und eine 41-jährige Frau aus Rödermark sind nachweislich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Beide Fälle stehen im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in Südtirol, wie der Kreis bestätigt. Darüber hinaus wurde das Virus bei einem 40-jährigen Mann aus Langen festgestellt, der zuvor in Österreich war. Alle drei Infizierten befinden sich derzeit in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt in Offenbach ermittelt aktuell die Kontaktpersonen.

Mehrere Kommunen aus dem Osten des Kreises Offenbach melden Probleme im Umgang mit der Corona-Krise, wie op-online.de berichtet. Sie fühlen sich alleingelassen. 

Coronavirus: Neun neue Fälle im Main-Kinzig-Kreis

+++ 17.23 Uhr: Der Hessische Fußball-Verband (HFV) sagt aufgrund der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus den kompletten Spielbetrieb in Hessen ab. Das gilt von der LOTTO Hessenliga bis in die untersten Klassen vorerst bis einschließlich Karfreitag, den 10. April 2020, einzustellen.

+++ 16.49 Uhr: Im Main-Kinzig-Kreis sind gleich neun neue Coronavirus-Infizierte hinzugekommen. Bei den laborbestätigten Fällen handelt es sich um Frauen und Männer mittleren Alters, wie der Landkreis in Gelnhausen mitteilte. Sie hätten sich in einem Skigebiet beziehungsweise bei einem Rückkehrer aus dem Skiurlaub angesteckt. Derzeit zeigten die Erkrankten überwiegend leichte Symptome, die mit denen eines grippalen Infekts vergleichbar seien, berichtete der Kreis.

Weitere Fälle von potenziell Infizierten würden derzeit geklärt. Daher sei mit einer kurzfristigen Steigerung der Fallzahlen zu rechnen. Das Gesundheitsamt habe sämtliche bestätigten Fälle umgehend häuslich isoliert. Gleiches gelte für Personen, mit denen sie in den vergangenen Tagen näheren Kontakt hatten. Bis zum Mittwoch war erst ein Corona-Fall im Kreis registriert worden, wie das hessische Sozialministerium in einer Übersicht mitteilte.

Coronavirus: Busse im Main-Taunus-Kreis bleiben vorne zu - Frankfurt sagt alles ab

+++ 16.45 Uhr: Ab sofort bleibt die vordere Tür der Busse im Main-Taunus-Kreis bis auf weiteres geschlossen. Fahrgäste werden gebeten, die anderen Türen für den Ein- und Ausstieg zu benutzen. Damit soll die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Coronavirus beim Fahrscheinverkauf sowohl für Fahrer als auch für Fahrgäste minimiert werden.

Fahrscheine werden im Bus bis auf Weiteres nicht verkauft. Auch die Sichtkontrollen der Fahrscheine durch den Fahrer entfallen. Dennoch gilt die Fahrscheinpflicht. Die MTV bittet ihre Bus-Fahrgäste, sich möglichst vor Fahrtantritt mit Fahrscheinen zu versorgen oder die elektronischen Tickets zu verwenden. 

+++ 16.43 Uhr: Auch Frankfurt sagt wegen des Coronavirus alle zentralen städtischen Veranstaltungen vorerst ab. Betroffen sei unter anderem ein Einbürgerungsempfang in der Paulskirche, ein Festakt anlässlich des 40-jährigen Bestehens des English Theatre sowie Auszeichnungen und Ehrungen. Das teilte die Stadt Frankfurt mit. Sie sollen nach Möglichkeit später im Jahr nachgeholt werden. Betroffen sind den Angaben zufolge städtische Veranstaltungen im Kaisersaal, im Römer und in der Paulskirche bis einschließlich der Osterferien. Auch alle Veranstaltungen in der Oper Frankfurt, im Schauspiel sowie der Alten Oper und im Mousonturm werden bis auf weiteres abgesagt. Das gilt bereits ab Morgen, Freitag, den 13. März. Auch die Grüne Börse im Palmengarten fällt aus. 

Coronavirus: Hessentag auf der Kippe? – Kassel greift durch

„Wir haben in den vergangenen Tagen gemerkt, dass sich Einschätzungen fast täglich ändern, dass auch die Verunsicherung auf Seiten von Veranstaltern zunimmt. Mit dieser Entscheidung möchte ich ein Stückweit für mehr Klarheit und Planungssicherheit sorgen“, wird Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zitiert.

+++ 16.33 Uhr: Wird der Hessentag wie geplant vom 5. bis 14. Juni in Bad Vilbel stattfinden? Abgesagt wird er zumindest derzeit noch nicht. Das teilt der stellvertretende Regierungssprecher Marco Kreuter auf Anfrage mit. Die Stadt Bad Vilbel als Veranstalter, der Wetteraukreis als zuständige Behörde sowie die Staatskanzlei und weitere an der Veranstaltungsleitung beteiligte Stellen würden sich bei den laufenden Vorbereitungen eng abstimmen. Sollte sich die Lage verändern, werde man „situationsbezogen darauf reagieren“.

Wie der Wetterauer Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs mitteilte, schließt sich das Gesundheitsamt den aktuellen Empfehlungen von Bund und Land an. „Jede Ansammlung von Menschen, also jede Versammlung impliziert auch ein Restrisiko der möglichen Ansteckung. Das muss jedem klar sein.

+++ 15.49 Uhr: Die Stadt Kassel greift wegen dem Coronavirus jetzt durch: Sie macht alle Theater, Kinos und Diskotheken dicht. Auch die Messe wird vorerst und voraussichtlich bis Ende April geschlossen. Alle städtischen Veranstaltungen werden abgesagt.

Kinos, Diskotheken und auch Saunen müssen laut der Stadt Kassel komplett schließen. Alle Veranstaltungen mit größeren Menschenansammlungen werden von der Stadt bis Ende April untersagt. So soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

Auch die Stadt Langen (Kreis Offenbach) sagt die in den nächsten 14 Tagen geplanten Comedy- und Kabarettaufführungen in der Stadthalle ab. Kurzfristig dem Virus zum Opfer fällt zudem die für den morgigen Samstag geplante „Rock am Sterzbach“-Party in der Stadthalle.

Coronavirus: Zahl der Infizierten in Hessen fast verdoppelt

+++ 14.13 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Hessen steigt rasant: Wie das Sozialministerium mitteilt, sind mittlerweile (Stand Donnerstag, 12.03.2020, 14.00 Uhr) 91 Sars-CoV-2-Infektionen bestätigt. Am Mittwoch (11.03.2020) waren es noch 48 Fälle gewesen, die Zahl der Infizierten hat sich also fast verdoppelt.

Die Anzahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Hessen nach Landkreisen und Städten:

  • Bergstraße: 6
  • Darmstadt (Stadt): 0
  • Darmstadt-Dieburg: 1
  • Frankfurt: 15
  • Fulda: 5
  • Gießen: 5
  • Groß-Gerau: 1
  • Hersfeld-Rotenburg: 6
  • Hochtaunuskreis: 4
  • Region Kassel: 6
  • Lahn-Dill-Kreis: 5
  • Limburg-Weilburg: 0
  • Main-Kinzig-Kreis: 2
  • Main-Taunus-Kreis: 3
  • Marburg-Biedenkopf: 7
  • Odenwaldkreis: 0
  • Offenbach (Landkreis): 5
  • Offenbach (Stadt): 1
  • Rheingau-Taunus-Kreis: 5
  • Schwalm-Eder-Kreis: 1
  • Vogelsbergkreis: 2
  • Waldeck-Frankenberg: 4
  • Werra-Meißner-Kreis: 0
  • Wetteraukreis: 1
  • Wiesbaden (Stadt): 6

Wie das Sozialministerium mitteilt, weisen alle erkrankten Menschem aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf. „Eine stationäre Aufnahme trotz keiner oder nur milder Symptome wird in Betracht gezogen, wenn die Wohnsituation der Person eine häusliche Absonderung nicht oder nur schwer zulässt“, heißt es in der Mitteilung.

+++ 11.49 Uhr: Die Luminale ist abgesagt. Sie sollte vom Donnerstag (12.03.2020) bis zum Sonntag (15.03.2020) in Frankfurt und Offenbach stattfinden. „Aufgrund der aktuellen Auflagen der Gesundheitsbehörden, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen, hat sich die Messe Frankfurt als Veranstalterin der Luminale kurzfristig entschieden, das Lichtfestival abzusagen“, heißt es in einer Mitteilung der Messe Frankfurt.

+++ 11.27 Uhr: Der Landkreis Offenbach meldet neue Infektionen mit dem Coronavirus: Zwei weitere Menschen seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Damit liegt die Zahl der Erkrankten im Kreis Offenbach bei insgesamt vier Fällen.

Betroffen ist ein 47 Jahre alter Mann aus Neu-Isenburg. Er war aus einem Urlaub in Ischgl in Österreich zurückgekehrt. Außerdem ist ein 28 Jahre alter Mann aus Hainburg infiziert, der Kontakt mit Rückkehrern aus Italien hatte. „Die beiden Infizierten befinden sich derzeit in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt ermittelt aktuell die Kontaktpersonen“, heißt es in der Mitteilung des Kreises.

Coronavirus (Sars-CoV-2): Land Hessen ordnet Absage von Großveranstaltungen an

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 10.42 Uhr: Wegen des Coronavirus müssen in Hessen jetzt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen abgesagt werden. Das teilte Sozialminister Kai Klose via Twitter mit. Er werde „heute anweisen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen abzusagen“. Grund dafür seien die neuen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der „uneinheitliche Umgang mit den bestehenden Empfehlungen in den Kommunen“, so Klose.

Coronavirus in Hessen: Maßnahmen in Kliniken in Limburg

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 08.14 Uhr: Aufgrund der konstanten Ausbreitung des Coronaviru s in Limburg* haben Kliniken erste Maßnahmen besprochen. In den St. Vincenz-Kliniken ist ab sofort nur noch ein Besucher pro Patient erlaubt. Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen und in Absprache mit dem Stationspersonal zugelassen. 

„Gerade im Krankenhaus wollen wir die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung nicht erhöhen sondern besonders niedrig halten. Von daher setzen wir auf das Verständnis und die Unterstützung der Bevölkerung, damit wir in dieser besonderen Situation die medizinische Versorgung der Menschen der Region auch weiterhin optimal gewährleisten können“, erklären der Ärztliche Direktor, PD Dr. Michael Fries, und Geschäftsführer Guido Wernert übereinstimmend. 

Gleichzeitig appellieren die Verantwortlichen an die Bevölkerung, nur bei schweren Symptomen wie hohem Fieber und Atemnot oder starkem Husten, eine Notaufnahme aufzusuchen. Bei Verdacht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollten Betroffene ihren Hausarzt zunächst telefonisch informieren und mit ihm das weitere Vorgehen besprechen.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: Mehrere Schulen bleiben geschlossen

Update vom Donnerstag, 12.03.2020, 7.22 Uhr: Im Hessen bleiben aufgrund des neuartigen Coronavirus mehrere Schulen geschlossen. In Hochheim am Main (Main-Taunus-Kreis) bleibt die Heinrich-von-Brentano-Schule wegen eines Verdachtsfalls geschlossen. In Wetzlar fällt der Unterricht an der Grundschule in Dutenhofen aus. Dort hatten zwei Personen Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall. Und in Wiesbaden wird es heute an der Friedrich-von-Schiller-Schule keinen Unterricht geben, weil es dort auch einen Kontakt zu einem Coronavirus-Fall gegeben hat. 

Coronavirus in Hessen: Zahl der Infizierten steigt – Schulen und Kindergarten geschlossen

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 20.40 Uhr: Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) vermisst klare Vorgaben von Bund und Land zum Umgang mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bei größeren Veranstaltungen. Die Absage von Veranstaltungen müssten Kommunen im Einzelfall entscheiden, sagte Majer am Mittwoch in Frankfurt. Bislang gebe es nur Empfehlungen von Bund und Land Hessen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern nicht stattfinden zu lassen. „Es ist vollkommen klar, dass wir da klare Regeln brauchen auf einer übergeordneten Ebene“, sagte der Frankfurter Dezernent. Er entschuldigte sich für die Kehrtwende der Stadt bezüglich des Fußballspiels zwischen Eintracht Frankfurt und Basel.

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen ist unterdessen weiter gestiegen. Am Mittwochnachmittag (14.00 Uhr) meldete das Sozialministerium in Wiesbaden 48 bestätigte Sars-CoV-2-Fälle. Bis Dienstagnachmittag waren es 34 Fälle gewesen. Unter anderem gab es vier neue Fälle in Frankfurt und drei neue Fälle in Fulda. "Alle erkrankten Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf", hieß es.

Die Liste der wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 abgesagten oder verschobenen Messen in Frankfurt wird immer länger. Am Mittwoch wurde die für Mitte Mai geplante Touristik-Messe IMEX vom Veranstalter abgesagt, nachdem das Land Hessen sich gegen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern ausgesprochen hatte. Die für 3400 Aussteller und 5100 Fachbesucher ausgelegte IMEX reiht sich ein in mehrere bereits betroffene Messen. Am Dienstag war die Landwirtschaftsmesse Land und Genuss ins kommende Jahr verschoben worden.

Coronavirus in Hessen: Erneut Person im Kreis Offenbach positiv getestet

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 17.12 Uhr: Erneut ist eine Person im Kreis Offenbach positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen 29-jährigen Mann aus Mühlheim, so die Kreisverwaltung. Er war aus dem Urlaub in Südtirol zurückgekehrt. Er befinde sich zurzeit in häuslicher Quarantäne.

Das Gesundheitsamt habe den kleinen Kreis der Kontaktpersonen ermittelt. Die Lebensgefährtin sei negativ getestet worden. Sie befinde sich ebenfalls in Quarantäne

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: Fall in Kindergarten in Wiesbaden

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 16.40 Uhr: In einem Kindergarten in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist ein Coronavirus-Fall festgestellt worden. Das meldet das städtische Gesundheitsamt. Das Kind habe zuletzt am Donnerstag (05.03.2020) mit grippalen Symptomen die städtische Kindertagesstätte besucht, berichtet die Stadt. 

Die Einrichtung werde vorsorglich von Donnerstag (12.03.2020) bis zum 20.03.2020 geschlossen bleiben. Das Gesundheitsamt werde Kontakt zu allen Familien und Mitarbeitenden aufnehmen und die weiteren erforderlichen Maßnahmen in die Wege leiten. Die Kinder sollen in der Zeit der Schließung der Kindertagesstätte zu Hause bleibe.

Außerdem hat sich der Verdacht auf eine Sars-CoV-2-Infektion beim Ehemann der bereits am letzten Freitag (06.03.2020) positiv getesten Wiesbadenerin bestätigt. Das Ehepaar war am 01.03.2020 aus dem gemeinsamen Südtirol-Urlaub nach Hessen zurückgekommen. Sie befinden sich seitdem in häuslicher Quarantäne. Beiden gehe es gut. Die Symptome sind bereits rückläufig, so das Gesundheitsamt.

Coronavirus in Hessen: Frau aus Hanau aus Überwachung entlassen

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 16.01 Uhr: Eine Entwarnung meldet das Gesundheitsamt im hessischen Main-Kinzig-Kreis: Eine Hanauerin wurde aus der häuslichen Überwachung entlassen. Ihre Krankheit ist überstanden. Sie war vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zwei weitere Tests fielen dann negativ aus.

Als weitere Sicherheitsvorkehrung wurden parallel dazu sämtliche Kontaktpersonen ermittelt und häuslich isoliert. Deren Tests auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) haben bereits in den vergangenen Tagen durchweg negative Ergebnisse gezeigt.

Coronavirus in Hessen: Zweiter Fall im Kreis Groß-Gerau bestätigt

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 15.32 Uhr: Im Kreis Groß-Gerau gibt es einen zweiten bestätigten Fall von Coronavirus Sars-CoV-2. Darüber informierten am Mittwoch (11.03.2020) Gesundheitsdezernent Walter Astheimer (Grüne) und Landrat Thomas Will (SPD). 

Bei der Betroffenen handele es sich um eine Frau aus dem Kreisgebiet, Jahrgang 1967, die mit ihrem Mann am Freitag (06.03.2020) aus dem Skiurlaub in Südtirol nach Hessen zurückgekehrt war. Die Frau ist mit ihrem Mann nach Angaben des Gesundheitsamts isoliert, sie befindet sich in Quarantäne im eigenen Haus. „Die Patientin weist Krankheitszeichen eines grippalen Infekts auf“, sagte die Leiterin des Gesundheitsamts, Angela Carstens.

Das Kreisgesundheitsamt prüfe, ob die Patientin möglicherweise weitere Personen angesteckt haben könnte, hieß es weiter. Doch nach bisherigem Kenntnisstand des Gesundheitsamts habe die Frau in den letzten Tagen wenige Kontakte gehabt. „Die Frau hat sehr umsichtig gehandelt, weil sie nach dem Auftreten der ersten Symptome am 7. März gleich selbst in Quarantäne gegangen ist“, erklärte Carstens.

Als die Frau Symptome eines grippalen Infekts entwickelte, hatte das Gesundheitsamt schließlich den Abstrich veranlasst. „Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit der Patienten, ihr Gesundheitszustand wird regelmäßig kontrolliert, unser Team betreut sie sehr engmaschig und steht ihr mit Rat und Tat zur Seite“, so Carstens. 

In Hessen gibt es bisher 48 bestätigte Coronavirus-Fälle

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 14.42 Uhr: In Hessen gibt es mittlerweile 48 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das meldet das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Alle Betroffenen weisen zurzeit milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf. 

Folgende Städte und Landkreise in Hessen haben seit Ausbruch des neuartigen Coronavirus Fälle gemeldet:

  • Bergstraße: 3
  • Darmstadt-Dieburg: 1
  • Frankfurt: 8
  • Fulda: 5
  • Gießen: 4
  • Groß-Gerau: 1
  • Hochtaunuskreis: 3
  • Landkreis Kassel: 2
  • Lahn-Dill-Kreis: 4
  • Main-Kinzig-Kreis: 1
  • Main-Taunus-Kreis: 3
  • Marburg-Biedenkopf: 3
  • Landkreis Offenbach: 1
  • Stadt Offenbach: 1
  • Rheingau-Taunus-Kreis: 2
  • Vogelsbergkreis: 2
  • Waldeck-Frankenberg: 3
  • Stadt Wiesbaden: 1

Neue bestätigte Infektionen gibt es am Mittwoch (11.03.2020) in Bergstraße (1), Frankfurt (4), Fulda (3), Landkreis Kassel (1), Main-Taunus-Kreis (1), Marburg-Biedenkopf (1), Vogelsbergkreis (1) und Waldeck-Frankenberg (2). 

In Stadt Darmstadt, Hersfeld-Rotenburg, Stadt Kassel, Limburg-Weilburg, Odenwaldkreis, Schwalm-Eder-Kreis, Werra-Meißner-Kreis und Wetteraukreis gibt es keine offiziell bestätigten Fälle. 

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 12.52 Uhr: Nun ist es offiziell: Das Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals zwischen Eintracht Frankfurt und FC Basel wird am Donnerstag (12.03.2020) trotz der Ausbreitung des Coronavirus mit Fans stattfinden. Das Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.03.2020) wird hingegen vor leeren Rängen ausgetragen. Das haben Eintracht Frankfurt und die Stadt Frankfurt bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mitgeteilt. 

Coronavirus in Hessen: General der US-Army in Wiesbaden womöglich infiziert

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 11.13 Uhr: Der oberste General der US-Army in Europa mit Hauptsitz in Wiesbaden, Christopher Cavoli, hat sich möglicherweise auf einer Nato-Konferenz mit dem Coronavirus infiziert. Das meldet die Wochenzeitung „Politico Europe“. 

Er und weitere Mitglieder der amerikanischen Streitkräfte in Erbenheim hätten sich freiwillig in Quarantäne begeben. Oberkommandierender Cavoli habe gemeinsam mit seinen Kollegen alle empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, so Ryan McCarthy von der Garnison in Erbenheim. Sie arbeiten jetzt Zuhause.  Man stehe im ständigen Austausch mit den deutschen Gesundheitsbehörden und Ärzten. 

Coronavirus breitet sich in Hessen immer weiter aus

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 09.23 Uhr: An der Heinrich-von-Brentano-Schule in Hochheim (Main-Taunus-Kreis) gibt es einen Coronavirus-Verdachtsfall. Ein Schüler, der sich möglicherweise mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert hat, soll am heutigen Mittwoch getestet werden, teilte der Main-Taunus-Kreis mit. 

Sicherheitshalber wurden alle rund 750 Schüler der Gesamtschule nach Hause geschickt. Im Laufe des Tages wolle man über das weitere Vorgehen informieren, hieß es. Bislang gibt es im Main-Taunus-Kreis drei bestätigte Fälle des Coronavirus

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 20.26 Uhr: Im Landkreis Marburg-Biedenkopf wurde am Abend ein weiterer Fall gemeldet, im Landkreis Rheingau-Taunus wurden nach Angaben der örtlichen Behörden bis zum Abend sogar drei weitere Fälle bestätigt. Damit dürfte die Gesamtzahl der in Hessen gemeldeten Fälle nun bei 39 liegen.

Coronavirus in Hessen: Frau aus Kelkheim geht es „mäßig gut“

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 18.54 Uhr: Der Main-Taunus-Kreis berichtet am Abend über einen weiteren bestätigten Fall des Coronavirus. Der Frau aus Kelkheim gehe es „mäßig gut“, sie stehe unter häuslicher Quarantäne.

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 17.03 Uhr: Das Gesundheitsamt hat einen Kindergarten im Kreis Bergstraße im Lautertaler Ortsteil Beedenkirchen für einen Tag geschlossen. Der Grund: ein zweiter Corona-Fall im Kreis Bergstraße. Alle Kontaktpersonen im Kindergarten sind unter Quarantäne gestellt worden, teilt der Kreis mit. Dabei handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. 

Zudem sei empfohlen worden, dass die Kinder der Einrichtung 14 Tage lang zuhause bleiben sollten. Auch drei Schüler befänden sich in Quarantäne. Da sie nach Kontakt mit der Patientin nicht mehr in der Schule gewesen seien, müsse diese nicht geschlossen werden. 

Coronavirus in Hessen: Sozialministerium empfiehlt Absage von Veranstaltungen

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 16.07 Uhr: Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration empfiehlt wegen des Coronavirus allen Veranstaltern und Gesundheitsbehörden die Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. 

„Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Italien und des aktuellen Verlaufs der Sars-CoV-2-Infektionen lässt sich die Gefahr einer Virusübertragung bei großen Menschenansammlungen, insbesondere in geschlossenen Räumen, nicht sicher beurteilen“, teilt Kai Klose, hessischer Minister für Soziales und Integration, mit. 

Zudem spricht sich das Ministerium für eine Absage von Veranstaltungen mit unter 1000 Teilnehmern aus, wenn die erwarteten Besucher aus Risikogebieten kommen könnten.

Das Coronavirus beeinflusst den Alltag* vieler Menschen immer stärker - auch in Frankfurt. Noch ist die Bedrohung nicht spürbar, aber die Unsicherheit wächst bei den einen - die anderen reagieren gelassen. 

Coronavirus in Hessen: Zehn Untersuchungszentren für Verdachtsfälle

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 15.49 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung wird hessenweit zehn Untersuchungszentren für Corona-Verdachtsfälle einrichten. Das bestätigte Alexander Kowalski, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung. 

Wo genau sich die Zentren für Coronavirus-Infizierte befinden, will die Kassenärztliche Vereinigung zunächst nicht veröffentlichen. Der Grund: Vor den Zentren sollen sich keine langen Schlangen bilden. Die Einrichtungen sollen keinem Ansturm an besorgten Menschen ausgesetzt sein. 

„Das wäre im Moment nicht zielführend. Die Zentren sind für die Fälle gedacht, wo eine Testung wirklich notwendig ist“, so Kowalski. Dort sollen nur ernstzunehmende Verdachtsfälle schnell überprüft werden können. 

Betroffene können sich bei einem Coronavirus-Verdacht beim Hausarzt, beim zuständigen Gesundheitsamt und über die zentrale Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Hessen melden - unter der Telefonnummer 116 117. 

Coronavirus (Sars-CoV-2): Anzahl der Infektionen in Hessen steigt auf 34 

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 14.41 Uhr: Die Anzahl der Sars-CoV-2-Infektionen steigt in Hessen weiter an. Mittlerweile gibt es 34 bestätigte Fälle. Das meldet das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Jeweils eine neue Infektion gebe es nun auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg und im Hochtaunuskreis

Die Person aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg habe sich im Urlaub im Zillertal angesteckt. Sie zeige milde Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Die Person aus dem Hochtaunuskreis habe Kontakt zu einer anderen positiv getesteten Person aus dem Hochtaunuskreis gehabt. Alle erkrankten Personen würden aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen aufweisen.

Coronavirus breitet sich in Hessen aus: Im Main-Taunus-Kreis gibt es zwei Fälle

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 12.38 Uhr: Auch im Main-Taunus-Kreis gibt es jetzt zwei bestätigte Fälle des Coronavirus. Das teilen Landrat Michael Cyriax und Kreisabgeordnete Madlen Overdick mit. Bei den Betroffenen handele es sich um eine Frau aus Eschborn und einen Mann aus Bad Soden. 

Bei befänden sich unter häuslicher Quarantäne. Die Frau sei nur leicht erkrankt, der Mann stärker. Das Gesundheitsamt ermittle zurzeit mögliche Kontaktpersonen. 

Den Angaben zufolge war der Mann aus dem Skiurlaub im Risikogebiet Südtirol zurückgekehrt. Die Frau hatte wohl Kontakt zu einer infizierten Person aus einem anderen Landkreis. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei uns einen bestätigten Corona-Fall gibt“, sagte Overdick. 

In Italien scheint die Lage immer dramatischer zu werden. In dem Land lag eine Frau nach ihrem Tod stundenlang in der Wohnung, kein Bestatter, kein Arzt kam vorbei. Sie war mit dem Coronavirus infiziert. Der Bruder erhebt schwere Vorwürfe. 

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 11.44 Uhr: Im Landkreis Gießen gibt es den nächsten bestätigten Coronavirus-Fall. Eine 1983 geborene Frau aus einer offiziell nicht näher genannten Kreisgemeinde ist erkrankt. Das meldet die Kreisverwaltung. Die Betroffene sei am Sonntag (08.03.2020) aus Österrreich zurückgekehrt. Dort habe sie sich wohl mit dem Erreger angesteckt. 

Ihre Infektion wurde am Montagabend (09.03.2020) bestätigt. Die Frau habe Fieber und befinde sich mit ihrere Familie in häuslicher Quarantäne. Sie werde vom Gesundheitsamt betreut. Weitere Kontaktpersonen seien ermittelt. Diese wohnen allerdings nicht in Hessen, so die Kreisverwaltung. Damit sind im Landkreis Gießen nun vier Coronavirus-Fälle offiziell bestätigt. 

Coronavirus in Hessen: Erster Fall im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 11.08 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Hessen weiter aus. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es zwei bestätigte Fälle. Eine 50 Jahre alte Frau und ihr gleichaltriger Ehemann haben sich mit dem Erreger infiziert. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das teilt der Landkreis mit. 

Das Ehepaar hatte sich zuvor in Südtirol aufgehalten. Nach ihrer Rückkehr haben sie Kontakte gemieden und sich ärztlichen Rat eingeholt. Ärzte des Gesundheitsamtes betreuen die Betroffenen, so der Landkreis. Ob es Kontaktpersonen gibt, werde noch überprüft. 

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 09.45 Uhr: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist bei der Deutschen Bank in Frankfurt ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Kollegen, die mit ihm in Kontakt standen, müssten vorübergehend ihren Arbeitsplatz wechseln, einige ins Home-Office. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet unter Berufung auf Finanzkreise, es sei eine höhere zweistellige Zahl von Mitarbeitern der Deutschen Bank betroffen. 

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 08.15 Uhr: Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein Mitarbeiter sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die EZB in Frankfurt am Main mit. Rund 100 Kollegen, die in der Nähe des Betroffenen gearbeitet haben, sollen als Vorsichtsmaßnahme demnach nun von zu Hause aus arbeiten. „Potenziell betroffene“ Büros würden gründlich gereinigt.

EZB berät über Maßnahmen wegen Corona-Virus

Am Donnerstag trifft sich der EZB-Rat zu seiner nächsten geldpolitischen Sitzung. Beraten werden die Ratsmitglieder über zusätzliche Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft in der Eurozone wegen der Belastungen durch die Coronavirus-Epidemie.

Update vom Dienstag, 10.03.2020, 06.42 Uhr: Die Schüler der Gesamtschule in Kelkheim-Fischbach, die vergangene Woche von einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekommen sind, bleiben zwei Wochen lang der Schule fern. Wie die Verantwortlichen des Main-Taunus-Kreises mitteilten, sollen sie bis Mittwoch (18.03.2020) die Schule nicht mehr betreten, wie fnp.de berichtet*.

Schüler aus Kelkheim müssen wegen Coronavirus-Risiko zu Hause bleiben Das Gesundheitsamt hatte die Frist von einer auf zwei Wochen verlängert, weil Südtirol insgesamt als Risikogebiet gilt und die Krankheit innerhalb von zwei Wochen ausbrechen kann. 

Nach der Rückkehr aus Südtirol, wo zumindest theoretisch die Möglichkeit zu kurzzeitigen Kontakten mit einem Corona-Verdachtsfall bestand, waren zunächst die 70 Schüler vom Unterricht freigestellt worden. Mittlerweile sollten auch die acht begleitenden Lehrer daheim bleiben.

Coronavirus in Hessen: Frau aus Offenbach positiv getestet

Update vom Montag, 09.03.2020, 20.43 Uhr: Eine Frau aus Offenbach, die sich derzeit aus familiären Gründen in Nordrhein-Westfalen aufhält, ist positiv auf den Coronavirus-Erreger SARS-CoV-2 getestet worden. Wie Dr. Bernhard Bornhofen, der Leiter des Stadtgesundheitsamts Offenbach, am Abend mitteilte, befindet sich die 35-Jährige derzeit in Nordrhein-Westfalen unter Quarantäne. Ihr gehe es den Umständen entsprechend gut – sie zeige nur leichte Symptome. 

Mit dem Corona-Virus angesteckt hat sich die Offenbacherin offenbar bei einer dienstlichen Tagung in Österreich. Vor drei Tagen erfuhr sie von ihrem Arbeitgeber in Frankfurt, dass ein Teilnehmer der Tagung positiv auf das Virus getestet wurde. „In der Zeit, in der sie ansteckend gewesen sein könnte, hielt sich die Person nur an einem Tag in Offenbach, ansonsten in Frankfurt und Nordrhein-Westfalen auf“, so Bornhofen. 

Coronavirus in Hessen: Drei Menschen unter Quarantäne gestellt

Auf Anordnung der jeweils zuständigen örtlichen Gesundheitsämter wurden vorsorglich drei weitere Personen, mit denen die Frau seit ihrer Rückkehr aus Österreich Kontakt hatte, unter häusliche Quarantäne gestellt. Die drei Personen leben in der Stadt Offenbach, im Landkreis Offenbach und in Frankfurt am Main.

Update vom Montag, 09.03.2020, 17.41 Uhr: Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 hat nun 26 Menschen in Hessen infiziert. Dies teilte das hessische Sozialministerium mit. Den Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut. In einer Meldung des Ministeriums heißt es dazu: „Alle erkrankten Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf.“

Update vom Montag, 09.03.2020, 16.52 Uhr: Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weiter aus. In Hessen sind mittlerweile 25 Menschen erkrankt. Das teilt Kai Klose, Hessischer Minister für Soziales und Integration, auf einer Pressekonferenz des Hessischen Sozialministeriums mit. 

Neue Infektionen gibt es in folgenden hessischen Landkreisen: 

  • zwei Fälle im Lahn-Dill-Kreis
  • zwei Fälle im Landkreis Fulda
  • ein Fall im Rheingau-Taunus-Kreis.

Coronavirus in Hessen: Schulen sollen nicht flächendeckend geschlossen werden

Schulen und Unis wie in Italien wolle man zurzeit nicht flächendeckend schließen. „An dem Punkt sind wir mit Sicherheit noch nicht“, sagte Klose. Die geringe Anzahl der bestätigten Fälle sei ein Beleg dafür, dass die aktuelle Strategie in Hessen gut funktioniere, so Klose. Ob Schulen und Unis in bestimmten Fällen geschlossen werden, müsse man einzeln prüfen. 

Die Schulen zu diesem Zeitpunkt flächendeckend zu schließen, sei laut Prof. Dr. Dr. René Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, „unverhältnismäßig“. 

Das Gleiche gelte für Veranstaltungen ab 1000 Besuchern. Ob der Hessentag 2020 in Bad Vilbel Anfang Juni stattfinden werde, könne Klose nicht sagen: „Das ist noch relativ lange hin“. 

Coronavirus in Hessen: Virus überlebt wohl maximal sechs Tage auf Oberflächen

Gerade ältere Menschen und Menschen mit geschwächten Immunsystem sind laut Klose gut beraten, in dieser Zeit ihre sozialen Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren. „Wir müssen uns besonders um diejenigen kümmern, die besonders gefährdet sind“.  

Prof. Dr. Sandra Ciesek, Virulogin der Universitätsklinik Frankfurt am Main, erklärte, dass das neuartige Virus auf Oberflächen maximal sechs Tage unter Laborbedingungen überlebt - und nicht neun Tage, wie zuletzt häufig berichtet wurde. Außerhalb von Laboren könne das Virus auch früher sterben. 

Laut Ciesek werden bereits zugelassene Substanzen auf eine antivirale Wirkung gegen das Coronavirus untersucht. Sie könnten sofort als Gegenmittel eingesetzt werden. Man erwarte in wenigen Wochen bis Monate neue Erkenntnisse. 

Coronavirus in Hessen: Erste Infektion in Wiesbaden

Update vom Montag, 09.03.2020, 13.54 Uhr: Die erste Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 ist in der Landeshauptstadt Wiesbaden bestätigt worden. Das teilt die Stadt Wiesbaden am Montag (09.03.2020) mit. Damit steigt die Anzahl der bestätigten Infektionen in Hessen auf 22. 

Die 1967 geborene Frau sei am 29. Februar mit grippalen Symptomen aus dem Grödnertal in Südtirol zurückgekehrt. Auch ihr Mann wurde mittlerweile auf eine Infektion getestet. Er hatte seine Frau in Südtirol begleitet. Das Ergebnis stehe noch nicht fest. Auch er befinde sich in Quarantäne. 

Die Frau war nach ihrer Rückkehr nicht zur Arbeit gegangen, so die Stadt Wiesbaden. Es gehe ihr inzwischen gut. 

Update vom Montag, 09.03.2020, 13.27 Uhr: Nach dem Verdacht auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus sind alle Tests bei Schülern der Lahntalschule in Lahnau auf Sars-CoV-2 negativ verlaufen. Trotzdem bleiben alle Beteiligten der aus einer Skifreizeit aus Südtirol zurückgekehrten Klassen und ihre Betreuer vorsorglich in Quarantäne, teilte der Lahn-Dill-Kreis am Montag (09.03.2020) mit. 

Bei 52 noch am Freitag (06.03.2020) getesteten Personen mit Erkältungssymptomen seien die Befunde negativ. Der Kreis empfahl auch allen Menschen, die in derselben Wohnung oder im selben Haus wohnen und in sensiblen Bereichen arbeiten, sich mit ihrem Arbeitgeber in Verbindung zu setzen. 

Südtirol gilt mittlerweile nach Angaben des Robert-Koch-Institus als Risikogebiet.

Coronavirus in Hessen: EZB-Mitarbeiter sollen von Zuhause aus arbeiten

Update vom Montag, 09.03.2020, 09.17 Uhr: Die rund 3.700 Beschäftigten der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main sollen am Montag (09.03.2020) von Zuhause aus arbeiten. Das hat eine EZB-Sprecherin mitgeteilt. 

Mit dem Test wolle die Zentralbank ihren Notfallplan überprüfen, der bei einer Infizierung von Mitarbeiten mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft treten würde. Getestet werde unter anderem die IT-Infrakstruktur - also Laptops und die Datenübermittlung. 

Update vom Sonntag, 08.03.2020, 17.05 Uhr: Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich immer weiter in Hessen aus. Die Zahl der Infizierten ist erneut gestiegen, mittlerweile sind 21 Menschen in Hessen an dem Virus erkrankt. Im Landkreis Kassel befindet sich nach Angaben des Sozialministeriums eine Person mit nachgewiesener Infektion in häuslicher Quarantäne.

Coronavirus in Hessen: Zwei Frauen im Rheingau-Taunus-Kreis unter Quarantäne

Aus dem Rheingau-Taunus-Kreis wurde ein weiterer Fall gemeldet: Es handelt sich um die Mutter einer 27-Jährigen, deren positiver Test am Donnerstag (05.03.2020) bekannt geworden war. Beide Frauen befinden sich nach Angaben der Kreisverwaltung in häuslicher Quarantäne.

Update vom Sonntag, 08.03.2020, 14.28 Uhr: Das Sozialministerium Hessen hat neue Informationen zu der Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Hessen bekanntgegeben. Demnach sind in Hessen jetzt 19 Infizierte bekannt. Erstmals wurde eine Infektion im Landkreis Offenbach bekannt. 

Coronavirus Sars-CoV-2 erreicht Kreis Offenbach - Mann in Obertshausen infiziert

Es handelt sich dabei um einen 43-jährigen Mann aus Obertshausen, der derzeit leichte Krankheitssymptome zeigt und vorsorglich in eine Klinik gebracht wurde. Aktuell prüft das Gesundheitsamt, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte. Der Fall steht in Zusammenhang mit dem Coronavirus-Fall in der HR-Bigband. Auch die anderen von Sars-CoV-2 betroffenen Personen weisen aktuell milde Verläufe mit keinen oder leichten Symptomen auf.

Außerdem hat der Kreis Bergstraße am Sonntagnachmittag einen neuen Coronavirus-Fall dort bestätigt. Demnach hat sich eine Frau aus Lautertal mit dem Virus infiziert. Sie weise leichte Symptome auf und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Im Kreis Bergstraße sind damit jetzt zwei Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Coronavirus in Hessen: Die Wirtschaft bekommt die Auswirkungen zu spüren

Update vom Sonntag, 08.03.2020, 10.53 Uhr: Die Wirtschaft in Hessen bekommt die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie deutlich zu spüren. Das geht jedenfalls aus einer Umfrage des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) hervor. 969 Unternehmen in Hessen wurden befragt. Mehr als die Hälfte der befragten Firmen spüre die Folgen bereits jetzt.

„Besonders betroffen sind die Branchen Gastgewerbe und Reisewirtschaft, Industrie und Handel“, sagt Eberhard Flammer, Präsident des HIHK. Von Sars-CoV-2 betroffen seien nicht nur Großbetriebe in Hessen, sondern auch 46 Prozent der Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten sowie fast zwei Drittel der Betriebe mit weniger als 200 Beschäftigten.

Wie die Hessenschau berichtet, schränken 40 Prozent der befragten Unternehmen die Reisen ihrer Mitarbeitenden ein. Ein Viertel habe bereits einen Notfallplan ausgearbeitet, falls eine Person aus der Firma erkranke.

Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen: Dutzende Schüler müssen in Quarantäne

Update vom Samstag, 07.03.2020, 15.07 Uhr: Neben den 99 Schülern aus Rimbach (Hessen) müssen auch zehn Betreuer für 14-Tage in häusliche Quarantäne. Die Reisegruppe aus Siebtklässlern der Martin-Luther-Schule in Rimbach war auf einer Skifreizeit im Ahrntal in Südtirol. Ein Schüler und eine Begleitperson zeigten Symptome einer Grippe.

Der Kreis Bergstraße, in dem die Gemeinde Rimbach liegt, teilte mit: „Das Gesundheitsamt hatte sich bemüht, eine Beprobung am Reiseort zu organisieren. Dies kam aber in der kurzen Zeit bis zur Rückreise leider nicht zustande“. Mit den Testergebnissen wird am Wochenende gerechnet.

Coronavirus in Hessen: 99 Schüler aus Rimbach müssen in häusliche Quarantäne

Update vom Samstag, 07.03.2020, 10.21 Uhr: Die 99 Schüler aus Hessen, die nach einer Skifreizeit in Südtirol wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 in Quarantäne müssen, sind am Freitagabend (06.03.2020) nach Rimbach im südhessischen Kreis Bergstraße zurückgekehrt. Das Gesundheitsamt hatte als Vorsichtsmaßnahme für alle Teilnehmer der Reisegruppe häusliche Quarantäne angeordnet, nachdem einige Schüler und eine Begleitperson Grippe-Symptome gezeigt hatten.

Neben der Martin-Luther-Schule in Rimbach ist laut ffh.de auch eine Schule in Griesheim bei Darmstadt von der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 betroffen: Mehrere Dutzend Schüler und Lehrer der Gerhart-Hauptmann-Schule müssen nach einer Fahrt nach Südtirol für 14 Tage zurück in Hessen zu Hause in Quarantäne bleiben.

Update vom Freitag, 06.03.2020, 17.46 Uhr: Wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 streicht die Lufthansa in Frankfurt ihren Flugplan um bis zu 50 Prozent zusammen. Der Flughafen Frankfurt ist massiv betroffen.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: 70 Schüler im Main-Taunus-Kreis nach Skifreizeit freigestellt

Update vom Freitag, 06.03.2020, 15.31 Uhr: 70 Schüler einer Gesamtschule im Kelkheimer Stadtteil Fischbach (Main-Taunus-Kreis) sind wegen des Coronavirus vorsichtshalber eine Woche freigestellt. Das teilte das Kreisbüro auf Facebook mit. Die Schüler aus Hessen waren von einer Skifreizeit in Südtirol zurückgekehrt, auf der sie Kontakt mit auswärtigen Schülern gehabt haben sollen, bei denen der Verdacht einer Sars-CoV-2-Infektion bestehe. 

Ein paar der Fischbacher Schüler hätten eine leichte Erkältung, „was aber bei Skifreizeiten normal ist“. Das Gesundheitsamt stehe mit den Familien und der Schule im Kontakt. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bislang sind aus dem Main-Taunus-Kreis in Hessen noch keine Coronavirus-Fälle bekannt.

Es seien auch Lehrer erkältet, ihnen sei freigestellt worden, ob sie zum Dienst erscheinen oder nicht. „Soweit sich neue Entwicklungen ergeben, werden wir unverzüglich handeln“, so Landrat Michael Cyriax. Der Kreis werde über entscheidende Entwicklungen weiter informieren.

Ebenfalls nach einer Skifreizeit in Südtirol wurde jüngst 99 Schülern und zehn Erwachsenen aus dem hessischen Rimbach (Kreis Bergstraße) Coronavirus-Risiko-Quarantäne verordnet. 

*Sehr geehrte Leser*innen, in einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass die Schüler aus dem Main-Taunus-Kreis unter Hausarrest stünden. Das war ein Fehler und wir bitten dies zu entschuldigen.

Coronavirus: Zwei weitere Fälle in Hessen – 17 

Update vom Freitag, 06.03.2020, 15.20 Uhr: Die offizielle Zahl der mit dem Coronavirus-Infizierten in Hessen ist am Freitag (06.03.2020) auf 17 gestiegen. Das Sozialministerium bestätigte einerseits die beiden gestern vermeldeten Sars-CoV-2-Fälle aus dem Rheingau-Taunus-Kreis und dem Vogelsbergkreis, bei denen beide Betroffenen sich jeweils in häuslicher Isolation befinden. 

Andererseits gab Hessens Sozialministerium auch zwei weitere, bislang noch nicht bekannte Coronavirus-Fälle bekannt: Im Hochtaunuskreis hat sich eine zweite Person mit  Sars-CoV-2 angesteckt und muss zuhause in Quarantäne bleiben. Der Fall steht laut Landratsamt aber nicht in Zusammenhang mit dem bereits bekannten Coronavirus-Fall aus dem Taunus. 

Die erkrankte Frau kam von einer Auslandsreise zurück, die zum Risikogebiet zählt. Direkt nach der Ankunft in Deutschland fuhr sie mit ihrem Mann im eigenen PKW nach Hause und kontaktierte den Arzt. Sie wurde positiv auf den Coronavirus getestet, bei ihrem Mann gab es ein negatives Ergebnis. Die Frau zeigt bislang keine Krankheitszeichen.

Außerdem gibt es einen weiteren Infizierten im Landkreis Gießen, dessen Erkrankung das Sozialministerium mit dem Fall aus dem Vogelsbergkreis in Zusammenhang bringen konnte. Auch hier wurde die häusliche Isolation angewiesen. 

Coronavirus: Neue Fälle – Hessen richtet zentrale Untersuchungsstellen ein

Update vom Freitag, 06.03.2020, 14.11 Uhr: Hessen will zentrale Sars-CoV-2-Untersuchungsstellen schaffen. Das teilt Kai Klose, Staatsminister für Soziales und Integration, am Freitag (06.03.2020) via Twitter mit. Die Stellen sollen „für ärztlich induzierte Verdachtsfälle“ eingerichtet werden.

Die zentralen Untersuchungsstellen werden laut Sozialministerium an ausgewählten Standorten des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes installiert. Beginnen soll die Umsetzung am Montag (09.03.2020), am Dienstag (10.03.2020) sollen die Untersuchungsstellen flächendeckend verfügbar sein.

Untersucht werden Menschen, bei denen eine Ärztin oder ein Ärzt einen Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2 für geboten hält. „Voraussetzung für eine Testung ist nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI) eine akute Erkrankung der Atemwege und ein Kontakt mit einer als infiziert bestätigten Person oder der Aufenthalt in einem Risikogebiet“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. „Solche Personen werden durch ihren Hausarzt bzw. Hausärztin, das zuständige Gesundheitsamt oder nach einer Ersteinschätzung durch die zentrale Rufnummer 116 117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes den Untersuchungsstellen zugewiesen.“

Coronavirus in Hessen: HR-Bigband in Quarantäne wegen Sars-CoV-2

Update vom Freitag, 06.03.2020, 13.10 Uhr: Auch im Umfeld der HR-Bigband gibt es einen Coronavirus-Fall: Teile der Band sowie deren Management befinden sich bereits seit Dienstag (03.03.2020) in häuslicher Quarantäne, wie der Hessische Rundfunk mitteilt. Ihren Auftritt bei der Veranstaltung „Harmonielehre – Fast Machines“ am Samstag (07.03.2020) im hr-Sendesaal in Frankfurt haben die Musiker abgesagt; das Konzert wird aber trotzdem stattfinden.

Die mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Person war am Montag (03.03.2020) bei einer Probe im HR-Bigband-Studio in Frankfurt mit der Gruppe in Kontakt gekommen. Am Dienstag klagte die Person über Krankheitssymptome, am späten Donnerstagnachmittag bestätigte sich dann der Coronavirus-Verdacht. Ein Krisenstab des Hessischen Rundfunks steht in Kontakt mit dem Gesundheitsamt und prüft weitere Maßnahmen.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: Neue Infektion in der Region Kassel

Update vom Freitag, 06.03.2020, 11.38 Uhr: Im Bereich des Gesundheitsamts Region Kassel ist eine Person an dem Coronavirus erkrankt. Das gab der Landkreis Kassel am Freitagvormittag bekannt. Das ist der zweite Fall in Nordhessen. Damit sind in Hessen insgesamt 16 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert.

Coronavirus in Hessen: 99 Schüler und zehn Erwachsene kommen nach Skifreizeit in Quarantäne 

Update vom Freitag, 06.03.2020, 06.50 Uhr: Sie waren auf einer Skifreizeit in Südtirol: Nachdem 99 Schüler vom Skifahren nach Rimbach (Kreis Bergstraße) in Hessen zurückgekehrt sind, müssen sie fürs Erste zu Hause bleiben. Laut Gesundheitsamt wurde für die Reisegruppe häusliche Quarantäne angeordnet, die üblicherweise mindestens zwei Wochen andauert. Die Schüler wurden von zehn Erwachsenen begleitet. 

Die Vorsichtsmaßnahme seien dringend nötig, da ein Schüler und eine Begleitperson Symptome einer Grippe hatten. Noch ist unklar, ob es sich dabei um das neuartige Coronavirus handelt. Am Freitagabend (06.03.2020) soll die Reisegruppe in den Kreis Bergstraße zurückkehren. 

Coronavirus in Hessen: Infektion im Rheingau-Taunus-Kreis bestätigt

Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 19.30 Uhr: Nach dem Vogelsbergkreis hat auch der Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen einen ersten Infektionsfall mit dem Coronavirus bestätigt. Es handele sich um eine 27-Jährige. Die Frau zeige milde Krankheitszeichen und sei in häuslicher Quarantäne. Sie werde vom Gesundheitsamt des Kreises betreut, ihr gesundheitlicher Zustand werde regelmäßig kontrolliert. Ob es Kontaktpersonen gebe, die möglicherweise mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt wurden, werde geprüft.

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Hessen steigt damit auf 15. Das Sozialministerium meldete am Donnerstagmittag noch 13 Coronavirus-Infizierte, die beiden Betroffenen aus dem Vogelsbergkreis und dem Rheingau-Taunus-Kreis waren da jedoch noch nicht eingerechnet. 

Coronavirus in Hessen: Sars-CoV-2-Erreger kommt über Berlin in den Vogelsberg

Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 19.17 Uhr: Jetzt meldet auch der Vogelsbergkreis in Hessen den ersten Coronavirus-Fall. Bei der mit Sars-CoV-2 infizierten Person handele es sich um eine 21 Jahre alte Frau. Sie komme aus dem Westen des Kreises und zeige nur leichte Symptome. 

Die junge Frau habe gemeinsam mit Freundinnen das vergangene Wochenende in Berlin verbracht und dort bei einem Bekannten übernachtet. Bei diesem sei am Montag (03.03.2020) das Coronavirus nachgewiesen worden. Das Berliner Gesundheitsamt habe die 21-Jährige aus dem Vogelsberg informiert, die sich sofort habe testen lassen. 

Die Infizierte aus dem Vogelsbergkreis eingerechnet, gibt es in Hessen insgesamt 14 Coronavirus-Fälle. Außerdem meldete das Robert-Koch-Institut ein unklares Laborergebnis bei einem getesteten Hessen, das einen weiteren Fall darstellen könnte. 

Coronavirus: Erste Infektion in Nordhessen bestätigt

Update vom Donnerstag, 05.03.2020, 11.19 Uhr: In Nordhessen gibt es die erste bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Eine 75 Jahre alte Frau ist erkrankt, sie zeige milde Erkältungssymptome, sagte der Gesundheitsdezernent des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Karl-Friedrich Frese, am Donnerstag (05.03.2020) in Korbach. 

Die Frau lebe im südlichen Landkreis. Ihr Zustand sei stabil. Sie befinde sich zu Hause in Quarantäne und werde medizinisch betreut und versorgt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen in Hessen auf 13.

Coronavirus (Sars-CoV-2) in Hessen: Frau im Landkreis Waldeck-Frankenberg krank

Die Erkrankte hatte sich laut Frese bis zum 25. Februar im Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) aufgehalten. Dort gab es einen größeren Ausbruch des neuartigen Erregers Sars-CoV-2. „Als wir gestern Abend das positive Testergebnis erhalten haben, haben wir umgehend alle entsprechenden Maßnahmen eingeleitet“, sagte der Gesundheitsdezernent. 

Auch einzige Kontaktperson der mit dem Coronavirus infizierten Frau im Landkreis Waldeck-Frankenberg sei bereits ermittelt worden, um eine mögliche Infektionskette zu unterbrechen. Die Kontaktperson sei ebenfalls vorsorglich häuslich isoliert worden und zeige keine Symptome.

Coronavirus in Hessen: Klinik eröffnet Drive-In-Schalter

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 15.10 Uhr: Neue Infos zum „Corona-Drive-In“ der Kreisklinik Groß-Gerau: Das Krankenhaus weist darauf hin, dass der Schalter nicht für jedermann geöffnet ist. „Wichtig ist: Die Patienten sollten vorher überprüfen, ob bei ihnen ein begründeter Verdacht vorliegt“, betont Krankenhaussprecher Martin Wohlrabe im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zudem sollten sie sich telefonisch anmelden. Der Drive-In-Test solle ein Zusatzangebot bieten und keine spontanen Schnelltests auslösen, so Wohlrabe. Seit Bekanntwerden des Drive-In habe die Klinik bereits 30 Anfragen von Leuten bekommen, die sich auf den Coronavirus (Sars-CoV-2) testen lassen wollen.

Coronavirus in Hessen: Bahn-Mitarbeiter infiziert

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 14.10 Uhr: Auch bei der Deutschen Bahn in Frankfurt hat sich ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte eine Bahn-Sprecherin auf Anfrage. Der Mann arbeitet in einem Bürogebäude der Bahn in der Karlstraße 6, in dem diverse Abteilungen untergebracht sind, darunter die Marketing- und die Kommunikations-Abteilung. Der Hauptbahnhof Frankfurt sei nicht betroffen, betonte die Sprecherin.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich im direkten Umfeld des Betroffenen aufgehalten hatten, befinden sich nun im Home-Office. Laut der Bahn-Sprecherin handelt es sich nur um „eine Handvoll Leute“. Genauere Angaben machte sie nicht. 

„Die DB steht im ständigen Austausch mit den zuständigen Gesundheitsbehörden und folgt den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern“, sagte die Bahn-Sprecherin. Weitere Verdachtsfälle in der Karlstraße gebe es nicht.

Verdacht auf Coronavirus in Hessen: ICE in Frankfurt gestoppt

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 13.42 Uhr: Der Verdacht einer Coronavirus-Infektion in einem ICE in Frankfurt hat sich nicht bestätigt. Das teilte die Bundespolizei mit. Der Zug konnte um 12.01 Uhr in Richtung Stuttgart weiterfahren. Auch der betroffene Mann durfte die Fahrt fortsetzen, nachdem feststand, dass er nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Zu einem entsprechenden Ergebnis kam das Gesundheitsamt in Frankfurt.

Die Bundespolizei hatte den ICE, der unterwegs zum Hauptbahnhof Frankfurt war, am Südbahnhof gestoppt. Die Einsatzkräfte hatten den Zug am Gleis 8 abgesperrt und den Mann zwischenzeitlich in einem Waggon isoliert.

Coronavirus: Krankenhaus in Hessen bietet Drive-In

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 12.02 Uhr: Die Bundespolizei hat einen ICE auf dem Weg zum Hauptbahnhof Frankfurt gestoppt. In dem Zug aus Kiel soll sich ein Mann mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus befinden. Das teilt die Bundespolizei Frankfurt mit.

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 8.47 Uhr: Die Kreisklinik Groß-Gerau in Hessen hat ab sofort einen „Corona-Drive-In“. Dort können sich Patienten, die den Verdacht haben, mit dem neuartigen Coronavirus (Sars-CoV-2) infiziert zu sein, aus dem Auto heraus testen lassen. 

Wie das funktioniert? Die Patientin oder der Patient fährt mit dem Auto am Hintereingang der Kreisklinik vor. Dort macht das medizinische Fachpersonal einen Nasenabstrich durch das Autofenster. Dann fährt der Patient nach Hause und wartet dort auf das Testergebnis des Abstriches. Damit soll die Ansteckungsgefahr verringert werden.

Die Klinik ist mit dieser Idee Vorreiter in ganz Deutschland, neu ist ein Drive-In für Coronavirus-Verdachtsfälle aber nicht. Wie die Hessenschau berichtet, gibt es in Hessen bereits einen solchen Drive-In in einer Hausarztpraxis in Marburg.

Coronavirus in Hessen: Zwölfter Fall bestätigt – Frau aus Hanau infiziert 

Update vom Mittwoch, 04.03.2020, 6.20 Uhr: Das Coronavirus hat auch den Main-Kinzig-Kreis erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt wurde am Dienstag (03.03.2020) der Fall einer Frau aus Hanau bestätigt. Sie zeige nur milde Symptome und sei in häuslicher Quarantäne. Wo sie sich angesteckt haben könnte, ist noch nicht bekannt. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Hessen auf zwölf. 

Update vom Dienstag, 03.03.2020, 15.55 Uhr: Sich auf den Coronavirus testen lassen? Das ist in Hessen offenbar nicht immer so einfach, wie man es sich wünschen würde. Auf Twitter erzählt ein Mann aus Hofheim (Main-Taunus-Kreis) jedenfalls von einer zwei Tage langen Odyssee, tausende Male wurde sein Bericht bereits geteilt. 

Darin erklärt der Mann, er arbeite als Übersetzer und habe bei einem Termin in Portugal Kontakt mit einem bekannten Schriftsteller gehabt. Am Sonntag (01.03.2020) habe er dann aus der Presse erfahren, dass der Kollege sich mit dem Coronavirus angesteckt habe. 

Bis er sich selbst auf Sars-CoV-2 habe es aber bis Dienstag gedauert – was ihn dazu verleitete zu hinterfragen, wie ernst der Coronavirus in Hessen eigentlich genommen wird. 

Covid 19: Coronavirus in Hessen - „Chaos an der ‚Hotline‘ des Landes“

Gleich nachdem der Mann aus Hofheim erfahren hatte, dass der Coronavirus seinen Kollegen erwischt hatte, habe er die Hotline für Hessen angerufen (0800- 5554666) und sei dort an das Gesundheitsamt verwiesen worden. Dort sagte man ihm offenbar, er solle sich am Folgetag melden: Sonntags sei hier niemand zuständig. 

Auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst habe man dem potenziellen Coronavirus-Verdachtsfall nicht weiterhelfen können, wie dieser auf Twitter schreibt. Dort hieß es ihm zufolge, er solle am Montag zum Hausarzt gehen.

Coronavirus: Mann aus Hessen muss um Covid-19-Test kämpfen

Am Montag ging die Coronavirus-Test-Odysee weiter. Aus Vorsicht blieb der Mann aus Hessen mit seiner Familie zu Hause. Versuche weiterhin auf den Virus SARS-CoV-2 getestet zu werden, liefen ins Leere. Weder sein Hausarzt, noch eine vom Gesundheitsamt vorgeschlagene Ärztin hatten ein Coronavirus-Testkit.

Auch Anrufe bei der Universitätsklinik Frankfurt verhalfen dem Mann aus Hofheim nicht zu einem Test.  Erst am Dienstag schreibt der Übersetzer auf Twitter: „Ich konnte soeben den Test auf das Coronavirus machen. In ein paar Stunden habe ich das Ergebnis. In meinem Landkreis gibt es jetzt eine Routine dafür. Das Chaos an der "Hotline" des Landes Hessens bleibt (Stand gestern Abend) unverändert (sic).“

Der Hesse ist nicht der einzige Twitter-Nutzer, der sich über das Chaos bei den Behörden und lange Wartezeiten beschwert, auch in anderen Teilen Deutschlands gibt es Probleme.

Covid 19: Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen – Unsicherheit in Bevölkerung

Update vom Dienstag, 03.03.2020, 08.11 Uhr: Was das Thema Coronavirus betrifft, ist die Unsicherheit in der Bevölkerung in Hessen groß. Viele Menschen wenden sich an ihre Hausärzte und an die Behörden. Doch die können nicht immer weiterhelfen.

Derweil häufen sich die Meldungen über leere Regale in Supermärkten und Drogerien. Auch in Limburg tätigen die Menschen wegen des Coronavirus Hamsterkäufe*.

Update vom Montag, 02.03.2020, 18.42 Uhr: In Hessen ist ein weiterer Coronavirus-Fall bestätigt worden. Wie das hessische Sozialministerium mitteilte, kommt die mit Covid-19 infizierte Person aus Frankfurt. Sie befindet sich in häuslicher Quarantäne. Ihre Erkrankung steht demnach in Verbindung mit einer Reise nach Mailand in Italien. Weitere Angaben zu dem neusten Coronavirus-Fall in Hessen machte die Behörde zunächst nicht. 

Die Anzahl der offiziell am Coronavirus Erkrankten in Hessen erhöht sich somit auf elf. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Das Sozialministerium unterteilt die Fälle in sogenannte Cluster, also nach Zusammenhängen im Auftreten des Virus. 

Covid 19: Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen - Zahl der bestätigten Fälle steigt auf elf 

  • Drei der Coronavirus-Fälle in Hessen zählen zum Cluster in Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Erkrankt sind zwei Personen aus dem Landkreis Gießen, die sich in häuslicher Isolation aufhalten, und eine Person aus dem Landkreis Bergstraße, die gemeinsam mit ihrer Familie die Quarantäne ebenfalls zuhause verbringt. 
  • Sechs Coronavirus-Fälle in Hessen zählen zu einem Cluster, das mit einem Aufenthalt im Bergamo in Italien in Verbindung steht. Zwei Personen kommen aus dem Lahn-Dill-Kreis, eine ist in häuslicher Quarantäne, die andere im Krankenhaus. Zwei weitere Menschen, die dem Cluster zugeordnet werden, kommen aus Frankfurt: auch hier ist eine in häuslicher Quarantäne und eine in der Klink. Je ein Betroffener kommt aus dem Hochtaunuskreis und dem Kreis Groß-Gerau, beide sind in häuslicher Isolation. 
  • Ein weiterer Fall steht in Zusammenhang mit dem Indexfall aus Innsbruck. Der an Coronavirus Erkrankte wird in Frankfurt stationär behandelt. 

Coronavirus Sars-CoV-2 und Covid-19 in Hessen: Immer mehr Menschen in Quarantäne

Immer mehr Menschen in Hessen kommen wegen desCoronavirus sicherheitshalber in Quarantäne. Allein im Wetteraukreis dürfen rund 50 Personen ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie hätten sich entweder in einem Risiko-Gebiet aufgehalten oder Kontakt mit Infizierten gehabt, teilte der Landkreis mit. 

Im Landkreis Limburg-Weilburg kamen drei Menschen in häusliche Quarantäne. Sie saßen gemeinsam mit einem Mann aus Frankfurt im Auto, bei dem am Wochenende eine Sars-CoV-2-Infektion nachgewiesen worden war. Die Gruppe kam von einem Fußball-Spiel von Eintracht Frankfurt in Salzburg zurück, wie fnp.de berichtet.*

Covid-19: Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen - Fluglärmgegner sagen Demonstration ab

Update vom Montag, 02.03.2020, 14.16 Uhr: Die Fluglärmgegner vom Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) setzen ihre Montagsdemos wegen des Coronavirus heute kurzfristig aus. Wörtlich heißt es zur Begründung: „Flughäfen und insbesondere der Frankfurter Flughafen als größter Flughafen in Deutschland, stellen häufig eine Gefahrenquelle bei der Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten dar und in unseren Reihen geht die Sorge der möglichen Ansteckung um. (...) Aus Vorsorge und zum Schutz unserer Teilnehmer, haben wir uns entschlossen, die heutige Montagsdemo am 02.03.2020 abzusagen.“

Update vom Montag, 02.03.2020, 10.46 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie fahren die Lufthansa und ihre Töchter ihr Flugangebot auf den Strecken nach Italien und Asien teils deutlich zurück. „Zudem werden die Frequenzen auf innerdeutschen Verbindungen von Frankfurt nach Berlin, München, Hamburg und Paderborn sowie von München nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hannover verringert“, teilte der Dax-Konzern am Montag (02.03.2020) in Frankfurt mit.

Covid-19: Coronavirus Sars-CoV-2 in Hessen - Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea teilweise ausgesetzt

Auf den innerdeutschen Strecken geht es dabei vor allem um Verbindungen im Halbstundentakt zum Beispiel vom Flughafen Frankfurt und München. Hintergrund ist die gesunkene Nachfrage. Lufthansa können nicht alle halbe Stunde mit spürbar leereren Maschinen fliegen, sagte ein Unternehmenssprecher. Flugreisende dürften von den verringerten Frequenzen kaum etwas zu spüren bekommen. Sie würden auf einen 30 Minuten später startenden Flieger gebucht. 

Außerdem setzen die Konzern-Airlines, zu denen neben der Lufthansa auch Swiss und Austrian Airlines sowie Eurowings und Brussels gehören, im März und April einen Teil ihrer geplanten Flüge nach Italien, Hongkong und Südkorea aus. Flüge nach Festland-China bleiben bis 24. April gestrichen, gleiches gilt für Verbindungen in die iranische Hauptstadt Teheran bis 30. April.

Coronavirus Sars-CoV-2 und Covid-19 in Hessen: Frau aus Lampertheim infiziert

Update vom Sonntag, 01.03.2020, 22.56 Uhr: Der Kreis Bergstraße hat weitere Details zu der infizierten Frau in Lampertheim bekannt gegeben. Demnach soll die Frau 42 Jahre alt sein. Angesteckt hat sie sich wohl in Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Die Region in NRW gilt als eine der am stärksten von dem neuartigen Virus betroffenen in Deutschland.

Die Frau zeigt leicht Krankheitssymptome, die häusliche Quarantäne von ihr und ihrer Familie wird eng durch das Gesundheitsamt betreut. „Die Familie hatte seit ihrer Rückkehr aus Heinsberg zu keinen anderen Personen im Landkreis Kontakt“, teilte die Kreisverwaltung auf Facebook mit.

Covid-19: Coronavirus: Nun zehn Infizierte in Hessen

Update vom Sonntag, 01.03.2020, 22.26 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Hessen steigt auf zehn. Der aktuellste Fall kommt aus dem Lahn-Dill-Kreis: Bei einem 52-jährigen Mann aus Wetzlar sei eine Infektion bestätigt worden, teilte der Kreis am Sonntagabend mit. Derzeit zeigt der Mann keine Symptome. Der Fall stehe im Zusammenhang mit einer Reise in die italienische Provinz Lombardei, wo vermutlich auch die Ansteckung stattfand.

Coronavirus Covid-19 in Hessen: Frau aus Lampertheim infiziert – Familie unter Quarantäne

Update vom Sonntag, 01.03.2020, 21.41 Uhr: Der Coronavirus breitet sich in Hessen immer weiter aus. Nun gibt es einen weiteren bestätigten Corona-Fall. Infiziert ist eine Frau aus Lampertheim (Kreis Bergstraße). Auf dem offiziellen Facebook-Account teilte die Kreisverwaltung mit: „Die Frau befindet sich einschließlich ihrer Familie in häuslicher Quarantäne.“ Nähere Informationen liegen derzeit noch nicht vor.

Update vom Sonntag, 01.03.2020, 6.39 Uhr: Mittlerweile meldet das hessische Sozialministerium insgesamt acht Corona-Fälle in Hessen. Am späten Samstagabend sind vier weitere Infizierte hinzugekommen. Positiv getestet wurden drei Männer aus Frankfurt und eine Frau aus dem Kreis Groß-Gerau. Zwischen drei der neuen Fällen bestünde eine Verbindung zum Corona-Fall in Wetzlar, ein Mann ist von einer Italienreise zurückgekehrt. 

Covid-19: Wie geht es den vier weiteren Coronavirus-Infizierten?

  • Frau aus Groß-Gerau (1979 geboren) steht unter häuslicher Quarantäne
  • Mann aus Frankfurt (1988 geboren) kam ins Krankenhaus und wurde stationär isoliert
  • Mann aus Frankfurt (1989 geboren) keine Meldung des Ministeriums über den Gesundheitszustand
  • Mann aus Frankfurt (1992 geboren) unter häuslicher Quarantäne

Update vom Samstag, 29.02.2020, 11.52 Uhr: Die Lufthansa reduziert ihre Kapazitäten auf der Kurzstrecke um bis zu 25 Prozent. Das berichtet der Focus, der sich auf den Aerotelegraph beruft. Laut dem Portal wendete sich Lufthansa-Geschäftsführer Carsten Spohr im Intranet an seine Mitarbeiter.

Coronavirus Covid-19 in Hessen: Lufthansa streicht Flüge

Schon jetzt heben laut Focus 13 Flugzeuge der Lufthansa-Group wegen Auswirkungen des Coronaviruses nicht mehr ab. Nun sollen zehn weitere dazukommen. In dem Video sage Spohr, dass ergänzend zu den bereits verkündeten Maßnahmen weitere Schritte beschlossen worden seien. "Wir werden die Kapazität auf der Kurzstrecke nach ersten Streichungen nun in den kommenden Wochen um bis zu 25 Prozent reduzieren müssen", so Spohr.

Zustätzlich überprüfe man weitere Personalmaßnahmen wie Kurzarbeit, oder die Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten - wenn der Job das zulasse.

Bei einer Pressekonferenz wurde heute außerdem mehr zum Zustand des mit dem Coronavirus-Infizierten aus dem Hochtaunuskreis bekannt gegeben. Demnach hat der Mann kaum körperliche Probleme. Er weise so gut wie keine Symptome auf, so die Leiterin des Gesundheitsamts des Kreises. Deshalb befinde er sich auch nicht im Krankenhaus, sondern isoliert zuhause. Es gebe drei Kontaktpersonen, die ebenfalls häuslich isoliert seien. Diese drei Personen würden allerdings derzeit keine Symptome aufweisen.

Update vom Samstag, 29.02.2020, 06.50 Uhr: Hessen hat einen dritten Corona-Fall. Die hessische Landesregierung vermeldete, dass eine 1996 geborene Frau aus dem Landkreis Gießen erkrankt sei. Sie zeige „milde Krankheitszeichen“, derzeit prüfe das Gesundheitsamt, mit welchen Personen sie Kontakt hatte. Am Samstag soll es um 13.00 Uhr in Gießen auf einer Pressekonferenz mehr Informationen geben - unter anderem von Landrätin Anita Schneider.

Der Corona-Fall aus Gießen stehe in Zusammenhang mit einem Infektionsfall in NRW. Derweil hieß es aus dem Lahn-Dill-Kreis, der 29-jährige Infizierte zeige milde Krankheitszeichen und sei häuslich isoliert. Er werde vom Gesundheitsamt betreut, sein Zustand regelmäßig kontrolliert.

Coronavirus in Hessen: Zweiter Fall bestätgit - Mann aus dem Hochtaunuskreis infiziert

Update vom Freitag, 28.02.2020, 21.33 Uhr: Zu dem zweiten bestätigten Fall von Coronavirus in Hessen kommen neue Details ans Licht. Bei dem 29-jährige Mann ist der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Er zeigt aktuell laut Sozialministerium milde Krankheitszeichen und ist häuslich isoliert. Derzeit prüft das Gesundheitsamt nach eigenen Angaben, ob es Kontaktpersonen gibt, die der Mann angesteckt haben könnte. Der Fall steht in Zusammenhang mit dem Coronavirus-Fall im Lahn-Dill-Kreis, der am späten Donnerstagabend bekannt wurde.

Update vom Freitag, 28.02.2020, 21.04 Uhr: In Hessen breitet sich das Coronavirus aus. Jetzt ist eine zweite Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Betroffen ist ein 29-Jähriger aus dem Hochtaunuskreis, teilte das Sozialministerium am Freitagabend mit.

Coronavirus: Erster Infizierter in Hessen in Klinik – Konsequenzen für die Börse Frankfurt

Update vom Freitag, 28.02.2020, 16.35 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus hat zur ersten Absage einer Großveranstaltung im Landkreis Limburg-Weilburg geführt. Die für Sonntag geplante Weinmesse in der WERKStadt wird verschoben. Die Verantwortlichen des Limburger Rotary Clubs (RC) haben sich am Freitagnachmittag (28.02.2020) in einer kurzfristig anberaumten Krisensitzung zu diesem Schritt entschieden. „Wir können das Risiko nicht eingehen“, sagten RC-Präsident Volker Schwamborn und Organisationsleiter Bernd Holzbach. Die Veranstaltung soll stattdessen in den nächsten Monaten stattfinden; ein neuer Termin steht aber noch nicht fest. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. 

Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: Auch Börse in Frankfurt spürt Konsequenzen

Update vom Freitag, 28.02.2020, 15.56 Uhr: Das Coronavirus wirkt sich am Freitag (28.02.2020) auch auf auf die Börse Frankfurt* aus: Der wichtigste deutsche Leitindex Dax rauscht immer weiter in die Tiefe. Der Dax verlor fünf Prozent und unterschritt die 12.000-Punkte Marke, die von Experten als psychologisch wichtig erachtet wird. Für Anleger nicht nur in Deutschland war es die schwärzeste Woche seit Beginn der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008. Droht der Weltwirtschaft ein neuer Börsen-Crash?*

Update vom Freitag, 28.02.2020, 14.35 Uhr: Am Vormittag lobte der Sozialminister Kai Klose (Grüne) noch den Ablauf im Fall des ersten Coronavirus-Patienten in Hessen: „Es ist hier alles wirklich beispielhaft gut abgelaufen, genauso wie wir uns das in einem solchen Fall vorstellen“, sagte Klose auf der Pressekonferenz in Wetzlar zum Fall im Lahn-Dill-Kreis. Ein Italien-Rückkehrer war am Donnerstagabend (27.02.2020) positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Nach Informationen des Hessischen Rundfunks (HR) sei die Situation um den 31 Jahre alten Mann aus Wetzlar jedoch nicht so reibungslos wie dargestellt verlaufen. Ein HR-Reporter habe demnach in Hüttenberg Lahn-Dill-Kreis mit einer Kollegin des Mannes gesprochen. Sie habe demnach gesagt, der Mann sei am Flughafen in Italien negativ auf das Coronavirus getestet worden. Da er sich nach der Rückkehr nach Hessen jedoch weiterhin krank fühlte, habe er am Dienstag (25.02.2020) das Gespräch mit seinem Chef gesucht. Der habe ihm empfohlen, noch einmal einen Abstrich machen zu lassen. Daraufhin habe der Mann versucht, sich testen zu lassen, sei aber an mehreren Stellen abgewiesen worden.

Laut Gesundheitsamt wurde der Test des Betroffenen am Donnerstagvormittag durchgeführt, direkt nachdem er sich beim Gesundheitsamt gemeldet habe. Ob er zuvor von mehreren Stellen abgewiesen worden sei, könne das Amt nicht sagen, heißt es beim HR.

Coronavirus in Hessen: Infizierter arbeitete noch am Montag in Firma in Hüttenberg

Update vom Freitag, 28.02.2020, 13.15 Uhr: Aktuell informieren Vertreter des Gesundheitsamts und des Universitätsklinikums Frankfurt über die Forschung über und aktuelle Maßnahmen zum Coronavirus. Die Stadt Frankfurt sieht sich gut gerüstet. Die neuesten Informationen dazu können Sie hier verfolgen*.

Update vom Freitag, 28.02.2020, 12.26 Uhr: Der 31 Jahre alte Mann aus Wetzlar, der sich auf einer Italien-Reise mit dem Coronavirus infiziert haben soll, arbeitet laut Hessischem Rundfunk (HR) in einem kleinen Betrieb mit etwa 15 Mitarbeitern in Hüttenberg, einer Gemeinde mit gut 10.000 Einwohnern imLahn-Dill-Kreis südlich von Wetzlar und Gießen. Nach seiner Rückkehr aus der Lombardei nach Hessen sei er demnach am Montag noch auf der Arbeit gewesen, erzählte ein Mitarbeiter dem Hessischen Rundfunk. Die norditalienische Region Lombardei wurde am Donnerstag (27.02.2020) vom Robert-Koch-Institut (RKI) zum Risiko-Gebiet erklärt. Die Firma in Hüttenberg sei momentan geschlossen, teilte der HR mit. Auf einem Schild, dass laut HR an der Eingangstür des Firmengebäudes hängt, steht: „Aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend geschlossen.“

Update vom Freitag, 28.02.2020, 10.58 Uhr: Am Donnerstagabend (27.02.2020) gegen 22 Uhr kam laut Chefin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises, Gisela Ballmann, das positive Laborergebnis im ersten Coronavirus-Fall in Hessen: Ein 31 Jahre alter Mann aus Wetzlar ist infiziert. Seither laufe die Suche nach Kontaktpersonen: „Wir werden alle kontaktieren, befragen und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen“, sagte Gisela Ballmann am Freitag (28.02.2020) in Wetzlar. Wie viele Kontaktpersonen es genau seien, stehe noch nicht fest. Es seien aber sicherlich mehr als 20. Ballmann verwies auf die Richtlinien des Robert Koch Instituts (RKI) in solchen Fällen. Diese sehen unter anderem eine Quarantäne für Personen vor, die einen sehr engen Kontakt zu dem Patienten hatten.

Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: „Es wird nicht bei dem einen Fall bleiben.“

Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne) machte deutlich, dass es mit Coronavirus-Fall in Wetzlar für Hessen nicht vorbei sei: „Es wird nicht bei dem einen Fall bleiben.“ Er gab Hinweise zum richtigen Vorgehen bei Verdachtsfällen: „Wenn Sie Symptome haben, gerade wenn Sie aus Risikogebieten zurückgekehrt sind, sollten Sie zunächst mal im Gesundheitsamt anrufen. Sie können auch erst mal Ihren Hausarzt anrufen.“ Der werde nach einem Gespräch entscheiden, ob es Anlass gibt, den Fall an das Gesundheitsamt abzugeben. Gisela Ballmann sagte, worauf es für die Bevölkerung nun ankomme, um einen großen Ausbruch zu verhindern. Sie appellierte: „Korrektes Händewaschen ist wichtig, Seife tötet das Virus ab.“

Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: Mann aus Wetzlar war in Italien

Update vom Freitag, 28.02.2020, 10.32 Uhr: Die mit dem Coronavirus infizierte Person aus Hessen war dienstlich in der Lombardei unterwegs und ist am Sonntag aus Italien nach Wetzlar zurückgekehrt. Das wurde bei der Pressekonferenz in Wetzlar mit Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), und Landrat Wolfgang Schuster  (SPD) bekannt. Nach dem Nachweis des neuartigen Coronavirus im Lahn-Dill-Kreis sucht die zuständige Behörde nun die Kontaktpersonen des 31 Jahre alten Mannes. „Wir werden alle kontaktieren, befragen und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen“, sagte die Chefin des Gesundheitsamtes des Lahn-Dill-Kreises, Gisela Ballmann. Es liege jedoch noch keine exakte Liste vor, allerdings seien derzeit rund 20 Kontaktpersonen ermittelt, die unter häusliche Quarantäne gestellt worden seien.

Pressekonferenz in Wetzlar zum ersten Coronavirus-Patienten aus Hessen.

Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: Erster Infizierter kommt aus Wetzlar

Update vom Freitag, 28.02.2020, 10.16 Uhr: In Wetzlar beginnt die Pressekonferenz von Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), und Landrat Wolfgang Schuster  (SPD) zum ersten Fall von Coronavirus in Hessen. Schuster informiert über die infizierte Person: „Der Patient ist 31 Jahre alt, wohnt in Wetzlar, arbeitet in Hüttenberg und war in der Lombardei.“ Er sei nicht schwersterkrankt, sein Gesundheitszustand stabil und er befinde sich in einer Isolierstation im Klinikum Wetzlar. „Der Patient hat alles richtig gemacht“, sagt Schuster. Nach der Rückkehr aus der Region, in der der Erreger Sars-CoV-2 häufig nachgewiesen wurde, habe sich der Mann im Gesundheitsamt gemeldet. Der Abstrich sei am Donnerstag im Institut für Virologie in Marburg positiv getestet worden. Nun gelte es, „wirksam die Kontaktpersonen“ zu identifizieren und zu informieren.

Klose zeigt sich über die Schnelligkeit des ersten bestätigten Fall von Coronavirus überrascht. „Das es so schnell sein würde, konnte niemand vorhersehen“, sagt er in Wetzlar über den Fall im Lahn-Dill-Kreis. Er appelliert an die Bevölkerung, „Solidarität mit den Patienten zu zeigen, die an diesem neuartigen Coronavirus erkranken.“ Und er mahnt zur Ruhe: „Es gibt keinen Grund für übermäßige Panik“, sagt Klose.

Update vom Freitag, 28.02.2020, 06.00 Uhr: Jetzt ist auch in Hessen ein Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. 

Coronavirus SARS-CoV-2 in Hessen: Erster Fall in Wetzlar festgestellt

Hessens Minister für Soziales und Integration, Kai Klose (Grüne), und Landrat Wolfgang Schuster wollen am Freitagvormittag (10.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz in Wetzlar informieren. Laut einem Bericht der Gießener Allgemeinen* sollen im Laufe des Tages alle Bürgermeister des benachbarten Landkreises Gießen auf den neusten Stand über die Vorkehrungen gegen den Coronavirus gebracht werden. Es gebe einen Pandemieplan. 

Es ist der erste Fall des Coronavirus in Hessen - abgesehen von Rückkehrern aus dem chinesischen Wuhan, die auf dem Frankfurter Flughafen gelandet waren.

Coronavirus SARS-CoV-2: Hessen sieht sich gut vorbereitet

Erstmeldung vom Donnerstag, 27.02.2020, 11 Uhr: Wiesbaden - Das neueCoronavirus SARS-CoV-2 breitet sich auch in Deutschland weiter aus, mittlerweile sind auch Fälle in Hessens benachbarten Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bekannt. In Hessen selbst würden täglich Verdachtsfälle geklärt, aber bisher seien alle unbegründet gewesen, versicherte Sozialminister Kai Klose am Mittwoch (26.2.2020) bei einer Pressekonferenz in Wiesbaden. Hessen sehe sich aber gut vorbereitet auf mögliche Coronavirus-Fälle. 

Coronavirus SARS-CoV-2: Wie wird die Gefahr für Hessen eingeschätzt?

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die Gefahr für die Menschen in Deutschland als "gering bis mäßig" ein, eine Pandemie könne aber nicht ausgeschlossen werden. Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, sagte auf der Pressekonferenz in Wiesbaden: "Es ist jederzeit mit einem Fall zu rechnen." Durch Einschätzungen wie diese könne Hessen bei den ersten positiven Fällen "gut vorbereitet" sein und angemessen reagieren, teilte das Sozialministerium mit.

Deshalb beobachte man die Lage in Deutschland, Italien und weltweit genau, sagte Sozialminister Kai Klose. Man stehe im ständigen Austausch mit allen im Gesundheitswesen Verantwortlichen. Der öffentliche Gesundheitsdienst sei wegen des Coronavirus in besonderer Bereitschaft. 

Auch René Gottschalk sieht Hessen gut gewappnet: "Wir sind bei bestehendem Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung gut vorbereitet, um erforderliche Schutzmaßnahmen im Umgang mit Patienten und Kontaktpersonen durchzuführen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern."

Coronavirus SARS-CoV-2: Wie bereitet sich Hessen vor?

Für den Fall, dass das Coronavirus bei einer Person in Hessen nachgewiesen wird, verfolge Hessen die gleiche Strategie wie ganz Deutschland:den Patienten isolieren, Kontaktpersonen ermitteln und in Quarantäne bringen. Gottschalk schloss nicht aus, bei einem triftigen Grund auch einzelne Kindergärten zu schließen oder eine Großveranstaltung abzusagen. 

Dass in Deutschland einzelne Orte abgeriegelt werden, halte er aber für ausgeschlossen. Man lerne jeden Tag mehr über das neue Coronavirus und passe die Strategie an die gewonnenen Erkenntnisse an, sagte Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Es gibt in Hessen "keinen Grund zur Panik", so Ciesek.

Coronavirus SARS-CoV-2: Krankenhäuser in Hessen sind gewappnet

Krankenhäuser könnten – im Falle einer größeren Ausbreitung des Coronavirus in Hessen – bis zu 10 Prozent ihrer rund 35 000 Betten in Isolierbetten umfunktionieren, so Klose. Bei Schutzkleidung gebe es keine Engpässe und auch die Laborkapazitäten reichten aus, versicherte Ciesek. Sowohl in Frankfurt als auch in Marburg könnten täglich bis zu 200 Proben untersucht werden, nach vier Stunden lägen die Ergebnisse vor. 

Auch mit dem Flughafen Frankfurt gibt es laut dem Sozialministerium eine enge Abstimmung. Dort kämen etablierte Verfahren zum Einsatz, um Infektionen zu erkennen und das Medical Assessment Center (MAC) stehe bereit, um mögliche Kontaktpersonen zu befragen und zu untersuchen. 

Am Flughafen Frankfurt kommen laut Klose pro Tag rund 3600 Passagiere aus China an. Sie müssen noch vor der Landung eine Einreisekarte mit speziellen Fragen ausfüllen. Dieses Verfahren wolle man aber nicht auf Reisende aus anderen Ländern wie Italien ausweiten.

Schutz vor neuem Coronavirus SARS-CoV-2: Wie kann ich mich schützen?

Die Gefahr, sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken, sei so groß wie bei einem Erkältungsvirus, sagte Sandra Ciesek. Es sei schon im Rachen- und Nasenraum nachweisbar. Deshalb sei Handhygiene so wichtig. Das Sozialministerium in Hessen rät: 

  • Niesen und husten nur in die Armbeuge
  • Einmaltaschentücher benutzen und diese direkt entsorgen
  • Händeschütteln vermeiden
  • Hände gründlich und regelmäßig waschen
  • Nicht mit den Händen Mund-, Nasen- und Augenschleimhäute berühren

Außerdem habe sich gezeigt, dass ethanolbasiertes Desinfektionsmittel das Coronavirus SARS-CoV-2 zerstören kann, so Ciesek. "In wenigen Wochen werden wir erste Ergebnisse dazu haben."

Wo gibt es mehr Informationen zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2?

Das Sozialministerium hat eine hessenweite Hotline zum Thema Coronavirus eingerichtet: Unter der Nummer 0800-5554666 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr Informationen zum Coronavirus bereitgestellt. Auch die 17 örtlichen Gesundheitsämter in Hessen informieren über das neue Coronavirus. 

Außerdem informiert die Website des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration über das neue Coronavirus. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das European Centre for Disease Prevention and Control der Europäischen Union (ECDC) und das Robert Koch-Institut (RKI) liefern auf ihren Websites aktuelle Informationen. Im Fall einer Corona-Infektion sollte man unter anderem das örtliche Gesundheitsamt kontaktieren. Der erste Deutsche, der sich mit dem Coronavirus infizierte, äußerte sich erstmals. Die Zeit in Quarantäne sei sehr langweilig gewesen.

Viele Frankfurter tätigen aus Angst vor dem Coronavirus Hamsterkäufe. Nach Atemschutzmasken sind nun auch Desinfektionsmittel in vielen Läden ausverkauft.

Das Coronavirus hat Hanau erreicht: Bei einer 52-jährigen Hanauerin wurde das Coronavirus bestätigt. Es ist unklar, wo sie sich angesteckt haben könnte.

(mit Agenturen)


In einer früheren Fassung dieses Artikels haben wir fälschlicherweise von Coronavirus als Pandemie gesprochen. Laut WHO handelt es sich bisher lediglich um eine Epidemie. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. 



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Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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