+
Der Dalai Lama.

Dalai Lama diskutiert mit Friedensnobelpreisträgern

Das Thema Gewaltlosigkeit steht im Vordergrund, wenn sich am Mittwoch gleich drei Friedensnobelpreisträger in Darmstadt zu einem Symposium treffen.

Das Thema Gewaltlosigkeit steht im Vordergrund, wenn sich am Mittwoch gleich drei Friedensnobelpreisträger in Darmstadt zu einem Symposium treffen. Unter dem Titel „Gewaltlosigkeit ist der Weg - Der Dalai Lama im Gespräch mit Friedensnobelpreisträgern” trifft das geistige Oberhaupt der Tibeter in Südhessen den früheren polnischen Gewerkschaftsführer Lech Walesa und Rebecca Johnson von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). Sie wollen darüber diskutieren, wie sich Konflikte auf gewaltlose Weise lösen lassen. Mit debattieren will Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne); ZDF-Journalistin Dunja Hayali moderiert das Symposium. Veranstalter ist die Tibet Initiative Deutschland. Wie eine Sprecherin der Initiative mitteilte, werden auch Hessens ehemaliger Ministerpräsident Roland Koch sowie der frühere Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling (beide CDU) als Ehrengäste anwesend sein. Koch war in Deutschland einer der politischen Türöffner für den Dalai Lama. China kritisiert den 83 Jahre alten Dalai Lama als angeblichen Separatistenführer, weil er wiederholt mehr Autonomie für Tibet gefordert hat, das gegenwärtig zu China gehört. Für die Landesregierung spricht Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) ein Grußwort. Zu der Veranstaltung mit den drei Friedensnobelpreisträgern werden 1500 Menschen im Darmstadtium erwartet. Nach Angaben der Tibet Initiative Deutschland sind damit alle Plätze des Kongress-Zentrums ausverkauft. Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) ist aktuell Schirmherr der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!”. Er nannte es eine Ehre, dass sich das Symposium entschieden der gewaltfreien Lösung von Konflikten widme. Der Dalai Lama kommt erstmals zu Besuch nach Darmstadt. An diesem Donnerstag wird er in Heidelberg erwartet. Im dortigen Deutsch-Amerikanischen Institut will er einen Vortrag über „Glück und Verantwortung” halten.

(dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare