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Darmstadt 98 mit „Wahnsinns-Ausbeute“ dicht hinter dem HSV

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Darmstadt 98 - Fortuna Düsseldorf
Die Darmstädter Magnus Warming (L) und Marvin Mehlem freuen sich über den Sieg. © Hasan Bratic/dpa

Darmstadts Zweitliga-Fußballer hatten noch eine Rechnung offen gegen Düsseldorf und begleichen diese im Stile einer Spitzenmannschaft.

Darmstadt - Der SV Darmstadt 98 bleibt dem Tabellenführer Hamburger SV bei nur noch einem Punkt Rückstand weiter auf den Fersen - vom Aufstiegskampf möchte Trainer Torsten Lieberknecht dennoch nichts hören. Dabei distanzierten die Lilien am Samstag mit ihrem 1:0 (0:0)-Sieg am Böllenfalltor gegen Fortuna Düsseldorf auch die Verfolger in der Tabelle. „Wir sind froh, dass wir diese 24 Punkte haben. Das ist eine Wahnsinns-Ausbeute, wenn man weiß, wie schnell man in dieser 2. Liga nicht nur Anschluss nach oben verliert, sondern Anschluss nach unten bekommt“, sagte Lieberknecht.

Der 49-Jährige gab aber auch zu: „Momentan können wir es nicht wegdiskutieren, dass wir dort drin sind.“ Lieber ist es Lieberknecht aber, auf den „Lernprozess“ zu verweisen, den die Mannschaft nach den Unentschieden gegen Arminia Bielefeld und beim 1. FC Kaiserslautern durchgemacht habe.

„Wir setzen uns immer kritisch mit Spiel und Situation auseinander. Der Kern der Mannschaft ist so, dass das Verteidigen nicht ihre Kernkompetenz ist“ erklärte Lieberknecht. „Deswegen haben wir ein paar Jungs hinten drin. Und diejenigen, die die Kernkompetenz nicht so haben, finden jetzt auch Lust daran, solche Spiele ohne Gegentor zu beenden.“

Gegen die Düsseldorfer ließen die Südhessen nichts zu, brauchten in einem zähen Spiel aber auch viel Geduld, bis Patric Pfeiffer mit einem Kopfball nach einer Ecke der Siegtreffer gelang (73. Minute). Der Fortschritt der Darmstädter lässt sich aber auch daran festmachen, dass sie nach zuvor vier Niederlagen gegen die Fortuna in den vergangenen beiden Jahren - die letzte am 6. Mai war mitentscheidend für den verpassten Aufstieg - diesmal die Oberhand behielten.

„Wir waren extrem heiß, wenn man sieht, wie die letzten Jahre gegen Düsseldorf ausgegangen sind, und wollten unbedingt diesen Dreier holen“, erklärte Kapitän Fabian Holland. Am kommenden Samstag (13.00 Uhr/Sky) können sich die „Lilien“ in der Partie beim Karlsruher SC auch von den Nordbadenern noch deutlicher absetzen. „Die sind auch super drauf, und wenn man das Spiel jetzt gesehen hat, weiß man, dass das auch ein Brett wird“, warnte Torwart Marcel Schuhen und ergänzte: „Gegen uns zu spielen, ist auch nicht so angenehm.“ dpa

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