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Darmstadt dank schwächelnder Konkurrenz Erster: Spitzenspiel

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Darmstadt 98 - SV Sandhausen
Darmstadts Jannik Müller (l) und Sandhausens Pascal Testroet kämpfen um den Ball. © Thomas Frey/dpa/Archivbild

Das 1:1 gegen Sandhausen ist für Darmstadt ärgerlich. Die Lilien schenken nach Führung noch Punkte weg. Doch weil die Rivalen auch patzen, übernimmt das Team Platz eins. Nun wartet ein echter Höhepunkt der 2. Bundesliga.

Darmstadt - Auf Frust folgte Freude. Für den SV Darmstadt 98 ist das Wochenende in der 2. Fußball-Bundesliga erst mit den großen Patzern der Konkurrenz zu einem guten geworden. Die Lilien sind zurück an der Tabellenspitze. Dafür reichte schon ein 1:1 im eigenen Stadion gegen Abstiegskandidat SV Sandhausen am Freitagabend, weil am Samstag auch die Aufstiegskonkurrenten FC St. Pauli und Werder Bremen nicht gewinnen konnten. Und am kommenden Samstagabend (20.30 Uhr) kommt es in Bremen zum Spitzenspiel zwischen Werder und Darmstadt.

Der eine Punkt, den die Elf von Trainer Torsten Lieberknecht holte, hatte deutlich an Wert gewonnen, nachdem zunächst das Gefühl überwogen hatte, vor den 11 300 zugelassenen Zuschauern am Böllenfalltor zwei Punkte verloren zu haben. In einer insgesamt überlegen geführten Partie hatte Aaron Seydel die Lilien in Führung gebracht (17.), der SVS schaffte kurz vor Schluss durch Ahmed Kutucu (84.) noch den Ausgleich. „Es ist nicht immer möglich, einen Dreier einzufahren“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Spiel.

Der Coach fügte an: „Jeder hätte gerne einen Dreier gehabt, aber wir haben gegen die Mannschaft gespielt, die in der Rückrundentabelle Zweiter ist.“ Deutlich enttäuschter war Torschütze Seydel: „Zufrieden sind wir nicht mit dem Punkt. Unser Anspruch war es schon, drei Punkte zu holen.“ Und Kapitän Fabian Holland sagte: „Es ist schon bitter. Durch das späte Gegentor tut es weh.“

Dass es nicht zu mehr reichte, lag nach Ansicht der Beteiligten vor allem an der eigenen Chancenverwertung. „Wir haben in der ersten Halbzeit eine Vielzahl an Chancen gehabt“, sagte Lieberknecht. „Es ist wie so oft: Wenn du kein zweites Tor nachlegst, reicht eben eine gute Stafette, um zum Ausgleich zu kommen.“ Und Holland fügte an: „Wir wussten, dass wir das 2:0 machen müssen, aber wenn es nicht klappt, muss man das Ding nach Hause bringen und sauber verteidigen. Das ist uns nicht gelungen.“

Was Lieberknecht trotzdem gefallen hatte, war die Einstellung: „Man kann gegen solche Mannschaften auch ein bisschen übermütig spielen. Mein Team zeigt aber immer wieder, dass wir dagegenhalten.“ Nun geht es zum mit Spannung erwarteten Gipfel beim Tabellendritten Werder Bremen. „Das ist ein geiles Topspiel“, sagte Seydel. „Wir werden uns sehr gut darauf vorbereiten und im Weserstadion alles rausholen.“

Kapitän Holland ergänzt: „So Spiele wie gegen Bremen haben wir uns hart erarbeitet. Das sind die Spiele, für die man Fußball spielt. Da hat jeder richtig Bock drauf.“ Lieberknecht freut sich auch auf die zu erwartende Kulisse: „Das Stadion wird das erste Mal seit langer Zeit wieder voll sein, was gibt es Schöneres?“ Einen Wermutstropfen gibt es dabei für ihn: Innenverteidiger Patric Pfeiffer hat gegen Sandhausen die fünfte Gelbe Karte kassiert und muss in Bremen pausieren. dpa

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