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31.10.2018, Hessen, Darmstadt: Eine autonom fahrende Kehrmaschine rollt durch die Fußgängerzone von Darmstadt. Der Feldversuch sei der erste im öffentlichen Raum bundesweit, sagten Vertreter der Stadt. (zu dpa "Darmstadt testet autonom fahrende Kehrmaschine - Prototyp aus Berlin" vom 31.10.2018) Foto: Claus Völker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Prototyp aus Berlin

Darmstadt testet autonom fahrende Kehrmaschine

Darmstadt testet in der Fußgängerzone eine autonom fahrende Kehrmaschine.

Darmstadt testet in der Fußgängerzone eine autonom fahrende Kehrmaschine. Der Feldversuch sei der erste im öffentlichen Raum bundesweit, sagten Vertreter der Stadt am Mittwoch über den dreitägigen Test in der Innenstadt. Den Prototyp hat das Berliner Startup Enway entwickelt.

Die 500 Kilogramm schwere, 1,50 Meter lange und 1,10 Meter breite Kehrmaschine mit Elektro-Antrieb fährt das Testgebiet nach einer 3-D-Karte in ihrem Inneren ab, wie Enway-Mitbegründer Julian Nordt sagte. Dabei brauche sie weder Internet noch GPS. Der Akku halte etwa acht Stunden, der Müllbehälter fasse 120 Liter.

Zehn Laser-Sensoren und Kameras scannen die Umgebung und lassen die Maschinen auch einen herumliegenden Pappbecher erkennen. Die dreirädrige 1,60 Meter hohe Maschine ist mit zwei bis drei Kilometern pro Stunde unterwegs, schiebt den Unrat in die Mitte und saugt ihn auf.

Sie stoppe bei Hindernissen - etwa einen Meter vor einem plötzlich auftauchenden Kind, bei einer Taube etwas später, sagte Nordt. Sie halte etwa zehn Zentimeter vor parkenden Autos und ungefähr ein bis zwei Zentimeter vor einer Hauswand. "Sie hält den Sicherheitsabstand ein und liefert trotzdem Präzision." Bis zum Regelbetrieb werde es aber noch etwa fünf bis zehn Jahre dauern, weil viele rechtliche Fragen noch ungeklärt seien. Die Maschinen sollten Straßenkehrer nicht ersetzen, sondern unterstützen.

(dpa)

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