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Darmstadt verpasst Platz eins: „kein griesgrämiges Gesicht“

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Darmstadt 98 - Karlsruher SC
Darmstadts Luca Pfeiffer mit Mannschaftskollegen. © Uwe Anspach/dpa

Platz eins war zu haben, doch Darmstadt verpasste den dafür nötigen Heimsieg. Chefcoach Lieberknecht will trotzdem nicht zu sehr hadern. Die Ausgangslage im Aufstiegskampf ist weiter vielversprechend.

Darmstadt - Chance vertan: Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 hätte mit einem Heimsieg gegen den Karlsruher SC am Samstagabend nicht nur die Tabellenführung übernehmen, sondern sich auch im Kampf um die Aufstiegsplätze ein kleines Polster erarbeiten können. Doch die Südhessen konnten die Patzer der Konkurrenz nicht nutzen und kamen nur zu einem 2:2 (0:1)-Unentschieden. Trotzdem war bei den Südhessen nach Abpfiff keiner richtig traurig.

„Für mich absolut okay, es gibt kein griesgrämiges Gesicht. Wir nehmen das mit“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht und fügt an: „Wir können den Finger in die Wunde legen, was wir besser machen müssen.“ Gegen den KSC ließen die Lilien die bisher in dieser Saison gezeigte Effizienz vermissen. So reichte es nur zu zwei Treffern durch Klaus Gjasula (48. Minute) und Fabian Holland (51.), während eine Fülle weiterer Möglichkeiten vergeben wurden.

Die größte Gelegenheit ließ Thomas Isherwood aus, der in der Schlussphase den Ball freistehend aus wenigen Metern am rechten Pfosten vorbeischob. „Ich weiß selbst, dass ich zwei machen muss. Das waren keine Hundertprozentigen, das waren Tausendprozentige“, sagte zudem Angreifer Luca Pfeiffer, der in dieser Saison schon zwölf Tore erzielt hatte und diesmal zu den Spielern gehörte, die sich beim Vergeben der Chancen besonders hervortaten.

„Für mich war erst einmal wichtig, dass wir uns nach dem kurzen Break wieder so präsentieren, dass wir uns Torchancen erspielen“, betonte Trainer Lieberknecht. Vielmehr ärgerte er sich über den frühen Rückstand: „Solche Standardsituationen haben wir angesprochen. Der KSC spielt öfters schnelle Freistöße aus. Da haben wir geschlafen.“ Letztlich beförderte Gjasula den Ball ins eigene Tor (22.). Später konnte er sein Missgeschick selbst wieder gutmachen.

Glück hatten die Gastgeber, dass der Videoschiedsrichter nach dem 2:2-Ausgleich von Fabian Schleusener (71.) bei einem weiteren Karlsruher Treffer (74.) eine knappe Abseitsposition erkannt hatte. „Wenn wir Pech gehabt hätten, hätten wir das Spiel auch noch verlieren können“, sagte Gjasula.

Den nächsten Schritt in Richtung Aufstieg können die Darmstädter nun am kommenden Samstag beim Tabellenletzten FC Ingolstadt 04 (13.30 Uhr) machen. „Wir verbieten den Leuten nicht zu träumen, aber wir machen uns da absolut keinen Druck. Da gibt es andere Mannschaften dort oben, die weitaus mehr Druck haben“, sagte Kapitän Holland über die Aufstiegsambitionen des Vereins. dpa

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