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Darmstadts Coup: „Lassen uns nicht abschütteln“

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FC St. Pauli - Darmstadt 98
Torsten Lieberknecht geht nach dem Spiel über den Platz und feiert den Sieg seiner Mannschaft. © Christian Charisius/dpa/Archivbild

Die Lilien bleiben im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga am Ball. „Wir lassen uns nicht abschütteln“, verspricht Trainer Lieberknecht, der diesmal nicht auf der Bank sitzen durfte.

Hamburg - „Wir nerven weiter!“ twitterte der SV Darmstadt 98 nach seinem Coup beim FC St. Pauli fröhlich. Im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga glänzten die Lilien am Samstagabend in Hamburg mit einem 2:1 (2:0)-Sieg und stehen wieder auf dem Relegationsplatz. Dabei konnte Trainer Torsten Lieberknecht wegen seiner Gelbsperre gar nicht auf der Bank sitzen. Seine leidenschaftlich kämpfenden Profis richteten es auch so.

Im Getümmel zwischen den großen Clubs wie Werder Bremen, Schalke 04, dem Hamburger SV und dem 1. FC Nürnberg halten sich die Lilien eisern. In der Tabelle schlossen sie mit 54 Punkten zu Bremen (57) und Schalke (56) auf. St. Pauli (53) ist nach dem vierten sieglosen Spiel in Serie nur noch Vierter. „Wir sind froh, weiter oben dabei zu sein und wollen bis zum Ende darum kämpfen“, sagte Fabian Holland.

Der Kapitän hatte vor 29 546 Besuchern im ausverkauften Millerntor-Stadion nach der Führung durch Luca Pfeiffer (9.) mit einem sehenswerten Treffer auf 2:0 erhöht (35.). Nach den Niederlagen gegen Nürnberg und Schalke gewann Darmstadt so mal wieder ein Spitzenspiel.

Lieberknecht hatte sich schon vor Wochen beklagt, dass Darmstadt nur als „Randnotiz“ im Spitzenkampf gesehen werde und gemeint: „Auch darin liegt ein Reiz für uns.“ Die Beharrlichkeit der Lilien könnte den Club vom Böllenfalltor fünf Jahre nach dem Abstieg aus der Bundesliga wieder ins Oberhaus führen. „Wir sind jetzt in einer sehr guten Ausgangsposition“, sagte Torschütze Pfeiffer.

Nach dem Wechsel kam St. Pauli mächtig auf, doch Marvin Mehlem hätte fast per Konter für die Gäste erhöht (69.). Lukas Daschner (81.) verkürzte noch auf 1:2, doch die Darmstädter hielten dem Druck der Hamburger stand. „Es war der schmutzige Sieg, den wir gebraucht haben“, sagte Lieberknecht bei Sport1. Für den 48-Jährigen ist weiter der HSV der Geheimfavorit auf den direkten Aufstieg. „Wir lassen uns nicht abschütteln“, versprach er. Als nächstes geht es für seine Mannschaft wieder am Samstagabend gegen Kellerkind Erzgebirge Aue. dpa

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