Luca-App
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Das Symbol der Luca-App ist auf einem Smartphone zu sehen.

Datenschützer ruft zu pragmatischem Umgang mit Luca-App auf

Der hessische Datenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel empfiehlt, die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie zu installieren. Obwohl die App aus Sicht des Datenschützers noch nicht perfekt sei, erfülle sie ihren Zweck, sagte er in einem dpa-Interview in Wiesbaden. „Die App liefert grundsätzlich ein sinnvolles Konzept. Es ist von Anfang an mit Datenschutzblick auf die App gearbeitet worden.“

Wiesbaden - Daher schlug Roßnagel einen pragmatischeren Umgang mit der Luca-App vor. Seiner Meinung nach sei es wichtig, ein solches digitales Produkt zur Nachverfolgung von Kontakten erst einmal auf den Markt zu bringen. „Später erkannte Probleme rund um den Datenschutz kann man auch nachträglich korrigieren.“

Mit der Luca-App könne in vielen Fällen auf das handschriftliche Ausfüllen von Zetteln verzichtet werden, wie es bis vor Kurzem überall üblich war, erklärte der Experte. Diese Zettel seien datenschutzrechtlich teils bedenklich gewesen - etwa wenn sich der Kellner abends die Handynummer von einer netten Besucherin rausgesucht und diese angerufen hätte. So etwas sei bei der App nicht mehr möglich, sagte Roßnagel.

Generell empfiehlt Roßnagel bei der Entwicklung solcher Apps, den Datenschutz von Beginn an miteinzubeziehen. „In der Regel verursacht das keinen zusätzlichen Aufwand oder weitere Kosten bei der Realisierung solcher Projekte“, erläuterte der Datenschützer. Nachbesserungen seien deutlich zeit- und kostenintensiver.

Über die Luca-App können sich Nutzer bei einem Besuch etwa im Café oder in einem Laden anmelden, indem sie einen QR-Code mit dem Smartphone scannen. Beim Verlassen checken sie wieder aus. Sollte zur gleichen Zeit eine corona-infizierte Person in der Nähe gewesen sein, werden diese Informationen nach entsprechender Freigabe an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt. Die Nutzung der App ist freiwillig und kostenlos. In Bezug auf den Datenschutz ist die Luca-App bei Wissenschaftlern und Datenschützern umstritten. dpa

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