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DB-Regio-Chef: So lange soll die Maskenpflicht im Nahverkehr in Hessen noch gelten

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Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG
Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG, fordert auch weiterhin eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. (Archiv) © Arne Dedert/dpa

Auch wenn die pandemische Lage ausläuft, sollte die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr bleiben - bis Ostern. Dafür plädiert DB-Regio-Chef Jörg Sandvoß. 

Frankfurt - Der Regio-Chef der Deutschen Bahn* Jörg Sandvoß hofft in der Wintersaison auf weiter bestehende Maskenregelungen im öffentlichen Nahverkehr. „Die Masken werden konsequent getragen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur auf einem ÖPNV-Branchentreffen in Frankfurt*.

Im Sommer 2020 habe es in Großstädten für die noch ein größeres Problem mit Maskenverweigerern gegeben. „Das ist weg. Die Akzeptanz der Masken ist extrem hoch. Deswegen ist für uns wichtig, wenn die pandemische Lage jetzt ausläuft, dass es zumindest Regelungen gibt, dass wir im ÖPNV in der Wintersaison, bis Ostern, die Maskenpflicht aufrechterhalten.“ Momentan trage die Maske gerade in den Zügen der Deutschen Bahn „definitiv zum Sicherheitsgefühl bei“.

Dieser Einschätzung schließt sich auch das Bundesverkehrsministerium an. Ein Sprecher erklärte am Freitag (29.10.2021) in Berlin, die Aufhebung der Maskenpflicht im ÖPNV wäre „völlig kontraproduktiv“. „Nachdem Züge und Busse monatelang weitgehend leer waren, fassen die Fahrgäste gerade langsam wieder Vertrauen in öffentliche Verkehrsmittel. Dieses Vertrauen darf jetzt nicht aufs Spiel gesetzt werden.“

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Das Vertrauen, den öffentlichen Nahverkehr trotz andauernder Pandemie nutzen zu können, sieht Sandvoß zurückgekehrt. „Wir sind jetzt auf einem Niveau von 70, teilweise 80 Prozent der Vor-Corona-Zeit.“ Im ländlichen Bereich sei es noch etwas weniger, in den Städten hingegen gebe es teilweise wieder über 80 Prozent des Fahrgastaufkommens. „Wir haben viel in zusätzliche Hygiene und Sicherheit investiert“, betonte der DB-Regio-Chef.

Doch die Rückkehr der Fahrgäste zeige sich nicht nur bei den Pendlerzahlen der Deutschen Bahn. „Wir sind an den Wochenenden schon fast wieder auf dem Niveau von vor Corona.“ Im Nahverkehr werde deutlich mehr Ausflugs- und Freizeitverkehr verzeichnet. „Die Menschen haben während Corona* festgestellt: Es ist schön im Odenwald, an der Mecklenburgischen Seenplatte und im Bayrischen Wald“, so Sandvoß. „Was uns zurzeit noch fehlt, sind die Fahrgäste zu den Fußballspielen, Weihnachtsmärkten, Oktoberfest - das sind für uns ja immer Großkampftage, an denen alles rollt, was da ist.“

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Zusammen mit den Verkehrsverbünden solle in den kommenden Monaten geprüft werden, „ob wir den Wochenendverkehr an einigen Stellen nicht noch verstärken“, sagte Sandvoß. „Bei der S-Bahn Stuttgart beispielsweise erhöhen wir das Angebot schon ab Mitte Dezember auch samstags auf einen 15-Minuten-Takt.“

Eine Herausforderung, um die Verkehrswende zu schaffen, seien Angebote im ländlichen Raum, gerade angesichts gestiegener Mobilität. „Deshalb brauchen wir einen großen Schritt auch bei der letzten Meile.“ Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel „vor der Haustür“ sei zu erleichtern und zu verbessern. „Das ist in der Großstadt einfach, aber im Odenwald wird das schon schwieriger“, sagte der DB-Regio-Chef. „Deshalb ist die Frage, wie bringe ich die Regionalexpresse oder S-Bahnen zu den Menschen und umgekehrt?“

Eine Lösung werde in integrierter Mobilität gesehen, um flexible Zubringer zu den existierenden Bus- und Bahnlinien zu schaffen. „Wir haben uns bei der Deutschen Bahn schon vor ein paar Jahren entschieden, in diese neue Mobilitätsform zu investieren, etwa bei uns im Bus-Bereich“, sagte Sandvoß. „Jetzt, wo auch die ältere Generation von 70 plus gut mit dem Handy umgeht, haben wir eine echte Chance, mit den Lösungen aus kleinen Fahrzeugen plus App-Steuerung integrierte Mobilität anzubieten.“ (dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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