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DDR-Illustrator Hans Ticha für sein Lebenswerk geehrt

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Lisa Paus und Hans Ticha
Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Illustrator Hans Ticha. © Arne Dedert/dpa

Der Illustrator Hans Ticha ist auf der Frankfurter Buchmesse für sein Lebenswerk geehrt worden. Er erhielt am Freitagabend den mit 12.000 Euro dotierten „Sonderpreis Gesamtwerk“ des Deutschen Jugendliteraturpreises. Ticha, Jahrgang 1940, hatte seinen künstlerischen Höhepunkt in den 1970er und 1980er Jahren in der DDR. Seine Bilderwelten bewegten sich klug ausbalanciert zwischen Poesie, Pop-Art und Persiflage, urteilte die Jury.

Frankfurt/Main - Den Sonderpreis „Neue Talente“ erhielt die Illustratorin Mia Oberländer für ihren Comic „Anna“ (Edition Moderne). Sieger in der Sparte Bilderbuch ist „Unsere Grube“ (Beltz & Gelberg) der schwedischen Autorin und Illustratorin Emma Adbåge. Als bestes Kinderbuch überzeugte „Die Suche nach Paulie Fink“ (Hanser) der US-amerikanischen Autorin Ali Benjamin. Gewinner beim Jugendbuch ist Kirsten Boies Roman „Dunkelnacht“ (Oetinger). Bestes Sachbuch ist „Der Duft der Kiefern“ (avant) von Bianca Schaalburg. Die Jugendjury prämierte zudem „Hard Land“ (Diogenes) von Benedict Wells.

Der vom Bundesfamilienministerium gestiftete Deutsche Jugendliteraturpreis wird seit 1956 vergeben und ist mit insgesamt 72.000 Euro dotiert. Außer dem Preis für das Gesamtwerk sind alle Einzelpreise mit 10.000 Euro dotiert. „In allen ausgezeichneten Werken geht es um das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft“, erklärte Juryvorsitzende Karin Vach. „Die Geschichten spiegeln den Wert einer demokratischen Gesellschaft und zeigen, dass alle Mitverantwortung für das Gelingen tragen.“ dpa

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