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Demonstrantin bestreitet Angriff auf Polizei bei Demo

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Blaulicht
Das Blaulicht eines Polizeifahrzeuges leuchtet. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Seit Dienstag werden einer Frau vor dem Amtsgericht Frankfurt Übergriffe auf Polizeibeamte bei einer Demonstration von Kritikern der Corona-Politik zur Last gelegt. Die 30 Jahre alte Angeklagte soll bei der Veranstaltung in der Frankfurter Innenstadt im November 2020 zunächst einen Beamten mit einem Holzschild misshandelt haben. Kurze Zeit später soll sie einen weiteren Polizisten derart gebissen haben, dass dieser sechs Tage lang arbeitsunfähig war.

Frankfurt/Main - Zuvor hatten die Beamten die Demonstrantin zu Boden gebracht.

Vor Gericht beteuerte die Angeklagte, niemanden verletzt haben zu wollen. Das Schild habe sie nur deshalb gegen den Beamten erhoben, um eine ältere Teilnehmerin vor einem Sturz zu schützen. Den Biss bezeichnete sie als „Notwehr“, nachdem ihr zuvor bei dem Polizeieinsatz Schmerzen zugefügt worden seien. Die Staatsanwaltschaft stützt sich in ihrer Anklage allerdings auf eine polizeiliche Videoaufzeichnung, in der die Angeklagte zu sehen ist. Weil der von ihr verletzte Beamte als Zeuge beim ersten Verhandlungstermin verhindert war, musste das Gericht einen weiteren Prozesstag Ende März anberaumen. Dann wird auch das Urteil erwartet. dpa

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