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Der ewige Hasebe: Abwehrchef überragt bei Eintracht-Remis

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Makoto Hasebe
Frankfurts Makoto Hasebe (r) steht neben Harry Kane von Tottenham, der sich die Stutzen hochzieht. © Arne Dedert/dpa/Archivbild

Eintracht Frankfurt ist zur Halbzeit der Gruppenphase in der Champions League noch gut dabei. Großen Anteil daran hat Oldie Makoto Hasebe, der beim Remis gegen Tottenham überragend spielt.

Frankfurt/Main - Die Lobeshymnen nach der Nullnummer von Eintracht Frankfurt gegen Tottenham Hotspur hatte sich Oldie Makoto Hasebe redlich verdient. „Das war eine Weltklasseleistung“, beschrieb Eintracht-Trainer Oliver Glasner die Gala-Vorstellung des Japaners in einem Satz. „Wie er Harry Kane bearbeitet hat, war großartig.“

Mit seinem bärenstarken Auftritt ragte der 38 Jahre alte Hasebe beim hart erkämpften Remis im dritten Champions-League-Gruppenspiel der Hessen vor 50.500 Fans heraus. Auch Nationaltorwart Kevin Trapp, der dank der von Hasebe gut organisierten Defensive kaum gefordert wurde, schwelgte in höchsten Tönen. „Makoto ist ein absolutes Vorbild. Er gibt der Mannschaft unheimlich viel Sicherheit“, sagte Trapp.

Dabei saß Hasebe bis vor vier Wochen noch als Ersatzspieler auf der Bank. Seit der Methusalem, der in seiner Karriere schon weit über 600 Pflichtspiele bestritten hat, beim 1:0 in Marseille wieder das Kommando in der Abwehr übernommen hat, ist die Eintracht bisher ungeschlagen geblieben. „Gerade den jungen Spielern tut es gut, wenn sie jemanden an ihrer Seite wissen, der im Fußball alles schon erreicht hat, der dich immer wieder coacht, der die Verantwortung übernimmt“, lobte Glasner.

In dieser Verfassung ist Hasebe, dessen Vertrag noch bis zum Saisonende gilt, aus der ersten Elf des Fußball-Bundesligisten kaum wegzudenken. Gut möglich, dass der 114-malige Nationalspieler auch in der nächsten Saison weiter die Schuhe schnürt. „Die Japaner sind mit die ältesten Menschen auf der Welt, das dürfte in den Genen liegen. Makoto ist ein Vorzeigeprofi, er ordnet alles dem Fußball unter“, sagte Glasner vieldeutig.

Dass Hasebe in der Abwehrzentrale äußerst ballsicher und umsichtig agiert, ist nicht neu. Gegen Tottenham zeigte der Oldie im direkten Duell mit Starstürmer Kane aber auch Kämpferqualitäten. „Er ist ihm körperlich unterlegen und hat ihn trotzdem total im Griff gehabt. Er hat sehr intelligent gespielt“, stellte Trapp fest.

Hasebes Geheimnis ist relativ simpel: eine gesunde Ernährung, eine gute Regeneration und viel Arbeit. „Er legt sich immer in 40 Grad warmes Wasser“, berichtete Trapp. „Und im Kraftraum stemmt er keine Gewichte, sondern macht das, was er braucht für seinen Körper. Es ist schön zu erleben, wie er sich täglich gibt und der Mannschaft hilft.“

Damit er das noch lange auf höchstem Niveau tun kann, wird Hasebe in den kommenden Wochen auch die eine oder andere Verschnaufpause erhalten. Vielleicht sogar schon am Samstag im Bundesligaspiel beim VfL Bochum. „Wir müssen schauen, wie Makoto das verkraftet hat. Auch wenn er gespielt hat wie ein Jüngling ist er ja nicht mehr ganz so jung“, sagte Glasner.

Schon am nächsten Mittwoch kommt es in London zum erneuten Duell mit Kane & Co. Ein Richtung weisendes Spiel in der Königsklasse, liegen beide Teams mit jeweils vier Punkten doch gleichauf hinter Spitzenreiter Sporting Lissabon (6). „Die Gruppe ist sehr ausgeglichen, alles ist möglich. Am Ende werden vielleicht die direkten Vergleiche zählen. Um den gegen Tottenham zu gewinnen, wollen wir in London drei Punkte holen“, sagte Glasner und kündigte an: „Da wollen wir Makoto natürlich wieder dabei haben.“ dpa

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