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Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach war zu Beginn des Trainings auf dem Platz. Foto: Fredrik von Erichsen

Flüchtlinge in Hessen

DFB-Präsident Niersbach besucht Flüchtlings-Unterkunft in Hessen

In diesem konkreten Fall arbeitet die Christliche Flüchtlingshilfe Egelsbach eng mit der SG Egelsbach zusammen, die eine Flüchtlingsmannschaft mit dem Namen "Refugees United" gegründet hat. "Das ist genau das, was wir uns vorstellen", meinte Niersbach. "Man kann in Berlin noch so viele Botschaften formulieren. Sie müssen vor Ort auch umgesetzt werden. Das passiert hier vorbildlich und beispielhaft."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat am Mittwoch eine Flüchtlings-Unterkunft im hessischen Egelsbach besucht. Niersbach würdigte damit das Engagement der vielen Fußball-Clubs in Deutschland, die Flüchtlingen im Alltag und bei der Integration helfen.

In diesem konkreten Fall arbeitet die Christliche Flüchtlingshilfe Egelsbach eng mit der SG Egelsbach zusammen, die eine Flüchtlingsmannschaft mit dem Namen "Refugees United" gegründet hat. "Das ist genau das, was wir uns vorstellen", meinte Niersbach. "Man kann in Berlin noch so viele Botschaften formulieren. Sie müssen vor Ort auch umgesetzt werden. Das passiert hier vorbildlich und beispielhaft."

Die "Refugees United" traten am späten Nachmittag noch gegen eine Betriebsmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes an. "Fußball schafft Begegnungen", sagte Georg Rademacher, der Betreuer des Flüchtlingsteams. "So können wir Gesicht zeigen. Und so können wir zeigen, dass wir ganz normale Jungs sind."

45 Flüchtlinge sind aktuell in Egelsbach untergebracht. Die meisten von ihnen kommen aus Syrien, Somalia und Afghanistan. Niersbach übergab dem Fußball-Team am Mittwoch auch einen Ball mit den Unterschriften aller deutschen Nationalspieler. Begleitet wurde er bei seinem Besuch unter anderem vom deutschen U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch und dem Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz Körbel.

Zur Unterstützung solcher Projekte hat der DFB die Initiative "1:0 für ein Willkommen" gegründet. Sie fördert Vereine, die sich besonders für Flüchtlinge engagieren, mit einem Betrag von 500 Euro. "Wir wollen Amateurvereine dabei unterstützen, Flüchtlinge schnell und unkompliziert Fußball spielen zu lassen", erklärte Niersbach.

Das Geld, das der Initiative für die Jahre 2015 und 2016 zur Verfügung steht, wurde gerade von 600 000 auf 700 000 Euro aufgestockt. Es kommt zu etwa je einem Viertel von der Egidius-Braun-Stiftung des DFB und aus dem Prämientopf der deutschen Nationalmannschaft. Den Großteil der Summe machen Fördergelder der Bundesregierung aus. (dpa)

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