Ein Blumenfeld steht im Fokus, dahinter befinden sich mehrere Menschen
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Frühblüher bringen Farbe in den Frühling.

Endlich Frühling!

Die schönsten Frühjahrserlebnisse unserer Mitarbeiter und Leser

  • Astrid Kopp
    VonAstrid Kopp
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Der Rauchgeruch der Kohle beim Angrillen, das Geräusch der Rasenmäher aus den Nachbargärten am Samstagmorgen, der Anblick von Apfelbaumblüten beim ersten Spaziergang ohne Jacke: In der Serie „Endlich Frühling“ erzählen Mitarbeiter dieser Zeitung und Leser von ihren Frühjahrserlebnissen.

Frühjahrsgedicht: Die Natur erwacht

Die Natur erwacht
aus seinem Winterschlaf.
Zart ist das grün
wie ein erster Kuß.
 
Pflanzen bekommen Knospen,
so gross wie Nadelköpfe.
Wachgeküßt
vom Lebenslust
den Vögel
in den Bäumen,
sie lassen uns träumen.
im frühen Morgen,
noch frei von Sorgen.
Das Gras ist feucht und grau
vom Morgennebel und Tau.
Zart und friedlich ist das Licht,
 das sehe ich mit meine Auge dicht.
Von unserer Leserin Ineke Bataille

Frühjahrsgedicht: Frühlingsliebe

Ich liebe die Sonne,
der Wind
und das Meer,
Ich liebe Krokussen
im Blumenbeet,
ich liebe einen Käfer im Gras,
und ein Vogel auf mein Dach,
ich liebe Tulpen in seiner Knospe,
und ein Kind mit seiner Puppe,
ich liebe ein Buch in meiner Hand
und ein Veilchen am Wegesrand.
Ich liebe das Leben,
von Gott mir gegeben,
ich liebe der Lenz und der wind
Ich genieße als Gottes Kind.
Von unserer Leserin Ineke Bataille

Frühjahrsgedicht: Der junge Lenz

Schneeglöckchen,
Krokus,
Osterglochen,
wollen uns ins Freien locken.
Die Natur ist wie eine Wellness-Kur,
der Lenz steht vor der Tür.
Wir sehnen uns nach frischen Luft,
riechen jungen Frühlingsduft.
Endlich strahlende Sonnenschein,
im Gras , ein Priemel-sträuschen, klein und fein.
So erleben wir den jungen Lenz,
und freuen uns aufs Frühlingsfest.
Von unserer Leserin Ineke Bataille

Frühjahrserlebnis: Der Storch

Mein Frühlingserlebnis ist schon ein Jahr her und zwar waren wir nach dem Lockdown zum ersten Mal wieder bei den Schwiegereltern zu Besuch. Dort hab ich einen Storch gesehen - prompt wurde ich kurz darauf schwanger. Auch dieses Jahr brüten wieder Störche dort und unser Junior ist nun zwei Monate alt.
Von unserer Leserin Manuela Feurer

Frühjahrserlebnis: Was den Frühling ausmacht

Der Frühling ist für mich eine der schönsten Jahreszeiten, alles wird grün, die Blüte beginnt und die Fauna wird lebendig! Was für mich den Frühling ausmacht:
Der Frühling beginnt für mich mit der Tulpenblüte auf unserem Balkon.
Der Frühling ist da, wenn wir vom Balkon aus über die Tulpen in den Garten auf den Walnussbaum schauen und der blaue Himmel zu sehen ist.
Frühling schmeckt man so richtig mit den frischen Kräutern in der hausgemachten Grünen Soße.
Frühling ist für mich seit der Kindheit auch mit der Fliederblüte verbunden, da ich zum Geburtstag im Mai regelmäßig einen Strauß Flieder bekam.
Frühling riecht intensiv nach blühendem Rosmarin.
Frühling und die erwachte Insektenwelt gehören zusammen.
Frühling ist bald vorbei, wenn die Eichhörnchen
die letzten Nüsse verspeisen. Der Sommer naht.

Und für meinen Geburtsmonat Mai ein kleines Gedicht von mir:

Mein Mai!
Jetzt ist er endlich da, der Mai!
Die Luft noch frisch, ich atme frei.
Natur wird grün und alles blüht,
Bienen summen ihr altes Lied.

Vergessen ist das Regenwetter,
die Bäume zeigen ihre Blätter,
die Vögel hegen ihre Brut,
die Sonne meint es mit uns gut.
 
Der Frühlingsduft ist ganz speziell,
die Blütenpracht stand hier Modell.
Mit allen Sinnen bin ich dabei
und mag‘ ganz einfach meinen Mai!
Von unserer Leserin Sigrid Alt

Frühjahrsgedicht: Geliebter Frühling!

Zärtlich streichen Sonnenstrahle
nüber die kalte, graue Erde.
„Wach auf und werde munter,
es will Frühling werden!“
In den Höhlen strecken sich die Tiere
nach der langen Winterzeit,
blinzeln vorsichtig in die Sonne
und freuen sich: „Es ist soweit!“
Alles wird auf einmal munter,
vom Vogel bis zum Krabbeltier.
Das erste Grün und die zarten Blüten
machen die Natur zu einer Zier.
Wir fühlen uns wie neu geboren,
weil der Frühling bis in die Herzen zieht.
Er erfüllt unsere Sehnsucht und Erwartung,
keine Jahreszeit wird so sehr geliebt!
Von unserer Leserin Renate Kassnitz

Frühjahrsgedicht: Frühlingslied

Lieblich singt in dem Geäs
teine Amsel in ihrem Nest.
Und schon erklingt ein ganzer Chor,
ein Frühlingslied steigt zum Himmel empor!
Ganz versteckt von Moos und Stein
entspringt ein Bächlein, winzig klein!
Es fließt vorbei am Vogelbaum,
hinunter bis zum Waldessaum!
Es wird den Blumen Wasser geben,
überall entsteht neues Leben!
Es flattert, summt, es grünt und blüht,
der Frühling singt sein schönstes Lied!
Von unserer Leserin Renate Kaßnitz

Frühjahrsgedicht: Frühlingsklang

Ein vorwitziger Sonnenstrah
lsich neugierig auf die Erde stahl!
Da geschah ein kleines Wunder,
die Natur wurde auf einmal munter!
Und man konnte es schon ahnen,
jetzt kommen noch mehr Sonnenstrahlen.
Locken Pflanzen und Blumen aus der Erde
und endlich kann es Frühling werden!
Es schwirrt und summt, welch eine Wonne;
Blüten öffnen sich in der warmen Sonne.
Mit dem lieblichen Vogelgesang
wird es zum schönsten Frühlingsklang!
Von unserer Leserin Renate Kaßnitz

Frühjahrserlebnis: Erholung pur

Mein schönstes Frühjahrerlebnis ist jedes Jahr mein Garten. Wenn alles blüht, grün und gedeiht lebe ich auf, und freue mich an der Natur. Dann sitze auf meiner Bank beobachte die
Vögel und höre ihnen beim Zwitschern zu. Für mich ist das Erholung pur.
Von unserer Leserin Dagmar Pickrodt

Frühjahrserlebnis: Igelbesuch

Vor vielen Jahren hatten wir immer Igel in unserem Garten und konnten
sie auch oft beobachten. An einem Maitag, als ein Bekannter uns bei Renovierungsarbeiten geholfen hat und wir auf dem Balkon eine Pause machten, fragte er, ob eigentlich die Igel wieder da wären. Dies mussten wir verneinen. In diesem Jahr hatten wir noch keinen gesehen. Es dauerte keine 5 Minuten und wir hörten in unmittelbarer Nähe ein Grunzen. Auf der Suche entdeckten wir unter einem Strauch einen Igel. Ob der unser Gespräch wohl gehört hat?
Von unserer Leserin Elke Arthen

Frühjahrsgedicht: Geduld, Geduld

Eiskalter Wind von Ost und Nord,

weht gründlich alle Frühlingsgefühle fort.

Nur die Veilchen wagen den Start, sie zittern,

verstecken sich im Gras, weil sie Schneefall wittern.

Es kommt noch schlimmer, Hagel prasselt hernieder,

Vöglein fürchten, der Winter kommt wieder.

Verkriechen sich, zum Singen zu bang,

wütendes Krächzen ertönt statt Gesang.

Eier legen und für Nachwuchs Sorgen,

verschieben sie, hoffen auf wärmeren Morgen.

Eichhörnchen wickeln den wärmenden Schweif um den Bauch,

wie alle Menschen und Tiere frieren sie auch.

Auch der Sonne wird’s langsam zu bunt,

sendet ihre Strahlen auf’s Erdenrund,

kämpft vergebens, der Winter lacht,

lässt sich nicht verdrängen, er behält die Wacht.

Vermummte Menschen denken ärgerlich,

die verheißene Erderwärmung gibt es nicht.

Geduld, Geduld rate ich Menschen und Tieren,

wenn sie auch zetern, schimpfen und frieren.

Irgendwann, vermutlich sehr bald,

kommt wärmender Frühling mit aller Gewalt.
Frühjahrsgedicht von unserer Leserin Erika Horn

Frühjahrserlebnis: Neuer Tatendrang

Wenn es dem kalten und langen Winter wieder heller und freundlicher wird, ist auch bei mir der Frühling erwacht. Die Tage werden länger und man ist agiler, man kann mehr rausgehen und auch die Seele fühlt sich frisch! Sport ist wieder ein Programm und nicht nur eine Fernsehsendung... Ich habe beobachtet, wie sich die Vögel ihr Nest bauen, die ersten Igel sind auch schon unterwegs. Unsere Katze hat nicht mehr nur das Bedürfnis sich vor den warmen Ofen zu legen sondern drängt nach draußen. Sie stromert durch den Garten und aalt sich in der Sonne. Es wird sich gereckt und gestreckt und kleine Sportübungen am Baum vorgenommen. Da wir schon einen „alten Herrn“ haben, gönne ich ihm jede Minute, die er draußen verbringen kann. Auf Raubzug geht er nicht mehr, schaut viel lieber den Vögeln zu. Ich selbst merke wie man wieder voller Tatendrang ist, sei es der Frühjahrsputz, neue Ideen in die Tat umzusetzen oder auch ein neues Hobby anzugehen! Sportlich geht viel in der Natur. Sei’s Fahrradfahren, Joggen oder schöne Spaziergänge im Taunus. Eine kleine Rast bei einem Gläschen Wein oder mit einem Picknick, ja das kann man jetzt alles machen!
Frühjahrserlebnis von unserer Leserin Martina Grot-Bramel

Frühjahrserlebnis: Kniestrümpfe

Den Frühling bringe ich mit Kniestrümpfen in Verbindung. Das hat folgenden Hintergrund: Als im November 1962 Geborene, wurde die Kleidungsfrage stark von der Mutter geprägt. Im Winter wurde man „gezwungen“, die dicken Strumpf- und kratzende Wollhosen zu tragen. Auf die Frage hin, wann ich denn endlich Kniestrümpfe anziehen dürfte, kam die immer wiederkehrende und fast schon genervte Antwort: „Ei Kind, wenn’s drausse warm werd!“ „Und wann ist das?“, fragte ich jedes Mal zurück. „Ei, im Frühling“, erwiderte meine Mutter. Als Kind hat man natürlich noch ein ganz anderes Zeitgefühl und es erschien mir wie eine Ewigkeit, bis der ersehnte Moment da war. Dieses Glücksgefühl ist kaum zu beschreiben was mich durchfuhr, wenn das erste Mal die Kniestrümpfe auf meinem Bett lagen. Es war soweit: Der Frühling war da. Wenn ich daran zurück denke, sehe ich mich mit meinen weißen Kniestrümpfen und dem dunklen Faltenrock, als ob es gestern gewesen wäre.
Frühjahrserlebnis von unserer Leserin Sylvia Kouba

Frühjahrsgedicht: Kleine Ode

Es schreit und ruft hier jedermann:

Der Frühling kündigt sich nun an!

Die Kälte hat jetzt jeder satt,

Das Dunkle macht uns alle platt.

Gekommen ist sie – die schöne Zeit,

Sie hält gar Hoffnung für uns bereit.

Dank Farben und dem Sonnenspiel,

Nach draußen man nun gehen will.

Gab’s Schnee und Eis, auch mal als Matsch,

Die Winterzeit ist einfach quatsch!

Und ist die Welt noch so verrückt,

Der Frühling uns doch so verzückt!

Die Blumen blühen, das Gras nun sprießt,

Natur erwacht – wie du hier siehst!

So mache ich jetzt hier mal Schluss,

Weil’s Frühling ist und raus ich muss . . .
Frühjahrsgedicht von unserem Leser Thomas Grimm

Frühjahrserlebnis: Aussaat-Ritual

Jetzt bin ich bereits 55 Jahre alt und meine Kindheit ein ganzes Stück weit weg. Dennoch erinnere ich mich gerne daran, dass ich schon als Kind mit meinem Papa im Garten war. Im Frühjahr haben wir immer ausgesät. Mit dem Stiel der Harke wurden lange Rinnen gezogen, in die ich dann vorsichtig – in schön gleichmäßigem Abstand – die Samen für Radieschen oder Karotten einstreuen durfte. Anschließend wurden die Saatrinnen wieder mit Erde zugehäufelt und angegossen. Zum Schluss haben wir beide auf das Beet gespuckt, weil das Glück für die Aussaat bringen soll. Noch heute bin ich gerne im Garten und freue mich, wenn alles grünt und blüht und hübsch aussieht.
Frühjahrserlebnis von unserer Leserin Susanne Ott

Frühjahrserlebnis: Das größte Glück

Wenn man kleine Kinder hat, erlebt man den Frühling sehr intensiv. Ich habe ein Vorschulkind im Waldkindergarten (5 Jahre) und einen Erstklässler (7 Jahre). In diesem Jahr sind mir besonders die Frühblüher aufgefallen. Mein Sohn hat sich mit diesem Thema acht Wochen in der Schule beschäftigt. Es ist schön, wenn sich auf einmal die Kinder dafür interessieren und Blumen bestimmen können. Man hat plötzlich als Erwachsener wieder eine ganz andere Sicht auf die Welt. Wir haben Blumenschalen mit Frühblühern angelegt, jeden Tag verfolgt, wann die Hyazinthe aufgeht, wann die Narzissen verblühen. Unterwegs haben wir Schlüsselblumen entdeckt. Im Wildpark Heigenbrücken haben wir Frischlinge gesehen, die erst zwei Tage alt waren. Im Opelzoo haben wir die kleinen Zicklein gefüttert. In der Salamanderschlucht haben wir kleine Salamanderbabys (Lurchen) entdeckt. Bei den Störchen gab es auch Nachwuchs, wir haben zwei kleine Storchenkinder mit ihren Eltern auf der Wiese gesehen. Das ist jetzt für uns Frühling. Überall blüht es, überall gibt es kleine Tierkinder. Und mit Kindern dies zu entdecken, ist das größte Glück!
Frühjahrserlebnis von unserer Leserin Simone Bares

Veilchenstrauß

Es war ein langweiliger Sonntag im Frühling, Ende der 60er Jahre im Südwesten Deutschlands, in einem badischen Dorf. Ich war ein Mädchen im Alter zwischen 8 und 10 Jahren. Die ersten Veilchen blühten. So kam es, dass ich welche pflücken ging. Als ich ein kleines Sträußchen beisammen hatte, pflückte ich noch drei, vier Efeublätter und legte sie um die Veilchen. Ich hatte somit einen schönen kleinen Blumenstrauß. Da kam ein junger Mann aus meinem Heimatort mit seiner Freundin vorbei. Sie waren sehr verliebt. Der Mann fragte mich, ob er mein Veilchensträußchen bekommen könne für seine Freundin. Er gab mir eine Mark und ich ihm die Veilchen. Ich kaufte mir davon ein Eis am Stiel, damals noch für 25 Pfennig. Und hatte noch Geld für drei weitere Eis! Kein Eis schmeckte mir später mehr so gut wie damals. Jedes Jahr im Frühling wenn die ersten Veilchen sprießen, denke ich schmunzelnd an dieses Erlebnis und an dieses verliebte Pärchen.
Von unserer Leserin Klara Bauer

Frühjahrsgedicht: Auf ein Neues

Die ersten warmen Sonnenstrahlen
noch stehen sie da, die Bäume, die Kahlen
doch lange kann es nicht mehr dauern
die Knospen und Bienen, sie lauern
Wärme umgibt uns auf wohlige Weise
Natur erwacht ganz leise
jedes Jahr auf’s Neue
wie ich mich darauf freue
endlich wieder in meinem Garten
Pflanzen, Rasen, Bäume,
sie alle warten
Schnitt, Pflege und Gießen
bald dürfen wir genießen
Die Natur mit all ihren Reizen
da gibt es kein Halten, da gibt es kein Geizen
All das Schöne ist wieder da
ganz wunderbar....
Von unserer Leserin Gabriele Kummer

Frühjahrserlebnis: Vorfreude

Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 20 Grad. An dem ein oder anderen Tag hat der Frühling bereits seine schöne Seite gezeigt. Dadurch wird die Lust auf gesellige Grillabende im Freien geweckt. Denn was gibt es Schöneres, als mit den Freunden ein Steak oder eine Wurst mit einem kühlen Bier zu genießen? Gemeinsam mit der gesamten Clique am Grill zu sitzen, ist durch die Pandemie und die Kontaktbeschränkungen freilich derzeit nur ein Traum. Aber das ist gar nicht so schlimm. Durch die Einschränkungen steigt die Vorfreude auf das Wiedersehen mit den Freunden noch. Die Hoffnung ist groß, dass schon bald gemeinsame Grillabende im Garten oder auf den zahlreichen Grillplätzen der Region möglich sein werden. Und eines ist dann gewiss: Beim ersten Treffen nach Monaten des Verzichts wird man sich sicher viel zu erzählen haben.     Tobias Ketter

Frühjahrserlebnis: Endlich raus

Frühling für mich ist… das erste Eis essen, während die Frühlingssonne in der Nase kitzelt. Morgens aufwachen, wenn es schon hell ist und die Vögel fröhlich-zwitschernd einen guten Tag wünschen. Die Terrasse auf Vordermann bringen, Blumen setzen, die Gartenmöbel saubermachen und alles fürs Angrillen vorbereiten. Die Winterjacken bei den ersten warmen Temperaturen weghängen und sie dann doch wieder rausholen, wenn plötzlich ein Kälteeinbruch kommt. Abends joggen gehen, auch wenn keine Laternen am Wegesrand stehen. Am wichtigsten aber: Pläne machen, was man bei schönem Wetter alles unternehmen kann. Immerhin haben die Tierparks und Zoos geöffnet, auch wenn der Besuch im Voraus geplant werden muss. Ein Geheimtipp ist für mich der Tierpark in Rheinböllen. Frühling bedeutet vor allem, wieder mehr und länger draußen zu sein. Und darauf freue ich mich dieses Jahr sehr! Susan Much

Frühjahrserlebnis: Es brummt

Monatelang herrschte draußen himmlische Ruhe. Kaum erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf, ist es wieder da, das Geräusch des Samstagvormittags: Es ist Rasenmäherzeit. Natürlich mähen die Gartenbesitzer der Umgebung alle nacheinander. Eine Uhrzeit für alle, das ist eine Utopie! Keiner will anscheinend darauf verzichten, das Brummen der eigenen Gartenmaschine gut zu hören. Und so wird dann auch jeder Quadratmeter der Rasenflächen gleich mehrmals abgefahren, damit sich die teure Maschine so richtig lohnt. Noch schlimmer ist es nur, wenn dann doch, vom guten Beispiel des einen Nachbarn aufgeschreckt, ein weiterer Gartenbesitzer parallel seinen Rasenmäher einschaltet. Dann wird aus dem fast schon hypnotischen Brummen einer Maschinen das Dröhnen eines schlecht einstudierten Chors. Ah, da wünscht man sich doch manchmal wieder den Winter herbei. Alexander Seipp

Frühjahrserlebnis: Frühlingsgefühle

Kaum ist das Dachfenster zurzeit auch nur einen Spalt geöffnet, klettert die Hauskatze ins Freie und kann nur mit Mühe und Not wieder von den aufreizend singenden Vögelchen weggelotst werden. Tja, wer mag es dem Stubentiger verdenken, nach all der Zeit der erzwungenen Gemeinsamkeit – neudeutsch „Quality-Time“ – im Lockdown. Dass der Mensch permanent zu Hause ist, ist die Samtpfote nicht gewohnt; und recht ist es ihr schon gar nicht. Konnte sie sich im Winter noch guten Gewissens auf die Couch, die warme Heizung oder in das flauschige Körbchen kuscheln und die hohe Kunst des Nixen perfektionieren, dabei die Anwesenheit des Dosenöffners zumeist vergessen, wird jetzt auch für das Kätzchen der Ruf nach draußen laut. Frühlingsgefühle: Das ist der Ruf (der Vögelchen) ins Freie; wie uns die Fluchtversuche der Mieze lehren. Romina Kunze

Frühjahrserlebnis: Den Samen säen

Unser Nachbar ist begeisterter Hobbygärtner und das hat nun auch Auswirkungen auf uns. Und zwar erstmal im Wohnzimmer. Die dortige Fensterbank war einer der Gründe, weshalb ich mich in das Haus verliebt habe. Sie ist lang und tief genug, um darauf lesend zu sitzen. Wenn sie nicht von Tomatenpflanzen belagert wird. Vergangenes Jahr schenkte uns der Nachbar selbstgezogene Tomaten und lieferte die Anleitung, wie wir in diesem Jahr aus den Samen selbst Pflänzchen ziehen können, gleich mit. Wie nett, dachte ich, aber ob das so klappen wird? Aus so einem Mini-Kern sollte eine Tomatenpflanze werden? Ungläubig habe ich also sicherheitshalber viele, viele Samen ausgesät. Einer würde doch dann bestimmt keimen. Ich mache es kurz: Sie alle taten es und wir essen bald nur noch Tomatensuppe, -sauce und -salat. Wenigstens ist dann die Fensterbank wieder frei. Astrid Kopp

Frühjahrserlebnis: Nestbau

Ah, der Frühling! Endlich wird es wärmer. Die so lange in ihrem Winterquartier untergebrachten Pflanzen verlassen die Garage und dürfen wieder an die frische Luft. Noch schnell den leicht angegrauten Balkon schrubben, dann kann er wieder von Grünzeug bevölkert werden. Die Gartenmöbel rausgestellt und schon lässt es sich dort gut aushalten. Auch die Hauskatze freut sich über die steigenden Temperaturen. Doch so richtig merke ich den Frühlingsbeginn erst daran, dass der in den vergangenen Monaten so verwaiste Garten wieder von Vögeln bewohnt wird. Eine Amsel hüpft besonders eifrig durch die Büsche und sammelt kleine Ästchen. Immer wieder fliegt sie zur von dichtem Efeu bewachsenen Hauswand, um dort ihre Ladung abzulegen. Bald schon wird man wohl von dort aus das erste Zwitschern der Jungtiere hören. Ja, der Frühling ist wirklich da und er wird schön. Alexander Seipp

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