Natur und Stadt auf einen Blick: Vom Aussichtsturm der Weilbacher Kiesgruben aus gibt es viel zu entdecken. foto: Regionalpark Rhein-Main
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Natur und Stadt auf einen Blick: Vom Aussichtsturm der Weilbacher Kiesgruben aus gibt es viel zu entdecken.

Endlich Frühling

Die Welt von oben sehen: Die schönsten Aussichtstürme im Rhein-Main-Gebiet

  • Alexander Seipp
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Abstand zum Alltag gewinnen und Weitblick genießen, das geht auf den schönsten Aussichtstürmen im Rhein-Main-Gebiet.

Rhein-Main-Gebiet – Kaum ein anderes Bundesland ist landschaftlich so vielfältig wie unser Hessen. Von den Mittelgebirgen bis zu Flusslandschaften, von Überresten vergangener Industrie bis zu fast unberührter Wildnis, Hessen hat einiges zu bieten. Besonders gut überblicken lässt sich diese Vielfalt aus der Höhe. Einige der schönsten Aussichtstürme, Touristenattraktionen aber auch zu Geheimtipps, haben wir für Sie zusammengetragen.

Nassauisches Land: Löhnberg

Etwas versteckt steht der Löhnbergturm auf einer Anhöhe über der namensgebenden Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg. Doch die Suche lohnt sich. Denn Besucher, die bei klarem Wetter die eisernen Stufen hinaufsteigen, können einen wahrlich ausgezeichneten Blick über den gesamten Landkreis genießen. Bei gutem Wetter kann man von hier aus bis zur Dianaburg und nach Wetzlar schauen. Ein besonderer Tipp ist der Turm übrigens für begeisterte Grillmeister. Denn im benachbarten Grilltipi kann auch bei Regen gegrillt werden. Ideal also, um hier entspannt den Tag nach einer langen Wanderung ausklingen zu lassen.

Taunus: Pferdskopfturm

Der Pferdskopf gehört mit 661 Metern über Null zu den höchsten Erhebungen des Taunus. Lohnenswert macht diesen Berg nahe Schmitten aber nicht nur die Natur, sondern auch der schöne Ausblick. 34 Meter ragt die Holzkonstruktion des Turms in die Höhe und belohnt den Aufstieg mit einem wahrlich besonderen Ausblick. Übrigens: Den ersten Aussichtsturm auf dem Pferdskopf gab es bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Er wurde aber in den 60er-Jahren abgerissen und in den 80er-Jahren durch den neuen Turm ersetzt. Ein Besuch des Pferdskopf-Turms bietet sich vor allem für Wanderer und Radfahrer an. Am Fuße des Turmes lässt es sich gut Rasten, bevor es zur nächsten Station weiter geht.

Über die Baumwipfel des Taunus ragt der Pferdskopf-Turm bei Schmitten.

Kreis Groß-Gerau: Aussichtsturm Mönchbruch

Der vielleicht kleinste Aussichtsturm in der Region befindet sich im Mönchbruch zwischen Rüsselsheim und Mörfelden-Walldorf. Nur knapp drei Meter erhebt sich die Holzkonstruktion in den Himmel. Dafür ist er aber ein echter Geheimtipp. Denn mitten im Naturschutzgebiet lassen sich von hier aus immer wieder Wildtiere erspähen. Gerade für Hobbyfotografen ist der Turm daher eine Empfehlung. In Kombination mit einem Spaziergang durch die idyllische Landschaft und - falls die Infektionslage es zu lässt - anschließender Einkehr im Gasthof Mönchbruch, kann man einen tollen Ausflug in die Natur erleben.

Ein Besuch des Turms im Mönchbruch lohnt sich für Hobbyfotografen, die dort Wildtiere vor die Linse bekommen.

Main-Taunus-Kreis: Weilbacher Kiesgruben

170 Stufen muss man bis zur Plattform des Aussichtsturms Weilbacher Kiesgruben erklimmen. Von 27 Metern Höhe hat man dann zur Belohnung für so viel Anstrengung einen guten Überblick über die gesamte Region. Auch der Turm selbst, dessen Architektur an natürliche Formen angelehnt ist und ein wenig an eine Krone oder Blüte erinnert, ist ein Hingucker. Er eignet sich perfekt als Startpunkt eines Ausflugs ins Naturschutzgebiet oder einen Besuch des benachbarten Regionalpark Portals Weilbacher Kiesgruben. Momentan ist der Turm geschlossen und wird wieder geöffnet, sobald es die Corona-Vorgaben zulassen. Ein guter Tipp ist dann bei einem Besuch ein Spaziergang auf dem Rundweg um den Silbersee. Hier kann, übrigens ebenfalls von verschiedenen Aussichtstürmen aus, die Natur bewundert werden.

Der Aussichtsturm der Weilbacher Kiesgruben erinnert an eine Blüte.

Kreis Offenbach: Aussichtsturm Dietzenbach

Der Aussichtsturm auf dem Dietzenbacher Wingertsberg ist sicherlich einer der schönsten hessischen Aussichtstürme. Zum Hessentag 2001 eröffnet, ragt dieser Turm aus Metall etwa 21 Meter in die Höhe und gewährt so einen guten Ausblick über Dietzenbach und den Landkreis Offenbach. Bei klarem Wetter kann man von hier sogar die Frankfurter Hochhäuser, den Taunus, den Vogelsberg und den Spessart sehen. Interessant ist neben dem Ausblick vor allem die Konstruktion. Denn mit nur knapp 50 Tonnen Gewicht ist dieser Turm tatsächlich ein Leichtfuß. Das "stählerne Ballett", wie der Turm manchmal auch genannt wird, ist allerdings nichts für Leute mit Höhenangst. Die Gitter gewähren zwar guten Weitblick, wer aber Angst davor hat, aus der Höhe auf den Boden zu blicken, dem ist der Aufstieg nicht zu empfehlen.

Main-Kinzig-Kreis: Buchberg-Turm

Zu den ältesten Aussichtstürmen in Hessen gehört der Langenselbolder Buchberg-Turm. Mehr als 100 Jahre alt und 30 Meter hoch lockt der Turm auf dem namensgebenden Buchberg viele Ausflügler an. Idyllisch auf der hessischen Seite des Spessarts gelegen lohnt sich der 150-stufige Aufstieg zur Aussichtsplattform. Die gesamte Region kann von hier aus gut überblickt werden, bei gutem Wetter kann man auch Vogelsberg und Rhön erspähen. Besonders gut eignet sich der Turm übrigens als Rastplatz. Denn direkt nebenan lädt der Buchberggrill je nach Corona-Inzidenz zum Verweilen ein.

Ruhe und Entspannung finden Sie auch an den schönsten Seen und Weihern in Frankfurt und der Region.

Die Blumen blühen, die Vögel zwitschern, der Frühling ist da. Wo Sie die Natur in diesem Jahr am schönsten erleben können, welche Abenteuer vor der eigenen Haustür warten und wie Sie Wohnung und Garten mit kleinen Tricks in Wohlfühloasen verwandeln, erfahren Sie in unserer Serie „Endlich Frühling“.

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