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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Diesel-Krise: Merkel und Bouffier kritisieren Autoindustrie

In der Diesel-Krise üben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (beide CDU) weiter Druck auf die Autoindustrie aus.

In der Diesel-Krise üben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (beide CDU) weiter Druck auf die Autoindustrie aus. „Es ist so unglaublich ärgerlich, dass die deutsche Automobilindustrie soviel Vertrauen verspielt hat, weil das ein so wichtiger Wirtschaftszweig ist. Und deshalb muss die Automobilindustrie endlich auch die Lehren daraus ziehen”, verlangte Merkel am Donnerstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Fulda vor der Hessen-Wahl am Sonntag. Die Firmen müssten den Schaden, den sie angerichtet hätten, auch wieder gutmachen. Merkel erwartet nach eigenen Worten „schwierige Gespräche” mit der Branche.

Bouffier betonte in Fulda: „Ich möchte nicht, dass der Diesel-Fahrer der Dumme ist.” Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende kritisierte scharf, wie unterschiedlich etwa Volkswagen bei der Schadensbegrenzung vorgehe. Es sei nicht zu akzeptieren, dass in Amerika Milliarden bezahlt würden, „damit da keiner von VW in den Knast geht. Und hier in Deutschland versuchen die sich vom Acker zu machen.” Er hoffe, dass VW seine Position in Deutschland überdenke.

Wegen ihres Verhaltens nach den jüngsten Gerichtsurteilen zu Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge in mehreren deutschen Städten wurde die Kanzlerin zuletzt stark kritisiert. Die Deutsche Umwelthilfe hatte bei Verwaltungsgerichten für bessere Luft geklagt. Gerichte hatten danach zum Beispiel für Stuttgart, Frankfurt am Main und Berlin Fahrverbote für ältere Diesel für 2019 angeordnet. Merkel und Bouffier bekräftigten in Fulda, dass sie sich für Hardware-Nachrüstungen seitens der Hersteller stark machten.

(dpa)

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