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documenta: Expertengremium sieht sich in Arbeit behindert

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Die Vorsitzende des documenta-Expertengremiums, Nicole Deitelhoff, hat die Leitung der Weltkunstausstellung in Kassel für ihren Umgang mit den erneuten Antisemitismus-Vorwürfen kritisiert. „Das Gremium war weder über das Überkleben informiert noch über die Entfernung von Werken aus der Ausstellung, sollten diese gezielt entfernt worden sein“, sagte Deitelhoff der „Welt am Sonntag“.

Berlin/Kassel - Beides sei völlig unangemessen mit Blick auf den Umgang mit der Antisemitismusproblematik in diesen Werken und behindere die Arbeit des Gremiums massiv.

Seit Jahresbeginn kursierten Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen. Kurz nach der Eröffnung der Ausstellung war ein Banner des indonesischen Kunstkollektivs Taring Padi mit judenfeindlichen Motiven abgebaut worden. Später wurden mehrere Werke als antisemitisch kritisiert, darunter Darstellungen in einer Broschüre, die zwischenzeitlich aus der Ausstellung entfernt wurden. Zuletzt gab es Empörung über ein weiteres Werk von Taring Padi, woraufhin eine darin abgebildete Kopfbedeckung, die einer Kippa gleicht, überklebt wurde.

Angesichts der Antisemitismus-Vorwürfe hatten die Gesellschafter der documenta, die Stadt Kassel und das Land Hessen, ein Expertengremium aus sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern benannt, das die Ausstellung in den kommenden Monaten fachwissenschaftlich begleiten soll. Dessen Vorsitzende Deitelhoff ist Leiterin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. dpa

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