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Die afghanische Schauspielerin und Frauenrechtlerin Leena Alam steht in der Stiftsruine von Bad Hersfeld. Foto: Jörn Perske/Archiv

Doku über Attentat wird im Beisein von Überlebenden gezeigt

Der Dokumentarfilm „True Warriors” über ein Sprengstoff-Attentat bei einer Theaterpremiere im Jahr 2014 in Kabul wird im Beisein von Überlebenden am Donnerstag in Bad Hersfeld gezeigt.

Der Dokumentarfilm „True Warriors” über ein Sprengstoff-Attentat bei einer Theaterpremiere im Jahr 2014 in Kabul wird im Beisein von Überlebenden am Donnerstag in Bad Hersfeld gezeigt. Bei der Vorführung im Cineplex (Vogelgesang 1) und einem anschließenden Austausch mit Besuchern wird unter anderem die afghanische Schauspielerin Leena Alam teilnehmen. Sie wirkt in dieser Saison bei den bald endenden Bad Hersfelder Festspielen mit, in einer Nebenrolle im Theaterstück „Peer Gynt”. Moderiert wird der Abend in dem Bad Hersfelder Kino von der Schauspielerin Anouschka Renzi.

Alam war am 11. Dezember 2014 mit im Saal, als ein junger Selbstmordattentäter etliche Menschen mit den Tod riss. Gezeigt wurde ausgerechnet ein Stück („Heartbeats - Die Stille nach der Explosion”), in dem es um die Folgen solcher Anschläge geht. Danach entstand zur Aufarbeitung des Attentats der Dokumentarfilm „True Warriors”.

Alam ist eine preisgekrönte Kino-, TV- und Theaterschauspielerin und in ihrer Heimat ein Star. Zugleich ist sie als Menschenrechtsaktivistin unterwegs und engagiert sich für Frauenrechte, gegen Kinderheirat und soziale Ungerechtigkeit in Afghanistan. Die einen lieben sie für ihre kritische Haltung gegenüber den ultrakonservativen Wertvorstellungen der afghanischen Gesellschaft. Andere verachten die Frauenrechtlerin für die ihrer Meinung nach aufrührerische Haltung. Sie bekam schon Morddrohungen.

(dpa)

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