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Dritter Prozess um Messerattacke auf Marktplatz

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Justitia
Eine Figur der blinden Justitia. © Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Zum bereits dritten Mal hat sich seit Mittwoch ein Mann wegen einer Messerattacke auf dem Marktplatz von Kelkheim (Main-Taunus-Kreis) vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Der 54 Jahre alte Italiener soll im Februar 2019 einen Kontrahenten mit sechs Messerstichen schwer verletzt haben, nachdem dieser zuvor seine Tochter mit anzüglichen Bemerkungen belästigt hatte.

Frankfurt/Main - Mit einer Notoperation wurde das Leben des Opfers seinerzeit gerettet.

Der Anklage zufolge berichtete die Tochter ihrem Vater von der sexuellen Belästigung, woraufhin dieser gemeinsam mit seinen Söhnen mit einem Messer zum Marktplatz eilte und die Bluttat beging. Vor Gericht bestritt der Mann diesen Vorwurf. Während der erste Prozess an der Befangenheit des Vorsitzenden Richters scheiterte, wurde der heute 54-Jährige im zweiten Verfahren freigesprochen, weil seine Täterschaft nicht zweifelsfrei habe festgestellt werden können. Die Staatsanwaltschaft legte erfolgreich Revision beim Bundesgerichtshof ein.

Im dritten Prozess verweigerten nun sowohl der Angeklagte wie auch seine Angehörigen die Aussage. Im ersten Prozess hatte sich die Tochter plötzlich selbst der Stiche bezichtigt. Der Vorsitzende Richter machte dazu eine entsprechende Bemerkung und schied daraufhin auf eigenen Wunsch wegen Befangenheit aus dem Verfahren aus. Für den neuen Prozess hat die Schwurgerichtskammer vorerst sechs weitere Termine bis Anfang Januar vorgesehen. dpa

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