DRK-Kliniken in Kassel sind insolvent

Kassel - Die DRK-Kliniken Nordhessen gGmbH soll im Wege eines Insolvenzverfahrens saniert werden. Auf Antrag der neuen Geschäftsführung habe der zuständige Insolvenzrichter am Amtsgericht Kassel am Freitag ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet, teilte der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzte Rechtsanwalt Franz-Ludwig Danko mit. Zuvor war ein angestrebter regulärer Verkauf der in Finanznot geratenen Kliniken gescheitert.

„Für Patientinnen und Patienten sowie für Zuweiser ändert sich durch den Insolvenzantrag nichts“, betonte Danko. Die Leistungen sämtlicher Einrichtungen der DRK-Kliniken Nordhessen würden weiter in vollem Umfang und in gewohnter Qualität erbracht. Ziel sei eine Sanierung der Kliniken inklusive dem Erhalt möglichst aller Arbeitsplätze.

In den nächsten Tagen und Wochen sollen laut Mitteilung die wirtschaftliche Situation der Kliniken eingehend analysiert und die Sanierungsoptionen ausgelotet werden. Denkbar seien eine Investorenlösung oder auch eine Art Vergleich mit den Gläubigern über einen Insolvenzplan.

Die DRK-Kliniken Nordhessen sind das zweitgrößte Krankenhaus in der Region Kassel. An den zwei Standorten in Stadt und Landkreis Kassel arbeiten rund 1100 Menschen. Neben unterschiedlichen Fachkliniken und Kompetenzzentren hat das Rote-Kreuz-Krankenhaus eine zentrale Notaufnahme. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare