Drohnen sollen Medizin-Versorgung in den USA verbessern

In Hessen gefertigte Drohnen sollen in entlegenen Gebieten der USA die Versorgung mit medizinischen Gütern verbessern. Der US-Rettungsdienst „Air Methods“ werde für seine neue Drohnen-Geschäftseinheit eine Flotte des „Wingcopter 198“ einsetzen, wie das Start-Up-Unternehmen Wingcopter am Dienstag in Weiterstadt berichtete. Das Drohnen-Netzwerk werde auf der bestehenden Infrastruktur von Air Methods mit mehr als 300 Standorten in 48 US-Bundesstaaten aufbauen.

Weiterstadt/Denver - Von dort werden vor allem Krankenhäuser in ländlichen Gegenden versorgt, derzeit mit Helikoptern und Flugzeugen.

Ein erstes Pilotprojekt mit den senkrecht startenden Drohnen aus Deutschland soll im Herbst in Kansas starten, teilten die beiden Firmen mit. Weitere Details wurden nicht genannt. Der Wingcopter 198 ist eine Mischung aus Helikopter- und Tragflächendrohne, hat nach Firmenangabe eine Reichweite von bis zu 110Kilometern, eine Höchstgeschwindigkeit von 145 Stundenkilometern und kann bis zu sechs Kilogramm Ladung transportieren.

Die Wingcopter GmbH konkurriert mit Techkonzernen wie Google oder Amazon um die Entwicklung leistungsfähiger ziviler Lieferdrohnen. Gemeinsame Projekte gab es bereits mit den Logistikern DHL und UPS wie auch mit dem Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck. dpa

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