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Edersee-Pegelstand weiter gefallen: Keine Entspannung

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Trockenheit am Edersee
Fast auf dem Trockenen liegen die Boote auf dem weitgehend leeren Edersee in Nordhessen. © Boris Roessler/dpa

Der Füllstand des Edersees ist wegen der anhaltenden Trockenheit weiter gesunken. Der größte Stausee Hessens ist inzwischen nur noch zu 18 Prozent gefüllt, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) am Mittwoch mitteilte. Auch der vorhergesagte Regen wird die Lage nicht entspannen. „Die Situation am Edersee wird sich nicht groß verändern, da ja kein langanhaltender Nässe-Trend vorhergesagt ist“, sagte WSA-Sprecher Jens Köhne.

Waldeck/Verden - Das Amt, das für die Bewirtschaftung der Edertalsperre im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg zuständig ist, erwartet laut Köhne „maximal sehr geringe Effekte“ durch die angekündigten Niederschläge. Die Anlage kann mit ihrer 48 Meter hohen Staumauer 200 Millionen Kubikmeter Wasser stauen. Am Mittwoch waren es nur noch 36 Millionen Kubikmeter.

Das Wasser des Edersees wird zur Regulierung der Weser und des Mittellandkanals genutzt. Dazu werden üblicherweise 30 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgegeben. Fällt der Pegelstand - wie derzeit - unter die Marke von 40 Millionen Kubikmeter, wird die Mindestabgabemenge auf sechs Kubikmeter pro Sekunde gedrosselt. Infolgedessen sinkt der Pegelstand der Oberweser. Aktuell ist er so niedrig, dass dort keine gewerbliche und Freizeitschifffahrt mehr möglich ist.

Zudem leidet der Tourismus am Edersee unter dem geringen Wasserstand. Der Regionalverband Eder-Diemel (RVED), eine Interessensvertretung von Kommunen, Wassersportlern, Hoteliers und Gastronomen, rechnet mit Schäden in Millionenhöhe. dpa

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